Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  5. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  6. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  7. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  8. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  9. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  10. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  13. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  14. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  15. "Derselbe Polarstern"

Kardinal Müller gegen Papstrücktritt

24. Februar 2025 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Deutscher Kurienkardinal in "Il Messaggero": "Vom Kreuz steigt man nicht herab"


Rom (kath.net/KAP) Der deutsche Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hat sich kategorisch gegen einen Rücktritt von Papst Franziskus wegen Krankheit ausgesprochen. Der Tageszeitung "Il Messaggero" (Sonntag) sagte Müller, ein Rücktritt sei für einen Papst keine Option. "Vom Kreuz steigt man nicht herab", zitierte Müller, der von 2012 bis 2017 Glaubenspräfekt im Vatikan war, den früheren Sekretär von Papst Johannes Paul II. und früheren Erzbischof von Krakau, Stanislaw Dziwisz.

Zur Zukunft der Kirche bemerkte Müller: "Die Kirche braucht in diesem historischen Moment Einheit in ihrem Inneren." Er selbst bete täglich für den Papst und seine Genesung. "Wir Glaubenden müssen in voller Gemeinschaft mit der Kirche von Rom leben, und der Bischof ist der Papst, das ewige Symbol der Einheit." Weiter erinnerte Müller daran, dass auch der Apostel Petrus, dessen Nachfolger jeder Papst ist, als Märtyrer gestorben sei. Der Papst müsse "der erste sein, der dafür Zeugnis ablegt, dass nach dem Tod die Auferstehung folgt."


Das Kirchenrecht sehe den Rücktritt "nur für allerschwerste und besondere Fälle" vor, etwa wenn die Geisteskraft des Papstes behindert sei. Müller betonte: "Für die Päpste dürfen nicht dieselben Kriterien gelten, wie für politische oder militärische Führer, die an einem bestimmten Punkt in Pension gehen." Er sehe in der Kirche keinen Raum für einen derartigen "Funktionalismus".

Den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2013 habe er daher nie verstanden, so Müller. "Einem Papst-Rücktritt wegen Erschöpfung stehe ich skeptisch gegenüber. Das verletzt das Prinzip der sichtbaren Einheit der Kirche, das in der Figur des Papstes verkörpert wird. Und deshalb darf sein Rücktritt nicht etwas Normales werden."

Wenn Krankheiten die geistigen Fähigkeiten nicht beeinträchtigten, seien sie kein Grund zum Rücktritt. Das gelte auch für die derzeitige Lungenentzündung von Papst Franziskus. "Von Rücktritt zu sprechen, ist absurd", betonte Müller. Der kranke Papst könne ein Vorbild sein für leidende Menschen, die Angst vor dem Tod hätten. Wenn er bestimmte Aufgaben wie das Feiern von Gottesdiensten im Petersdom oder Reisen nicht mehr erfüllen könne, seien es die Kardinäle, die ihn dabei unterstützen könnten.

Über sein persönliches Verhältnis zu Franziskus bemerkte Müller: "Wir hatten eine dialektische Beziehung. Zu vielen Themen hatten wir unterschiedliche Ansätze, aber die persönliche Beziehung und die Loyalität, die man stets dem Nachfolger Petri schuldet, sind geblieben."

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  4. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  5. "Derselbe Polarstern"
  6. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  7. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  8. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  9. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  12. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  13. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  14. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  15. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz