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Trotz ‚Kampf gegen Rechts‘: Starke Wählerbewegung von links nach rechts

vor 4 Stunden in Deutschland, 1 Lesermeinung
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Dies zeigt eine Wählerstromanalyse der Tagesschau zur Bundestagswahl 2025.


Berlin (kath.net/jg)
Seit Jahren ist der „Kampf gegen Rechts“ ein Hauptanliegen deutscher Politik. Aktivisten und Politiker warnen vor einem „Rechtsruck“. Innenministerin Nancy Faeser sieht im Rechtsextremismus sogar „die größte Bedrohung für die freiheitliche Grundordnung“. Bundeskanzler Scholz und Außenministerin Baerbock nahmen persönlich an einer Demonstration „gegen Rechts“ teil.

Zuletzt war auch die CDU Zielscheibe der Kampagne. Die CDU erhielt bei einer Abstimmung im Bundestag am 29. Januar für ihren „Fünf-Punkte-Plan“ für der mehr Zurückweisungen an den Grenzen eine Mehrheit dank der AfD. Linke Parteien und Politiker zeigten sich schockiert und warfen der CDU vor, Steigbügelhalter für angebliche Rechtsextremisten zu sein.


Eine von der Tagesschau veröffentlichte Wählerstromanalyse der Bundestagswahl vom 23. Februar lässt allerdings Zweifel an der Wirksamkeit der Kampagne „gegen Rechts“ aufkommen, berichtet NiUS.de.

Laut Statistik der Tagesschau gaben 3.150.000 ehemalige Wähler linker Parteien dieses Mal der CDU oder der AfD ihre Stimme. Zählt man das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ebenfalls zu den rechten Parteien, sind es sogar 4.090.000 Wähler, die von SPD, Grünen und Linkspartei nach rechts gewandert sind. Das BSW vertritt beispielsweise in der LBGT-Frage und in der Migrationspolitik eher rechte Positionen. Frontfrau Sahra Wagenknecht kommt aus der Linkspartei, das BSW vertritt unter anderem in Wirtschaftsfragen eine linke Politik.

Die Bewegung in die andere Richtung war deutlich schwächer. Die FDP verlor 360.000 Stimmen an linke Parteien, die CDU 70.000. Die AfD hat keine Wähler an linke Parteien verloren. Damit ergibt sich insgesamt eine Bewegung von nur 430.000 Wählern, die bei der Bundestagswahl von rechts nach links gewechselt haben.

Am stärksten konnte die CDU von den Veränderungen profitieren. Sie erhielt 2.220.000 Stimmen aus dem linken Lager. Die AfD erhielt 930.000 Stimmen von links, konnte außerdem 1.010.000 ehemalige CDU-Wähler für sich gewinnen und 1.810.000 Nichtwähler mobilisieren. Das BSW erhielt 940.000 Stimmen ehemals linker Wähler.

Die Linkspartei konnte mit 170.000 Stimmen ehemals rechter Wähler (CDU und FDP) den größten Teil dieser Bewegung für sich verbuchen. 140.000 Wähler gewannen die Grünen von rechts, die SPD 120.000.

 


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Lesermeinungen

 Versusdeum vor 2 Stunden 
 

Zurück zur Mitte

Nur aus weit linker Sicht gibt es einen Rechtsruck. In der Tat wandern die Wähler nach rechts, aber meist von sich immer weiter radikalisierenden linken Parteien zurück zur Mitte. Ein ebenso normaler demokratischer Vorgang wie, dass eine etablierte Partei einen Antrag offenbar nach 8 Jahren (sic!) erstmals nicht mehr so formuliert, dass ihm die AfD keinesfalls zustimmen kann. Ein erster Riss in der Matrix, leider aber wohl nur dem Wahlkampf geschuldet. Fakt ist: Die ResterAmpel wären am Ende, wenn die "Brandmauer" als letztes Argument, die Totalversager mit totalitären Neigungen von rot oder "grün" zu wählen, unkontrolliert kollabiert würde. Doch genau das braucht die Demokratie, um endlich wieder armen zu können.


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