Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  9. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  10. Zwei Formen - ein Ritus
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  12. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  13. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  14. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"
  15. Euthanasie trotz dreimaligem Senatsveto

"Wir müssen einander anhören, sonst verlieren wir uns"

18. März 2025 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Evangelischer Landesbischof Bilz aus Sachsen warnt jetzt davor, Brandmauern gegen Afd-Wähler aufzubauen. Wenn man Brandmauern errichte, könne man nicht verhindern, selbst unmenschlich zu werden.


Berlin (kath.net)
Neue Töne in der evangelischen Kirche gegenüber AfD-Wählern? Während viele evangelische Kirchenführer und auch etliche katholische Diözesen und Bistümer die AfD regelmäßig als Partei des "Leibhaftigen" hinstellen und gleichzeitig mit anderen Parteien wie den Grünen, die für das Töten ungeborener Kinder bis zur Geburt eintreten, kein Problem haben, hat jetzt der sächsische Landesbischof Tobias Bilz von Dresden in der "Welt" gewarnt, Brandmauern gegen AfD-Wähler aufzubauen. "Die Menschenfreundlichkeit Gottes gilt auch für AfD-Wähler", betont der evangelische Kirchenmann und betont, dass Belehrungen und Ausgrenzungen nicht der richtige Weg seien, um gesellschaftliche Spannungen zu überwinden. Bilz ist der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EvLKS) sowie seit 2024 auch stellvertretender Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Bilz vertritt, dass viele Wähler der Partei ihre politische Haltung aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung verbergen. Auch in der früheren DDR sei dies der Fall gewesen. Ein Freund von ihm, der die AfD wählt, habe ihn besonders nachdenklich gestimmt: "Es kann nicht gutgehen, wenn in einer Demokratie eine Brandmauer gegenüber einem so großen Teil der Bevölkerung hochgezogen wird. Wir müssen einander anhören, sonst verlieren wir uns. Wenn das passiert, ist die Demokratie am Ende. Ich gehe jetzt für einen Moment auf die andere Seite der Mauer." Wenn man Brandmauern errichtet, könne man nicht verhindern, selbst unmenschlich zu werden. 


Eine Ursache für den großen Zustrom der Partei vor allem im Osten Deutschlands sei, dass sich dort eine große Bevölkerungsgruppe benachteiligt fühle. Das könne man nicht nur durch "Bewusstseinsbildung" überwinden. Auch fühlen sich viele fremdbestimmt und ausgeliefert.  Darüber müsse man darüber reden und man sollte auf Belehrungen und Druck auf andere verzichten.

Bilz betont: "Jeder muss es für möglich halten, sich (in Teilen) zu täuschen. Verstehen wollen und Verständnis gewinnen gehören zusammen sowie die Bereitschaft, andere dann auch zum Zuge kommen zu lassen.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  7. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  8. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  9. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  10. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  11. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  12. Pornografie, NoFap und die Rückkehr der Selbstbeherrschung
  13. Zwei Formen - ein Ritus
  14. Rubio rechnet mit Linken ab: „Sie wissen nicht, wie man etwas schafft, also zerstören sie es“
  15. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz