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‚Ein Hirt nach dem Herzen Gottes‘ – Das erste Regina Caeli von Papst Leo XIV.

11. Mai 2025 in Aktuelles, 12 Lesermeinungen
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Papst Leo XIV. ruft eindringlich zum Gebet um geistliche Berufungen auf – und erinnert daran, dass jeder Christ berufen ist, ein Hirt nach dem Herzen Gottes zu sein. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Zehntausende von Menschen hatten sich auf dem Petersplatz versammelt. Die Menschenmenge reichte bis weit in die Via della Conciliazione hinein. Am heutigen vierten Sonntag der Osterzeit, dem sogenannten Sonntag vom Guten Hirten, wandte sich Papst Leo XIV. von der Mittel-Loggia der Petersbasilika mit seinem ersten öffentlichen Regina Caeli als Bischof von Rom an die Gläubigen. Es war ein denkwürdiger Moment, getragen von theologischer Tiefe, persönlicher Demut und einem eindringlichen Appell an die Kirche weltweit, für geistliche Berufungen zu beten und diese zu fördern. Die Botschaft war durchdrungen von der geistlichen Bedeutung dieses liturgischen Tages – und von der Persönlichkeit des neuen Papstes, der sich sichtlich als „Diener der Diener Gottes“ versteht.

„Ich betrachte es als ein Geschenk Gottes, dass der erste Sonntag meines Dienstes als Bischof von Rom der Sonntag vom Guten Hirten ist“, bekannte der Heilige Vater eingangs. Es sei kein Zufall, dass dieser Tag, an dem das Evangelium Jesu als des wahren Hirten verlesen wird, der erste in seinem neuen Amt sei. Denn im zehnten Kapitel des Johannesevangeliums, das an diesem Sonntag verkündet wird, sagt Jesus von sich selbst: „Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.

Papst Leo XIV. erinnerte daran, dass dieser Sonntag seit nunmehr zweiundsechzig Jahren auch als Weltgebetstag für geistliche Berufungen begangen wird – ein Zeichen dafür, wie sehr der Hirtendienst und die Sorge um geistliche Führung miteinander verbunden sind. „Die Kirche braucht sie dringend!“, rief er eindringlich aus. Die jungen Menschen, die sich berufen fühlen, müssten „Annahme, ein offenes Ohr und Ermutigung“ finden und auf „glaubwürdige Vorbilder hochherzigen und hingebungsvollen Dienstes“ zählen können.


Der Papst schlug damit einen klaren Ton an: Es genügt nicht, um Berufungen zu beten – es bedarf auch eines konkreten geistlichen Umfelds, das jungen Menschen zeigt, dass der Ruf Gottes kein Ideal ferner Heiligkeit ist, sondern ein Weg gelebter Nächstenliebe und täglicher Hingabe. In diesem Zusammenhang zitierte er auch den heiligen Gregor den Großen, der sagte: „Die Menschen antworten auf die Liebe dessen, der sie liebt.“ (Homilie 14,3-6) – ein tiefer Satz, der das Geheimnis jeder Berufung auf den Punkt bringt: Gott ruft, weil er liebt – und wir antworten, weil wir geliebt sind.

Neben der liturgischen Bedeutung verwies Papst Leo XIV. auch auf das musikalische Fest, das heute im Rahmen des Heiligen Jahres in Rom stattfand. „Herzlich grüße ich alle diese Pilger und danke ihnen, denn mit ihrer Musik und ihren Darbietungen bereichern sie das Fest, das Fest Christi, des Guten Hirten.“ Die Musik wurde so zum Gleichnis für die Vielfalt der Gaben in der Kirche, aber auch für die Schönheit einer von Christus geprägten Harmonie.

Am Ende seiner Ansprache nahm Papst Leo XIV. Bezug auf die Botschaft Papst Franziskus’ zum Weltgebetstag für geistliche Berufungen 2025 und machte sich dessen Einladung ausdrücklich zu eigen: „Machen wir uns die Einladung … zu eigen: die Einladung, junge Menschen aufzunehmen und zu begleiten.“ Jeder Getaufte sei aufgerufen, ein Hirt „nach seinem Herzen“ zu sein – in Anlehnung an das Wort Gottes aus dem Buch Jeremia (Jer 3,15). Den jungen Menschen rief der Papst zu: „Habt keine Angst! Nehmt die Einladung Christi und der Kirche an!“.

Der neue Papst schloss sein erstes Regina Caeli mit einem Gebet zur Gottesmutter:

„Die Jungfrau Maria, deren ganzes Leben eine Antwort auf den Ruf des Herrn war, möge uns bei der Nachfolge Jesu stets begleiten.“

Ein erstes öffentliches Gebet also, das keinen Zweifel lässt: Leo XIV. sieht sein Pontifikat in der Kontinuität des Hirtendienstes Christi, getragen von der Tradition, geöffnet für die Berufungen der Zukunft – und ganz im Zeichen der Liebe, die antwortet, weil sie zuerst geliebt wurde.

Nach dem  Regina Caeli erinnerte der Papst an das Ende des 2. Weltkrieges vor 80 Jahren. Leo XIV. wandte sich an die Mächtigen der Welt: „Nie wieder Krieg!“. Auch der Lage in der Ukraine und im Gaza-Streifen gedachte der Papst. Leo XIV. begrüßte den Waffenstillstand zwischen Indien und Pakistan. Das „Wunder des Friedens“ empfahl der Papst der Jungfrau Maria.

 


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