Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  11. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur

Mexiko: Bestürzung über erneutes Massaker an Jugendlichen

21. Mai 2025 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mutmaßliche Angehörige eines Drogenkartells erschossen in einem Dorf sieben Teenager nach einer kirchlichen Feier - Bischöfe prangern Gewalt an und mahnen zu "Friedenskultur" - Erzbischof kritisiert das Ausbleiben wirksamer staatlicher Maßnahmen


Mexiko-Stadt (kath.ent/KAP) Die Mexikanische Bischofskonferenz hat mit Bestürzung auf ein Massaker im zentralmexikanischen Bundesstaat Guanajuato reagiert, bei dem sieben Jugendliche - die meisten davon Minderjährige - gewaltsam getötet wurden. In einer Erklärung vom Montag (Ortszeit) bekundeten sie "tiefe Trauer und Bestürzung" und solidarisierten sich mit den betroffenen Familien und der Erzdiözese León.

Das Massaker ereignete sich in der Nacht auf Sonntag in der Ortschaft San Bartolo de Berrios, das zur Gemeinde San Felipe gehört. Gegen 2 Uhr morgens gab es Meldungen über Schüsse auf dem Dorfplatz, in den laut Zeugen mehrere Fahrzeuge mit abgedunkelten Fenstern eingefahren waren. Aus diesen wurde ohne Vorwarnung mit großkalibrigen Langwaffen das Feuer eröffnet. Ziel waren Jugendliche, die sich nach einer nachträglichen Muttertagsfeier der Pfarre, die eben erst zu Ende gegangen war, auf dem Platz aufhielten.

Am Tatort fanden sich rund 100 Patronenhülsen, verstreute Blutspuren und die Leichen von sieben Opfern, die meisten von ihnen 16 und 17 Jahre alt. Die getöteten Jugendlichen stammten fast alle aus dem Ort, eines der Opfer aus der benachbarten Gemeinde Chirimoya. Medienberichten zufolge wurde der Angriff mutmaßlich von einem Drogenkartell verübt, das sich anschließend über sogenannte Narcomantas (Drohbanner) zu der Tat bekannte, um so seine territoriale Präsenz zu demonstrieren.


Bischöfe für Ende der Gewalt

"Wir dürfen uns nicht an gewaltsamen Tod gewöhnen", warnte die Bischofskonferenz in ihrem Appell. Die Tat sei ein weiteres alarmierendes Zeichen für "das Schwinden des sozialen Gefüges, die Straflosigkeit und das Fehlen von Frieden in weiten Teilen des Landes". Die Kirche könne angesichts der eskalierenden Gewalt nicht gleichgültig bleiben. Ihre Pfarren seien weiterhin "Zeuginnen der Hoffnung und Handwerkerinnen des Friedens". Als Kirche bleibe man verpflichtet, die Opfer zu begleiten, Gewalt anzuprangern und für eine Friedenskultur einzutreten, so die Bischöfe.

An die staatlichen Behörden aller Ebenen appellierten die Bischöfe, ihrer Verantwortung für Sicherheit und Gerechtigkeit konsequent nachzukommen. Gleichzeitig mahnten sie die Zivilgesellschaft, nicht in Hoffnungslosigkeit oder Gleichgültigkeit zu verfallen, sondern sich aktiv für Frieden und Menschenwürde einzusetzen. "Gewalt lässt sich nicht allein mit Gewalt bekämpfen", so die Erklärung. Es brauche eine "tiefgreifende kulturelle Transformation", die den "heiligen Wert des menschlichen Lebens" wieder ins Zentrum rücke.

Auch der Erzbischof von León, Jaime Calderón Calderón, meldete sich zu Wort. Er beklagte das Ausbleiben wirksamer staatlicher Maßnahmen und forderte, dass der Schmerz nicht in Resignation münden dürfe. Die Pfarren sollten Orte der Hoffnung bleiben, "wo mit Nachdruck verkündet wird, dass das Böse nicht das letzte Wort hat".

Massaker in Serie ohne Folgen

Guanajuato gilt seit Jahren als ein Brennpunkt des organisierten Verbrechens. Die regionale Staatsanwaltschaft bestätigte, dass es sich bereits um das zwölfte Massaker im Bundesstaat seit Jahresbeginn handelte, wobei es bisher keine Festnahmen oder offizielle Ermittlungsergebnisse gibt. Der lokale Sicherheitssekretär Juan Mauro González erklärte, dass die Kartelle zunehmend kleinere Gemeinden ins Visier nähmen, um neue Ressourcen und Gebietsansprüche zu sichern.

Bereits im Dezember 2024 hatte die katholische Kirche in Mexiko eine öffentliche Friedensinitiative gestartet und die Kartelle zu einem Waffenstillstand aufgerufen - bislang ohne sichtbaren Erfolg.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  13. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  14. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz