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Ein stiller neuer US-Trend: Katholische Pfarreien führen wieder Kommunionbänke ein

25. Juni 2025 in Spirituelles, 39 Lesermeinungen
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Joseph Pronechen/NCR: „Immer mehr katholische Gemeinden in den USA restaurieren ihre Kommunionbänke, um die Ehrfurcht zu erneuern und das Eucharistieerlebnis der Gläubigen zu verändern“ – Freie Wahl: Hand- oder Mundkommunion stehend oder kniend


Washington DC (kath.net/pl) Er habe nach einer Kommunionbank gesucht, „die den Bedürfnissen aller gerecht wird“, erklärt Pfr. Dawid Kwiatkowski von der St. Anna Kirche in Richmond Hill (US-Bundessstaat Georgia) gegenüber dem „National Catholic Register“ (NCR). Zu berücksichtigen sei gewesen, dass manche beim Kommunionempfang die kniende Mundkommunion bevorzugen, manche die kniende Handkommunion und manche (eventuell auch aus gesundheitlichen Gründen) die Kommunion im Stehen. Bisher hat er festgestellt, dass „etwa 90 Prozent der Menschen knien, um die Kommunion zu empfangen. Selbst wenn sie auf der Hand Kommunion empfangen, knien sie und benutzen das Altargitter.“ Wer [zb. aus gesundheitlichen Gründen] nicht knien könne, stehe natürlich sowieso. Bei der Umbaumaßnahme habe die liturgische Ästhetik eine Rolle gespielt: „Wir wollten sicherstellen, dass die Kommunionbank im Grunde so aussieht, als wäre es schon immer hier gewesen“, sagt Pfr. Kwiatkowski gegenüber dem NCR-Redakteur Joseph Pronechen.

Das Ergebnis ist: „Es kamen mehr Menschen“, erinnert sich Pfr. Kwiatkowski. Er habe, als er 2022 die Pfarrei neu übernahm, „jüngere Familien getroffen, die sich einen andächtigeren Empfang der Heiligen Eucharistie wünschten“. Die Entwicklung habe bereits unter dem vorigen Pfarrer begonnen, der 2010 begonnen hatte, die Ehrfurcht vor der Eucharistie zu betonen. Zunächst war nach einigen Jahren eine kleine tragbare Kniebank wahlweise zum Kommunionempfang eingeführt, die gut angenommen wurde. Der Beitrag schildert die Reaktionen von verschiedenen Pfarrmitgliedern, darunter Eltern, heranwachsende Kinder und Ministranten, daraus wird deutlich, dass es alle wertschätzen, dass man beim Kommunionempfang mehr Zeit hat, eine stärkere Ehrfurcht entwickelt sowie ausschließlich auf Jesus im Allerheiligsten konzentriert ist statt auf den Kommunionspender.


Auch der Marianer-Pater Matthew Tomeny hat sich diesem neuen Trend angeschlossen. Er ist Rektor des Nationalheiligtums der Göttlichen Barmherzigkeit in Stockbridge, Massachusetts. Das Heiligtum hat seine Kommunionbänke wieder eingeführt – eine Reaktion auf den Wunsch von Pilgern und Einheimischen, beim Kommunionempfang zu knien und dabei nicht nur eine Zweier-Kniebank zu verwenden. Pater Tomeny berichtet, dass die Menschen „sehr begeistert“ seien und „viel positives Feedback“ zu den zurückgegebenen Schranken geben – und es sei deutlich spürbar, dass die Ehrfurcht zunehme.

Der Frieden sei spürbar, bemerkte Pater Tomeny außerdem: „Es ist friedlicher für die Menschen, weil sie entweder knien oder wartend stehen können, ohne sich gehetzt zu fühlen.“

Die Ehrfurcht hat noch auf eine weitere Weise zugenommen. Pater Tomeny beschreibt, wie die Gläubigen außerhalb der Messe am Altargitter niederknien und vor dem Allerheiligsten, dem Gnadenbild Gottes oder anderen Bildern im Altarraum beten, darunter auch vor Bildern der Unbefleckten Empfängnis und der Hl. Dreifaltigkeit.

Pater Tomeny erinnert daran, dass „kein kirchliches Dokument“ – einschließlich der Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils – „jemals die Entfernung der Kommunionbänke gefordert“ habe. Jüngste offizielle Kirchendokumente, darunter die vatikanische Instruktion Redemptionis Sacramentum (Nr. 91), betonen das Recht der Gläubigen, die Kommunion wahlweise stehend oder kniend zu empfangen.

Foto: Das Nationalheiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit in Stockbridge, Massachusetts, hat vor einigen Jahren die Kommunionbänke wieder eingeführt © National Shrine of The Divine


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