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| ![]() Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!vor 4 Stunden in Prolife, keine Lesermeinung Praktizierende Katholikin Miriam Lancaster lehnt skandalösen Sterbehilfevorschlag der Ärztin ab – Nach Behandlung und Reha geleitet sie nur wenige Wochen später erst ihre Tochter zum Traualtar und erklimmt dann zu Pferd einen Vulkan in Lateinamerika Vancouver (kath.net/gro/pl) „Miriam, ich verstehe, dass Sie große Schmerzen haben. Wir können Ihnen Sterbehilfe anbieten.“ Das waren die ersten Worte einer jungen Ärztin an die 84-Jährige, bevor irgendeine Diagnose, Schmerztherapie oder Behandlungsoption besprochen wurde. Miriam Lancaster, 84 Jahre alt, pensionierte Klavierlehrerin aus British Columbia/Kanada, wacht eines Morgens im April 2025 mit unerträglichen Rückenschmerzen auf. Ihre Tochter Jordan Weaver hört den Schrei, ruft den Rettungswagen. Im Vancouver General Hospital (VGH) angekommen, erwartet Lancaster Hilfe – und bekommt stattdessen dieses Angebot, das sie fassungslos macht. Darüber berichten englischsprachige Medien wie zb. die in Toronto (Kanada) erscheinende „National Post“. Lancaster, praktizierende Katholikin, war schockiert. „Das war das Letzte, woran ich gedacht habe. Ich wollte nur wissen, warum ich Schmerzen hatte – ich wollte nicht sterben.“ Die Diagnose war: ein Kreuzbeinbruch durch Osteoporose – keine lebensbedrohliche, unheilbare Erkrankung, sondern eine, die mit Bettruhe, Schmerzmitteln und Rehabilitation heilbar ist. Dennoch wurde der Tod als erste „Lösung“ präsentiert. Erst nach der Ablehnung durch Mutter und Tochter kamen andere Optionen auf den Tisch: zehn Tage Krankenhaus, drei Wochen Reha. Lancaster erholte sich vollständig, begleitete nur sechs Wochen später ihre Tochter zum Altar und reiste kurz darauf nach Mexiko und Guatemala – wo sie zu Pferd den Pacaya-Vulkan erklomm. Kanadas Medical Assistance in Dying (MAiD) wurde 2016 eingeführt und mehrfach erweitert: zunächst auf terminal Kranke, später auf Menschen mit schweren, nicht heilbaren Leiden auch ohne unmittelbar tödliche Prognose. Ärzte dürfen MAiD nach klinischem Ermessen ansprechen, solange sie die gesetzlichen Kriterien prüfen können. Vancouver Coastal Health (VCH) erklärte auf Nachfrage, man sei von dem konkreten Gespräch nicht informiert und betonte, dass Notaufnahme-Personal „grundsätzlich nicht in der Position“ sei, das Thema anzusprechen. Die Delta Hospice Society und die Aktivistin Amanda Achtman („Dying to Meet You Project“) reagierten scharf: „Hört auf, Menschen den Tod anzubieten, die noch Abenteuer vor sich haben!“ Lancaster selbst hat keine formelle Beschwerde eingereicht – sie möchte „vergessen und weiterleben“. Doch ihre Geschichte passt in eine wachsende Reihe von Berichten, in denen Sterbehilfe in Notaufnahmen oder bei behandelbaren Leiden angeboten wird. Eine Umfrage von Angus Reid und Cardus aus 2024 zeigte, dass viele Kanadier sich unter Druck gesetzt fühlen, wenn Ärzte das Thema von sich aus ansprechen. In Alberta hat man inzwischen schon per Gesetz („Last Resort Termination of Life Act“) reagiert und Ärzte verpflichtet, MAiD nur auf expliziten Wunsch der Patienten zu thematisieren. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuSterbehilfe
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