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Nigeria: Toter und drei Entführte bei Angriff auf Priesterseminar

15. Juli 2025 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Priesterausbildungsstätte im Bundesstaat Edo war bereits im vergangenen Herbst Ziel eines Angriffs von Bewaffneten gewesen


Abuja (kath.net/KAP) In Nigeria sind bei einem bewaffneten Überfall auf ein diözesanes Priesterseminar im Bundesstaat Edo ein Mann getötet und drei junge Seminaristen entführt worden. Bei dem Toten handelt es sich um einen Sicherheitsbeamten, berichtete das römische Nachrichtenportal Fides am Sonntag. Wie die zuständige Diözese Auchi mitteilte, ereignete sich der Überfall am vergangenen Donnerstag gegen 21 Uhr Ortszeit in der Ortschaft Ivhianokpodi. 

Die Täter drangen demnach schwer bewaffnet in das Seminargebäude ein und verschleppten die drei angehenden Priester. Bei dem Versuch, die Angreifer abzuwehren, wurde ein dort tätiges Mitglied des nigerianischen Zivilschutzkorps tödlich verletzt.


Auchis Diözesanbischof Gabriel Dunia äußerte seine tiefe Trauer über den Vorfall und rief alle Pfarren der Diözese zu Gottesdiensten und Gebeten für den Verstorbenen sowie für die Freilassung der Entführten und die Umkehr der Täter auf. Bislang gab es nach Angaben der Diözese keinen Kontakt zu den Entführern. Die Polizei von Edo bezeichnete die Tat als "sinnlosen Akt der Gewalt gegen eine religiöse Einrichtung und unschuldige junge Menschen". Der Angriff stelle "einen direkten Angriff auf den öffentlichen Frieden und die Sicherheit" dar.

Das Seminar war bereits am 27. Oktober 2024 Ziel eines Überfalls, bei dem der damalige Rektor, Father Thomas Oyode, von den Angreifern entführt wurde. Er hatte sich damals freiwillig anstelle zweier Studenten in die Gewalt der Entführer begeben und wurde nach elf Tagen wieder freigelassen.

In den vergangenen Monaten häufen sich Berichte über Angriffe auf kirchliche Einrichtungen in Nigeria. Beobachter warnen vor einer wachsenden Bedrohung religiöser Gemeinschaften durch bewaffnete Banden und fordern verstärkte Sicherheitsmaßnahmen.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Presseaussendung des Erzbistums Edo (c) Erzbistum Auchi


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