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Erstmals seit der Reformation: eine katholische Beerdigung bei den britischen Royals

16. September 2025 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Katherine, Herzogin von Kent, wird heute beerdigt. König Charles III. wird an der Trauerfeier teilnehmen.


London (kath.net/pl) Dies gilt als historisch: erstmals seit der Reformation wird es eine katholische Beerdigung für ein Mitglied der britischen Königsfamilie geben. Der Feier wird Vincent Kardinal Nichols vorstehen, er ist der hochrangigste Geistliche im Bereich der Bischofskonferenz von England und Wales. König Charles III. und seine Frau Camilla haben ihr Kommen angekündigt.

Der Lebensweg der Herzogin ist bemerkenswert. Sie war zunächst Christ in der anglikanischen Staatskirche, bis sie 1994 in die volle Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche eintrat. Vorausgegangen waren persönliche Erschütterungen: 1975 erkrankte die Herzogin an Masern, während sie mit ihrem vierten Kind schwanger war. Auf ärztlichen Rat lies sie eine Abtreibung vornehmen. 1977 wurde sie erneut schwanger und erklärte in einer Rede vor dem Britischen Hebammenkongress, das menschliche Leben sei ein Geschenk Gottes und von einzigartigem Wert, da jede Geburt ein Wunder sei. Sie würdigte auch diejenigen, die für den Schutz von Leben und Familie kämpfen. Allerdings verlor sie dieses Baby in der 36. Schwangerschaftswoche. Diese Erfahrung beschrieb sie als „verheerend“ und betrachtete dies als Strafe für die zwei Jahre zuvor durchgeführte Abtreibung. Darüber berichtete „Aciprensa“.


Die Herzogin blieb zunächst Anglikanerin und besuchte mit dem damaligen anglikanischen Erzbischof von Canterbury zum ersten von mehreren Malen das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Walsingham, ein Pilgerort sowohl für Katholiken wie auch für hochkirchlich orientierte Anglikaner.

Dann allerdings genehmigte 1992 die Generalsynode der Church of England die Weihe von Priesterinnen. Dies führte zur Konversion mehrerer Anglikaner zum Katholizismus. Auch die Herzogin von Kent trat im Januar 1994 der katholischen Kirche bei.

Die Konversion der Herzogin von Kent war historisch, da seit dem Ende des 17. Jahrhunderts kein Mitglied der britischen Königsfamilie mehr in die katholische Kirche aufgenommen worden war, zumindest nicht öffentlich. 1685 konvertierte König Karl II. auf seinem Sterbebett zum Katholizismus, obwohl er eine anglikanische Beerdigung erhielt.

Die Herzogin selbst beschrieb ihren Übertritt als eine „lang überlegte persönliche Entscheidung“ und dass sie sich vom Trost und der Klarheit des katholischen Glaubens angezogen fühlte. „Ich liebe Leitung, und die katholische Kirche bietet mir dies an“, sagte sie einmal gegenüber der BBC, berichtete „Aciprensa“ weiter. „Das habe ich mir immer in meinem Leben gewünscht. Ich möchte wissen, was von mir erwartet wird.“ 2001 trat auch ihr Sohn Nicholas Windsor der katholischen Kirche bei.

Archivfoto: Herzogin von Kent © The Royal Family


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