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Warum man aufhören sollte, sich zu beschweren

12. Oktober 2025 in Familie, 2 Lesermeinungen
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Tipps vom heiligen Benedikt von Nursia: Dankbarkeit und klare Kommunikation sind ein Gegenmittel gegen das ständige Jammern.


Wien (kath.net / pk) „Das nervt mich!“ Jammern und Klagen ist eine Gewohnheit, welche die meisten von uns so verinnerlicht haben, dass es uns häufig gar nicht mehr auffällt. Der heilige Benedikt von Nursia war einer der größten Kritiker dieser Haltung, schreibt Theresa Civantos Barber in einem Beitrag für „Aleteia“.

Es ist eine jener Gewohnheiten, vor denen er in seiner im Jahr 530 verfassten Ordensregel am stärksten warnt. Der Gehorsam werde nur dann für Gott angenehm und die Menschen beglückend, „wenn der Befehl nicht zaghaft, nicht saumselig, nicht lustlos oder gar mit Murren und Widerrede ausgeführt wird“, schreibr der Heilige in seiner Regel.

„Wenn aber der Jünger verdrossen gehorcht, also nicht nur mit dem Mund, sondern auch im Herzen murrt, so findet er, selbst wenn er den Befehl ausführt, doch keinen Gefallen an Gott, der das Murren seines Herzens wahrnimmt. Für solches Tun empfängt er keinen Lohn, sondern verfällt der Strafe der Murrer, wenn er nicht Buße tut und sich nicht bessert“, heißt es im Kapitel über den Gehorsam.


Warum ist Murren und Jammern so schlecht? Es führe in einer Gemeinschaft zu Spaltung und Frustration, heißt es in einem Beitrag von „Aleteia“. Wichtig sei es, bei berechtigten Gründen für Kritik produktiv und konstruktiv zu handeln, sich etwa zunächst unter vier Augen mit einer Person auseinanderzusetzen.

Regelmäßiges Jammern wirkt sich negativ auf unser Gehirn aus, weil es quasi programmiert wird auf Negativität, zeigen aktuelle Forschungen. Es könne langfristig sogar das Gehirn schädigen und seine Fähigkeit zu lernen sowie die kognitiven Funktionen reduzieren.

Es setzt außerdem Stresshormone frei, versetzt unseren Körper in einen Kampf-oder-Flucht-Modus und erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes und Fettleibigkeit. Auch auf sozialer Ebene wirkt sich diese Negativität schlecht aus: Wir vertreiben damit Menschen, weil keiner mehr mit uns zusammen sein will.

Was ist nun die Lösung für das Problem des Jammerns? Zwei Dinge sind notwendig. Erstens ist es wichtig, Dankbarkeit zu kultivieren. Zweitens ist es wesentlich, unsere Bedürfnisse so zu kommunizieren, dass die anderen sie auch verstehen.

„Wie würde unser Leben aussehen, wenn wir Gott immer und überall danken würden? Wer würden wir werden, wenn unsere Worte voller Dankbarkeit statt voller Murren werden?“, schreibt die Autorin. Dankbarkeit sei das wichtigste Gegenmittel gegen Jammern und Negativität.

Zweitens sei es wichtig, möglichst einfach und klar zu kommunizieren, was wir wollen und brauchen. „Beschwerden kommen nicht ohne Grund. Eine Beschwerde ist ein unerfüllter Wunsch. Etwas stört uns; etwas läuft nicht so, wie wir es gerne hätten.“ Therapeuten drücken dies so aus: „In jeder Beschwerde steckt ein unerfülltes Bedürfnis.“

Es sei wesentlich, einen Weg finden, unser unerfülltes Bedürfnis auszudrücken und zu befriedigen. Aber es sei auch nötig, in Situationen, die nicht geändert werden können, Gott zu bitten, uns zu helfen, dieses Kreuz zu tragen. Ein wesentlicher Schlüssel sei jedoch, „Erwartungen zu steuern und sicherzustellen, dass wir nicht von Menschen erwarten, Bedürfnisse in unserem Herzen zu erfüllen, die nur Gott erfüllen kann“.

Obwohl die wenigsten von uns berufen sind, als Mönche zu leben, seien doch alle dazu berufen, gut in Gemeinschaft mit anderen zu leben. „Die Weisheit des heiligen Benedikt ist perfekt für uns“, schreibt die Autorin.


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Lesermeinungen

 Johannes14,6 13. Oktober 2025 
 

Einfach Abschalten ist auch keine Lösung

Auf der Ebene persönlicher Beziehungen alles richtig und wichtige Hinweise, Danke dafür.

Die Haupt - und Dauerstressoren ergeben sich für mich jedoch aus den Entwicklungen auf Ebene der (Welt-)kirche unter dem letzten Pontifikat, der ZDK dominierten Kirche in Deutschland und der (Welt-)politik, im letzten Jahrzehnt und vor allem der letzten 5 Jahre.

Viele Bekannte sagen, ich schaue keine Nachrichten mehr, auch keine alternativen Medien, dann lebe ich ruhiger, ich kann sowieso nichts ändern.

Für mich ist das keine Lösung. Das "Dranbleiben", Beobachten, Zusammenhänge erkennen ist mit Leiden verbunden, aber auch innerem Frieden -- gelegentlich gibt es Lichtblicke, so, wenn sich Tausende mobilisieren lassen, um FÜR den Lebensschutz und Beachtung der Grundrechte einzutreten...


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 SarahK 12. Oktober 2025 
 

Ich finde das schwer und auch im Grunde zu einfach gesagt

Konstruktive Kritik ist gar nicht gewollt sondern wird direkt als persönlicher Angriff gesehen, egal ob man sich auf die Eine katholische Kirche berufen kann oder nicht.
Verbesserungsvorschläge sind gar nicht gewollt, weil man dann als arrogant gilt (oder nicht von dieser Welt, was wir ja sind, aber es wird einem mit einem Touch du böser Mensch vermittelt, ist mir gerade noch passiert)
Obwohl man eigentlich gar keine Lust hat und lieber nur seine Ruhe und Frieden haben will lässt man sich aufgrund von Zuspruch für ein Gremium aufstellen auch weil man als Projektmanager eine Seite einbringt die nicht vorhanden ist und wird mit einer Diffamierung abgelehnt nur weil man die Pfarrer ein wenig zu sehr genervt hat mit „warum ist das so und so und nicht wie es eigentlich sein müsste“ (ok ich bin per se ein fragender und nerviger Mensch, aber niemals böse oder so. Im Grunde bleibt „nur“ das Gebet zum Heiligen Geist um Erneuerung.
Also für eine Durchschnitts Pfarrei im Bistum Aachen.


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