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Papst Leo XIV.: „Von den Berufungen ist die Ehe eine der edelsten und höchsten“

20. Oktober 2025 in Familie, 3 Lesermeinungen
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Wenn heute „junge Menschen mit so vielen Gegenmodellen von Verbindungen konfrontiert werden …, mag die Familie, wie der Schöpfer sie vorgesehen hat, veraltet und langweilig erscheinen. Louis und Zélie Martin bezeugen, dass dies nicht der Fall ist“.


Vatikan-Alençon (kath.net/pl) „In diesen schwierigen und verwirrenden Zeiten, in denen junge Menschen mit so vielen Gegenmodellen von Verbindungen konfrontiert werden, die oft flüchtig, individualistisch und egoistisch sind und bittere und enttäuschende Früchte tragen, mag die Familie, wie der Schöpfer sie vorgesehen hat, veraltet und langweilig erscheinen. Louis und Zélie Martin bezeugen, dass dies nicht der Fall ist.“ Das betont Papst Leo XIV. in seiner Botschaft zum 10. Jahrestag der Heiligsprechung der Eltern der heiligen Thérèse von Lisieux.

kath.net dokumentiert die Botschaft von Papst Leo XIV. zum 10. Jahrestag der Heiligsprechung der Eltern der Heiligen Thérèse vom Kinde Jesus in voller Länge in eigener Arbeitsübersetzung:

An Seine Exzellenz Monsignore Bruno Feillet, Bischof von Séez
Ich freue mich, mit Ihnen, allen hier versammelten Geistlichen und Gläubigen in Gedanken und Gebeten den zehnten Jahrestag der Heiligsprechung von Louis und Zélie Martin an den Orten zu feiern, an denen sie während ihres Ehelebens ihre Heiligkeit erlangten. Als erstes heiliggesprochenes Paar ist dieses Ereignis besonders wichtig, da es die Ehe als Weg zur Heiligkeit hervorhebt. Von den Berufungen, zu denen Gott Männer und Frauen berufen hat, ist die Ehe eine der edelsten und höchsten. „Louis und Zélie verstanden, dass sie sich nicht trotz der Ehe, sondern durch, in und mit der Ehe heiligen konnten und dass ihre Hochzeit als Ausgangspunkt eines gemeinsamen Aufstiegs gesehen werden sollte“ (Kardinal José Saraiva Martins, Predigt zur Seligsprechung). Das heilige Paar von Alençon ist daher ein leuchtendes und inspirierendes Vorbild für großherzige Seelen, die diesen Weg eingeschlagen haben oder beabsichtigen, ihn zu beschreiten, mit dem aufrichtigen Wunsch, ein schönes und gutes Leben unter dem Blick des Herrn zu führen, in Freude und in Prüfung.


Ich drücke daher meine Hoffnung aus, dass dieser Jahrestag eine Gelegenheit sein wird, das Leben und die Verdienste dieser außergewöhnlichen Eheleute und Eltern besser zu verstehen, damit Familien, die Gott so am Herzen liegen, aber auch manchmal so zerbrechlich und geprüft sind, in ihnen in jeder Situation die nötige Unterstützung und Gnade finden, um ihren Weg fortzusetzen.

Louis und Zélie verwirklichten ihren Wunsch, heilig zu werden und ihre Kinder zur Heiligkeit zu erziehen, nicht, indem sie sich von der Welt zurückzogen. Sie erfüllten ihre staatlichen Pflichten in der Normalität des Alltags; Sie gehören zu jener immensen Schar von Heiligen aus der Nachbarschaft, von denen Papst Franziskus oft gesprochen hat. Für Pilger, die nach Alençon reisen – das ihre bewegende Erinnerung bewahrt –, ist es nicht schwer, den konkreten, alltäglichen Kontext zu begreifen, in dem die Eltern Martin lebten, die durch ihre Pfarrei, ihre beruflichen Aktivitäten, ihre karitativen Werke, ihren Freundeskreis und natürlich ihr Familienleben in die normannische Gesellschaft ihrer Zeit eingebunden waren. Doch man darf sich nicht täuschen lassen: Dieses scheinbar „gewöhnliche“ Leben war von der „außergewöhnlichen“ Gegenwart Gottes durchdrungen, der sein absoluter Mittelpunkt war. „Gott zuerst“ ist das Motto, auf dem sie ihre gesamte Existenz aufgebaut haben.

Hier ist also das Vorbild eines Paares, das die Heilige Kirche jungen Menschen vorstellt, die sich – vielleicht zögernd – auf ein so schönes Abenteuer einlassen möchten: ein Vorbild an Treue und Fürsorge für andere, ein Vorbild an Eifer und Ausdauer im Glauben, an der christlichen Erziehung der Kinder, an Großzügigkeit in der Ausübung von Nächstenliebe und sozialer Gerechtigkeit; Ein Vorbild auch des Vertrauens angesichts der Prüfung… Vor allem aber bezeugt dieses vorbildliche Paar das unbeschreibliche Glück und die tiefe Freude, die Gott hier auf Erden und in Ewigkeit denen schenkt, die sich diesem Weg der Treue und Fruchtbarkeit widmen. In diesen schwierigen und verwirrenden Zeiten, in denen junge Menschen mit so vielen Gegenmodellen von Verbindungen konfrontiert werden, die oft flüchtig, individualistisch und egoistisch sind und bittere und enttäuschende Früchte tragen, mag die Familie, wie der Schöpfer sie vorgesehen hat, veraltet und langweilig erscheinen. Louis und Zélie Martin bezeugen, dass dies nicht der Fall ist: Sie waren glücklich – zutiefst glücklich! –, Leben zu schenken, den Glauben auszustrahlen und weiterzugeben, ihre Kinder unter dem Blick des Herrn wachsen und gedeihen zu sehen. Welche Freude, sich sonntags nach der Messe um den Tisch zu versammeln, wo Jesus der erste Gast ist und die Freuden, Sorgen, Pläne und Hoffnungen eines jeden teilt! Welche Freude in diesen Momenten des gemeinsamen Gebets, diesen Festtagen, diesen Familienereignissen, die den Lauf der Zeit markieren! Aber auch, welch ein Trost ist es, in Prüfungen zusammenzustehen, vereint mit dem Kreuz Christi, wenn es sich zeigt; und schließlich, welch eine Hoffnung besteht darin, einander eines Tages in der Herrlichkeit des Himmels wiederzufinden!

Liebe Paare, ich lade euch ein, mutig auf dem Weg zu bleiben – der manchmal schwierig und kompliziert, aber auch leuchtend ist –, den ihr eingeschlagen habt. Stellt Jesus vor allem in den Mittelpunkt eurer Familien, eurer Aktivitäten und eurer Entscheidungen. Helft euren Kindern, seine grenzenlose Liebe und Zärtlichkeit zu entdecken, und bemüht euch, dass er euch im Gegenzug so liebt, wie er es verdient: Das ist die große Lektion, die uns Louis und Zélie für die Gegenwart erteilen und die die Kirche und die Welt so dringend brauchen. Wie hätte Theresia Jesus und Maria so sehr lieben und uns dann eine so wunderbare Lehre weitergeben können, wenn sie sie nicht schon in jungen Jahren von ihren Eltern gelernt hätte?

Ich vertraue euch, liebe Familien, dem Schutz von Louis und Zélie Marti und der heiligen Theresia vom Kinde Jesu und vom Heiligen Antlitz an. Ich erflehe die Fürsprache der Jungfrau Maria für Sie und erteile Ihnen, Eurer Exzellenz und allen Anwesenden von Herzen den Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan, 1. Oktober 2025
Gedenktag der heiligen Theresia vom Kinde Jesu und vom Heiligen Antlitz

Leo XIV.

_______________________________

L'Osservatore Romano, (italienischsprachige) Tagesausgabe, Jahrgang CLXV Nr. 240, 19. Oktober 2025, S. 5.

 


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Lesermeinungen

 Psalm1 20. Oktober 2025 
 

Immense Schar von Heiligen

"... Sie gehören zu jener immensen Schar von Heiligen aus der Nachbarschaft, ...".

... hmm, da stimmt aber was mit meiner Nachbarschaft nicht.


0
 
 gebsy 20. Oktober 2025 

AKTUELL

gerade entdeckt:

www.dioezese-linz.at/site/jaegerstaetter/home/news/article/307575.html


0
 
 gebsy 20. Oktober 2025 

Darf in diesem Zusammenhang

gefragt werden, ob die Vorbereitung der Seligsprechung für Frau Franziska Jägerstätter Fortschritte macht?

www.dioezese-linz.at/site/jaegerstaetter/biografie/franziskajaegerstaetter


0
 

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