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Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe

6. Mai 2026 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
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Der Landesverband hat einen entsprechenden Antrag beim Landesparteitag der SPD Berlin eingebracht. Die Ehe soll durch eine ‚Verantwortungsgemeinschaft‘ ersetzt werden.


Berlin (kath.net/jg)
Die Jusos Berlin wollen die zivilrechtliche Ehe abschaffen. Einen entsprechenden Antrag hat der Berliner Landesverband der Jusos beim Landesparteitag der Hauptstadtpartei am 8. und 9. Mai eingebracht, berichtet die BILD-Zeitung.

Die sozialistischen Jungpolitiker begründen ihren Vorstoß unter anderem damit, dass die Zivilehe „patriarchalische Machtstrukturen“ vertiefe und Freiheit und Selbstbestimmung der Menschen „durch ihren Anspruch auf dauerhaftes Verhalten“ einschränke. „Auch wenn es viele Menschen gibt, die in der Ehe eine romantische Verbindung sehen und in dieser glücklich sind, ist Emanzipation und Überwindung von Heteropatriarchat und Kapitalismus nur durch radikale und solidarische Veränderung möglich.“ Die Ehe diene dem „chauvinistischen, kapitalistischen Nationalstaat als Durchsetzungsinstrument frauenfeindlicher, queerfeindlicher, klassistischer und rassistischer Politik“, zitiert der FOCUS aus dem Antrag. 


An die Stelle der Ehe sollen so genannte „Verantwortungsgemeinschaften“ treten, die beim Standesamt nur mehr angezeigt werden. „In diesen können Menschen anlass-, verwandtschafts-, gender- und anzahlunabhängig Verantwortung füreinander und Angehörige übernehmen“. Bestehende Ehen sollen bleiben, können aber auf Antrag in Verantwortungsgemeinschaften umgewandelt werden.

In der Verantwortungsgemeinschaften sollen Fürsorge, Erbfragen und Aufenthalt geregelt werden. Nach Vorstellungen der Jusos soll auch eine Probezeit möglich sein. Wer will, kann die Verantwortungsgemeinschaft durch eine einfache Erklärung auch wieder verlassen. Die Formalitäten sollen gebührenfrei sein und sich damit von teuren Ehescheidungen unterscheiden.

Der Landesparteitag soll vor allem das Programm für die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin am 20. September im Blick haben. Der Antrag der Jusos auf Aufhebung der Ehe wird daher auf das kommende Jahr vertagt werden.

Die Ehe steht in Deutschland vom Grundgesetz geschützt. Im Artikel 6 heißt es: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“.

Die Jusos sehen sich „nicht als brave Partei- oder Regierungsjugend, die zu Wahlkampfzeiten nur Plakate klebt. Vielmehr sind wir unserer Mutterpartei in kritischer Solidarität verbunden“. 

 


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Lesermeinungen

 Versusdeum 12. Mai 2026 
 

Noch @chorbisch

Warten wir auf die Wahlen in Ostdeutschland, in denen sich eine vernichtende Niederlage für die Parteien der schlechtesten Regierung in der Geschichte der Bundesrepublik, der Ampel*, abzeichnet. Die Menschen dort haben von (auch neo-) sozialistischen Experimenten oder gar Diktaturen schon seit 1990 die Nase gestrichen voll. Außer im failed state Berlin wird linksaußen krachend abgewählt werden oder gar aus den Parlamenten fallen (und das kommunistische "Original", die SED, wird weiter Spezialdemokraten und "Grüne" aussaugen), sofern man nicht noch einmal erfolgreich einen Lügenskandal wie damals 2 Monate nach einem privaten Treffen von u.a. CDU- (sic!) und AfD-Mitgliedern auftischt. Ein Jahr später, vor der Bundestagswahl, war eine entsprechende Aktion jedenfalls schon im Ansatz zusammengebrochen. Wer einmal (so dreist) lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht.
* Merz arbeitet daran, aufzuholen, allein schon mit mehr als 50% mehr Staatsschulden in nur 4 Jahren


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 Versusdeum 11. Mai 2026 
 

Ach, lieber @chorbisch,

Sorry, natürlich wäre es nicht das Ende der Demokratie, wenn die mit Abstand umfragenstärkste Partei und faktisch einzige Oppositionspartei eines Landes verboten werden würde und die gänzlich unerwartet mit einer absoluten Mehrheit versehenen Parteien SPD, "Grüne" und SED dann eine sozialistische Einheiz/tspartei bilden könnten. Das sind selbstverständlich alles ganz normale Vorgänge in der "unsere Demokratie", die "lupenreine Demokraten" natürlich zu unser aller besten verteidigen müssen, damit die AfD nicht Wirtschaft, Energieversorgung, Ehe und Familie, Schulbildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Wirtschaft, Industrie, Schuldenbremse, innere und äußere Sicherheit und vieles mehr gefährden kann (manches kann man nur noch mit Sarkasmus ertragen).
Es bleiben v.a. folgende Optionen:
- Es wird wieder vernünftige Politik gemacht (Altparteien, Union+AfD oder später die AfD mit eigener Mehrheit)
- Man verbietet die AfD, quasi ein Putsch der Looser, und das Land schmiert endgültig ab


0
 
 modernchrist 6. Mai 2026 
 

Diese Antragssteller sind genau die,

die auf den Bürgersteigen neben den Märschen fürs Leben herlaufend bis zum Umfallen brüllen: "Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat" - "Patriarchat abtreiben" auf den Schildern führen! Und "Christen sind Scheiße, ihr seid die Beweise" - "Fundis zum Teufel jagen" - "Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben". Aus diesen Leuten springt der Hass auf Kinder, auf Familie, auf Mutterschaft, auf Vaterschaft, auf Ehe, auf verantwortungsvolle, langfristige Liebe und Bindung geradezu wie ein Dämon heraus. Solche gibt es in allen Großstädten! Die Ablehnung eines "Patriarchats" ist immer mit Ablehnung von Vatersein und Väterlichkeit, mit Zurückweisung von väterlicher Autorität gekoppelt. Wollen wir das auch?


2
 
 nazareth 6. Mai 2026 
 

Vielleicht ist das gut. Denn das bringt die Sehnsucht des Menschen nach Liebe, Treue und Hingabe als Erfüllung ans Licht. Denn die Umfragen sind eindeutig. Junge Menschen votieren für das wichtigste im Leben über 70 Prozent Familie/ Partnerschaft. Dass der Generationenvertrag, das gesellschaftliche System und der Zusammenhalt, einfach alles zusammenkracht wird nur klar, wo ich den Kitt der Basis löse


2
 
 chorbisch 6. Mai 2026 
 

@ Versusdeum

Sollte es zu einem Verbot der AfD kommen und dieses vom Verfassungsgerichtshof bestätigt werden, was ich beides im Moment nicht glaube, würde eine Oppositionspartei verboten, aber nicht der "Souverän". Die AfD hat bundesweit um die 27 %, das ist keine Mehrheit.

Aber es ist genau diese bei sehr vielen AfD-Anhängern zu beobachtende Maßlosigkeit und Verzerrung bei der Betrachtung der Wirklichkeit, die diese Partei für mich im Moment unwählbar macht. Ebenso die dort weit verbreitete Unfähigkeit, mit Kritik sachlich umzugehen. Stattdessen wird beleidigt und mit Empörung reagiert. Alles kein Zeichen politischer Reife.
Und Beschlüsse der Berliner (!) Jusos sollte man ignorieren, sie sind jenseits der dortigen "Szene" ohne Belang.


0
 
 apostolisch 6. Mai 2026 
 

Die staatliche Ehe, die SPD: am Ende nur ein geschichtlicher Wimpernschlag?

Ist es ein Zufall, dass die (feindliche) Übernahme des Instituts der Ehe durch den Staat im Kulturkampf (1876) mit der Gründung der Sozialdemokratie (1863) zeitlich ebenso zusammenfällt, wie derer beiden absehbares Ende (Ehe für alle 2017, SPD 202?) Wie gut sind wir als Nachfolger Jesu beraten, dass wir auch einmal etwas auszuhalten, bereit sind, wohlwissend, das menschliches Machwerk nicht von Dauer ist.


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 Wilolf 6. Mai 2026 
 

@dalet: Grundgesetz

Die Ehe ist in D verfassungsrechtlich (immer noch) die staatlich beurkundete Verbindung eines Mannes und einer Frau zur auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft.
Zivilrechtlich sieht das aber schon anders aus. Siehe Link.
Wie das aktuell in A und CH ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Aber die Sprache der Jusos finde ich lustig. Kann das irgendjemand ernst nehmen?

wissen.jurafuchs.de/definitionen/jqmq9jd/ehe-art-6-abs-1-gg


0
 
 Versusdeum 6. Mai 2026 
 

Wahlumfragen

@tieviekath Empfehle dawum.de (brisant die Zahlen von Forsa auf der Titelseite!) oder wahlumfragen.de und dabei jeweils besonders die Umfragen zu den nächsten Landtagswahlen (Sachsen-Anhalt: SPD derzeit 6%, "Grüne" 4%) und die Tortengraphiken zu möglichen Koalitionen. Der radikale Linkskurs seit 2015 wird jedenfalls mehr und mehr abgewählt. Ob das noch rechtzeitig für unser abstürzendes Land kommt oder ob man sogar ganz offen Opposition und Souverän mit einem Parteiverbot ausschaltem wird, wird sich weisen.

www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/sachsen-anhalt.htm


0
 
 Versusdeum 6. Mai 2026 
 

@dalet

Man hat nichts geändert, einfach nur mal wieder den Begriff neu definiert. Wie z.B. bei "Geschlecht" (sexuelle Präferenz), "rechts" (von weit links), "Nazi" (Nationalist, Patriot, Andersdenkende generell), "Flüchtling" u.ä. (Asylbewerber außerhalb der Kriminalstatistik) "Zuwanderer" (Asylbewerber in der Kriminalstatistik) usw.


0
 
 Fink 6. Mai 2026 
 

Schon Karl Marx hat in seinem Buch "Das kommunistische Manifest" von 1848 (!)

(gibt es preiswert als Taschenbuch!) die Abschaffung von Ehe und Familie gefordert ! Die Herrschaft der Männer (Patriarchat) in der Ehe sei die Grundlage der bürgerlichen Gesellschaft. Um den neuen für den Kommunismus reifen Menschen zu schaffen, müsse die bürgerliche Gesellschaft ("Bourgeoisie") zerstört werden. Kurz: Die Schwächung/ Zerstörung von Ehe und Familie ist ein alter Plan der Linken.


2
 
 girsberg74 6. Mai 2026 
 

Eine Sau durchs Dorf getrieben,

um wahrgenommen zu werden ?


2
 
 Mensch#17 6. Mai 2026 
 

Dumm, dümmer, ...

Am besten setzt man gegen solche Merkwürdigkeiten, die Forderung, daß die Organisation, die so etwas fordert, abgeschafft wird. Also:

Ich fordere die Abschaffung der JUSOS !!!

Diskutieren dürfte zwecklos sein! Wie wäre es mit einer Brandmauer?


3
 
 dalet 6. Mai 2026 

Grundgesetz

Interessant wäre in diesem Zusammenhang, wie das Wort "Ehe" aus Art. 6 GG definiert ist.

Ist Ehe die klassische Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau? Oder ist Ehe alles, was das Standesamt als Ehe einträgt.

Anders gefragt: Versteht das Grundgesetz unter Ehe, was die Väter und Mütter des Grundgesetzes - und das Volk bei der Abstimmung darunter verstanden haben.
Oder wurde das Grundgesetz geändert, indem man per einfachem Gesetz einfach eine Neudefinition eines Begriffs vorgenommen hat?


2
 
 dalet 6. Mai 2026 

Kamelle

Die Forderung nach der Abschaffung der Ehe ist nichts Neues aus dem linken Lager. Sie wurde auch früher schon erhoben, aber man konnte nichts erreichen.

Nun hat man die Ehe von innen her kaputt gemacht: Erst Lebenspartnerschaften als Konkurrenz, dann Homo-"Ehe", nun soll das Ehegattensplitting abgeschafft werden und in einigen Jahren sprechen wir über die Institutionalisierung polyamouröser Verbindungen. Letzteres ist in dem Antrag ja bereits angelegt.

Alles driftet nach links - aber rechts ist böse.


4
 
 tieviekath 6. Mai 2026 
 

Ehrliche Jusos

Das lässt sich nicht mehr kommentieren. Ich bin mal gespannt darauf, bei welcher der nächsten Wahlen die SPD unter die 5%-Hürde kommt.


6
 

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