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Studie: Katholizismus in Lateinamerika stark rückläufig30. Jänner 2026 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Weiter größte Glaubensgemeinschaft, doch Anteil verschob sich binnen eines Jahrzehnts stark in Richtung Protestantismus oder Konfessionslosigkeit - Glaube an Gott aber stabil
Washington (kath.net/KAP) Der Anteil der Katholiken in Lateinamerika ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, auch wenn der Glaube an Gott in der Region nach wie vor weit verbreitet bleibt. Das geht aus einer am 21. Jänner veröffentlichten Studie des US-Forschungsinstituts Pew Research Center hervor. Grundlage sind Befragungen aus dem Frühjahr 2024 unter mehr als 6.200 Erwachsenen in Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru.
Trotz des Rückgangs bleibt der Katholizismus die größte Religionsgemeinschaft in Lateinamerika. In den sechs untersuchten Ländern bezeichnen sich zwischen 46 und 67 Prozent der Bevölkerung als katholisch. Nach Angaben von Pew ist der katholische Bevölkerungsanteil jedoch in allen Ländern innerhalb eines Jahrzehnts um mindestens neun Prozentpunkte gesunken. Besonders stark fiel der Rückgang in Kolumbien aus, wo der Anteil von 79 Prozent in den Jahren 2013/14 auf 60 Prozent im Jahr 2024 zurückging. Auch in Chile, Brasilien und Mexiko verzeichnete Pew zweistellige Verluste. 
Parallel dazu ist der Anteil religiös nicht gebundener Menschen deutlich gestiegen. Diese Gruppe, die Atheisten, Agnostiker und Personen ohne religiöse Zugehörigkeit umfasst, macht inzwischen je nach Land zwischen 12 und 33 Prozent der Bevölkerung aus. Pew führt diese Entwicklung vor allem auf religiöse Abwanderung zurück: In allen sechs Ländern haben rund zwei von zehn Erwachsenen der katholischen Kirche den Rücken gekehrt. Ein Teil wechselte zu protestantischen Kirchen, ein größerer Teil bezeichnet sich heute als konfessionslos.
Der Protestantismus blieb laut Studie insgesamt relativ stabil. Brasilien weist mit 29 Prozent den höchsten protestantischen Bevölkerungsanteil auf, gefolgt von Chile, Peru, Argentinien und Kolumbien. Pfingstkirchliche Strömungen sind weiterhin stark vertreten, ihr Anteil innerhalb des Protestantismus ging jedoch zugunsten anderer protestantischer Richtungen leicht zurück. In mehreren Ländern, darunter Argentinien, Chile, Kolumbien und Mexiko, gibt es mittlerweile mehr konfessionslose Menschen als Protestanten.
Ungeachtet dieser Verschiebungen bleibt die Religiosität in Lateinamerika hoch. Rund neun von zehn Befragten gaben an, an Gott zu glauben; auch unter religiös Ungebundenen bekannte sich eine Mehrheit dazu. In Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Peru erklärten jeweils mindestens die Hälfte der Befragten, dass Religion für ihr Leben "sehr wichtig" sei. Beten ist in der Region weiterhin verbreitet: In Brasilien, Kolumbien und Peru beten Mehrheiten der Erwachsenen täglich.
Auch der Gottesdienstbesuch ist in Lateinamerika im Vergleich zu Europa hoch, variiert jedoch deutlich nach Ländern, Konfessionen und Geschlecht. Während in Brasilien, Kolumbien und Mexiko rund vier von zehn Erwachsenen mindestens einmal pro Woche eine religiöse Feier besuchen, ist es in Argentinien jeder Fünfte, in Chile nur jeder Achte. Protestanten nehmen wesentlich häufiger regelmäßig an Gottesdiensten teil als Katholiken, zudem besuchen in fast allen untersuchten Ländern Frauen häufiger als Männer Gottesdienste, etwa in Mexiko mit 44 Prozent gegenüber 29 Prozent.
Katholiken wiederum tragen häufiger religiöse Symbole, sind dabei aber auch offener für naturreligiöse Vorstellungen wie den Glauben an Kräfte in der Natur oder den Einfluss von Ahnengeistern. Jüngere Erwachsene identifizieren sich deutlich seltener als katholisch als ältere Generationen, während es bei Protestanten kaum Altersunterschiede gibt.
(Link zur Studie: https://www.pewresearch.org/global/2026/01/21/catholicism-has-declined-in-latin-america-over-the-past-decade/)
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Lesermeinungen| | Ulrich Motte 1. Februar 2026 | | | | Kleingläubiger: Show und Entertainment Das gibt es bei Freikirchen, aber keinesfalls bei den (DEN) Freikirchen. Es ist typisch etwa für viele Pfingstgemeinden. Viele Freikirchen weigern sich aus vielen Gründen mit den zusammenzuarbeiten, während beide Großkirchen Pfingstler in ihren eigenen Kirchen dulden, siehe etwa Herrn Dr. Hartl (Augsburg). Aber waren Sie schon einmal in einer typischen Gemeinde in der Konferenz für Gemeindegründung, einer typisch für die, die Sie unter Brüederbewegung. de finden oder einer Freien Baptistengemeinde. Da und in vielen anderen solchen Gemeinden, die sich selbst oft als nüchterne bezeichen, finden sie rein gar nichts von show und Unterhaltung, sondern tief ehrfürchtiges Ringen um das Wort Gottes als ganz dominierenden Kern des Gottesdienstes. Übrigens: "Freikirche" ist keine inhaltliche, sondern eine geschichtliche und rechtliche Kategorie. Freikirchen gibt es von ganz unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung, manche inhaltlich ähnlich den Großkirchen -und manche arg schrumpfend. |  0
| | | | | Rolando 30. Jänner 2026 | | | | Rolando Das Problem liegt in der Wortwahl. Gottesdienst oder Hl. Meßopfer.
Wenn Katholiken ihre Schätze mit nicht voll zutreffenden Worten bezeichen und die Worte anderer Gemeinschaften benutzen, dann geht die Verwässerung an. Nur die Katholiken, (auch Orthodoxe, und alle die ein auf apostolischer Sukkzession beruhendes Priestertum haben), setzen das notwendige Erlösungsgeschehen Jesu gegenwärtig. Bei allen anderen tut sich auf dem Altar nichts. Wir sollten Hl.Meßopfer, nicht Gottesdienst sagen. Ein Gottesdienst ist auch Hilfe von Alten, Kranken, usw. , nicht aber ein Hl. Meßopfer. |  0
| | | | | Vox coelestis 30. Jänner 2026 | | | | Werft doch eure Schätze nicht weg Viele begreifen leider nicht, was für Schätze ihnen in der katholischen Kirche geschenkt sind:
Hl. Messe + Liturgie, Priestertum, euch. Anbetung, jederzeit Audienz bei Jesus, Beichte, Marien- und Heiligenverehrung ect. Alles Fehlanzeige im Protestantismus und bei den Freikirchlern. Und doch zieht es viele gerade dorthin. Auch bei uns. Traurig! |  0
| | | | | kleingläubiger 30. Jänner 2026 | | | |
Das war der „Franziskus-Effekt“. Scherz beiseite. Ich finde es sehr schade, dass auch in sehr katholischen Ländern der Trend zu Show und Entertainment der Freikirchen geht. |  0
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