Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  14. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

Studie: Katholizismus in Lateinamerika stark rückläufig

30. Jänner 2026 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weiter größte Glaubensgemeinschaft, doch Anteil verschob sich binnen eines Jahrzehnts stark in Richtung Protestantismus oder Konfessionslosigkeit - Glaube an Gott aber stabil


Washington (kath.net/KAP) Der Anteil der Katholiken in Lateinamerika ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, auch wenn der Glaube an Gott in der Region nach wie vor weit verbreitet bleibt. Das geht aus einer am 21. Jänner veröffentlichten Studie des US-Forschungsinstituts Pew Research Center hervor. Grundlage sind Befragungen aus dem Frühjahr 2024 unter mehr als 6.200 Erwachsenen in Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru.

Trotz des Rückgangs bleibt der Katholizismus die größte Religionsgemeinschaft in Lateinamerika. In den sechs untersuchten Ländern bezeichnen sich zwischen 46 und 67 Prozent der Bevölkerung als katholisch. Nach Angaben von Pew ist der katholische Bevölkerungsanteil jedoch in allen Ländern innerhalb eines Jahrzehnts um mindestens neun Prozentpunkte gesunken. Besonders stark fiel der Rückgang in Kolumbien aus, wo der Anteil von 79 Prozent in den Jahren 2013/14 auf 60 Prozent im Jahr 2024 zurückging. Auch in Chile, Brasilien und Mexiko verzeichnete Pew zweistellige Verluste.


Parallel dazu ist der Anteil religiös nicht gebundener Menschen deutlich gestiegen. Diese Gruppe, die Atheisten, Agnostiker und Personen ohne religiöse Zugehörigkeit umfasst, macht inzwischen je nach Land zwischen 12 und 33 Prozent der Bevölkerung aus. Pew führt diese Entwicklung vor allem auf religiöse Abwanderung zurück: In allen sechs Ländern haben rund zwei von zehn Erwachsenen der katholischen Kirche den Rücken gekehrt. Ein Teil wechselte zu protestantischen Kirchen, ein größerer Teil bezeichnet sich heute als konfessionslos.

Der Protestantismus blieb laut Studie insgesamt relativ stabil. Brasilien weist mit 29 Prozent den höchsten protestantischen Bevölkerungsanteil auf, gefolgt von Chile, Peru, Argentinien und Kolumbien. Pfingstkirchliche Strömungen sind weiterhin stark vertreten, ihr Anteil innerhalb des Protestantismus ging jedoch zugunsten anderer protestantischer Richtungen leicht zurück. In mehreren Ländern, darunter Argentinien, Chile, Kolumbien und Mexiko, gibt es mittlerweile mehr konfessionslose Menschen als Protestanten.

Ungeachtet dieser Verschiebungen bleibt die Religiosität in Lateinamerika hoch. Rund neun von zehn Befragten gaben an, an Gott zu glauben; auch unter religiös Ungebundenen bekannte sich eine Mehrheit dazu. In Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Peru erklärten jeweils mindestens die Hälfte der Befragten, dass Religion für ihr Leben "sehr wichtig" sei. Beten ist in der Region weiterhin verbreitet: In Brasilien, Kolumbien und Peru beten Mehrheiten der Erwachsenen täglich.

Auch der Gottesdienstbesuch ist in Lateinamerika im Vergleich zu Europa hoch, variiert jedoch deutlich nach Ländern, Konfessionen und Geschlecht. Während in Brasilien, Kolumbien und Mexiko rund vier von zehn Erwachsenen mindestens einmal pro Woche eine religiöse Feier besuchen, ist es in Argentinien jeder Fünfte, in Chile nur jeder Achte. Protestanten nehmen wesentlich häufiger regelmäßig an Gottesdiensten teil als Katholiken, zudem besuchen in fast allen untersuchten Ländern Frauen häufiger als Männer Gottesdienste, etwa in Mexiko mit 44 Prozent gegenüber 29 Prozent.

Katholiken wiederum tragen häufiger religiöse Symbole, sind dabei aber auch offener für naturreligiöse Vorstellungen wie den Glauben an Kräfte in der Natur oder den Einfluss von Ahnengeistern. Jüngere Erwachsene identifizieren sich deutlich seltener als katholisch als ältere Generationen, während es bei Protestanten kaum Altersunterschiede gibt.
(Link zur Studie: https://www.pewresearch.org/global/2026/01/21/catholicism-has-declined-in-latin-america-over-the-past-decade/)

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Die fünfsaitige Lyra der Pentarchie neu zum Klingen bringen“
  4. „Bin ich Konvertitin oder von Kindesbeinen an katholisch?“
  5. Auf Christus schauen!
  6. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  7. Tschechien: Kirchenkommission warnt vor prorussischer Desinformation
  8. Die Geburt des neuen Antisemitismus aus dem verurteilten alten Antisemitismus
  9. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  10. Papst Leo XIV. berät mit seinen Behördenleitern
  11. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  12. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen
  13. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  14. Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands
  15. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz