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Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werdenvor 6 Stunden in Weltkirche, 9 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Der Bericht präsentiere Zeugnisse von Homosexuellen ohne Einordnung in das Lehramt. Wahre Pastoral suche keine Kompromisse mit der moralischen Wahrheit, sondern führe die Menschen zu Christus und zur Übereinstimmung mit den Normen.
Rom/Utrecht (kath.net/jg)
Der Bericht der Arbeitsgruppe 9 der Synode zur Synodalität stellt nach Ansicht des niederländischen Kardinals Willem Jacobus Eijk eine schwerwiegende Abweichung von der beständigen moralischen Lehre der Katholischen Kirche dar. In einem Kommentar für den National Catholic Register kritisiert der Erzbischof von Utrecht den Bericht scharf und fordert dessen entschiedene Zurückweisung.
Der Bericht präsentiert persönliche Zeugnisse von Personen mit homosexueller Neigung, ohne diese in den Rahmen der kirchlichen Morallehre einzuordnen. Ein Zeuge behauptet, die Sünde liege nicht in der gleichgeschlechtlichen Beziehung selbst, sondern in einem Mangel an Glauben an einen Gott, der unsere Erfüllung wolle. Die Autoren des Berichts geben diese Aussage ohne Korrektur oder Erläuterung wieder.
Kardinal Eijk widerspricht klar: Homosexuelle Handlungen seien nach der beständigen Lehre der Kirche intrinsisch schlecht. Zwar fehle es einem gläubigen Christen, der solche Handlungen setzt, an Vertrauen in Gottes Gnade, die zur Vermeidung der Sünde befähigt – doch dies ändere nichts daran, dass die Sünde in der Handlung selbst liege und nicht primär im Glaubensmangel. 
Ein zweites Zeugnis kritisiert das katholische Apostolat Courage International, das Menschen mit gleichgeschlechtlicher Neigung zu einem Leben in Keuschheit nach der kirchlichen Lehre begleitet. Der Bericht stelle Courage negativ dar und behaupte fälschlich, es betreibe „Konversionstherapie“. Stattdessen werde eine Integration in Gemeinden nahegelegt, die Personen aus der „LGBT-Community“ willkommen heißen – mit der impliziten Billigung gleichgeschlechtlicher Beziehungen.
Durch die unkommentierte Aufwertung solcher Zeugnisse normalisiere der Bericht homosexuelle Beziehungen im kirchlichen Kontext und schwäche die Verkündigung der katholischen Morallehre, kritisiert Kardial Eijk.
Methodischer Bruch mit der Tradition
Das grundlegendere Problem liege jedoch im gesamten methodischen Ansatz der Studiengruppe. Die Autoren stellen den „synodalen Prozess“ in den Vordergrund, der sich auf Erfahrungen und Praktiken der Menschen konzentriere. Sie lehnen es ab, „abstrakt Prinzipien zu verkünden und deduktiv anzuwenden“, die als „unveränderlich und starr“ gelten. Stattdessen plädieren sie für eine „fruchtbare Spannung“ zwischen Lehre, Pastoral und Lebenswirklichkeit.
Kardinal Eijk sieht darin eine radikale Abkehr von der katholischen Moraltheologie. Die Autoren berufen sich auf das Jesus-Wort, der Sabbat sei für den Menschen gemacht und nicht umgekehrt, um zu suggerieren, moralische Normen seien nicht absolut. Dies sei eine Fehlinterpretation: Während positive liturgische Gesetze des Alten Bundes ihre Geltung verlieren konnten, handele es sich bei den Normen zur Ehe und Sexualität um natürliches Sittengesetz. Diese seien universell gültig, da sie in der Schöpfungsordnung Gottes verwurzelt sind – Mann und Frau, Totalhingabe und Offenheit für Leben.
Der Bericht erzeuge bewusst Mehrdeutigkeiten, indem er behaupte, die universale Wahrheit des Menschlichen könne nicht ein für alle Mal festgelegt werden, sondern entstehe im Dialog der Kulturen und Erfahrungen. Dies widerspreche der Lehre, dass die Grundwahrheiten über Ehe und Sexualität durch das natürliche Sittengesetz und die Heilige Schrift erkennbar seien (vgl. Röm 2,14-15).
„Pastoralität“ statt Anwendung der Lehre
Zentral sei das Prinzip der „Pastoralität“, welches statt der Lösung des Problems ein „Bleiben beim Problem“ bevorzuge. Statt Normen auf konkrete Fälle anzuwenden, solle man auf allgemeine Lösungen verzichten und lediglich „Prozesse des Zuhörens“ initiieren. Damit werde bewusst vom das klassischen Modell, wonach die Praxis aus der Lehre abgeleitet wird, abgewichen.
Kardinal Eijk erinnert an die klare Zurückweisung solcher Ansätze durch Papst Johannes Paul II. in der Enzyklika Veritatis Splendor. Wahre Pastoral suche keine Kompromisse mit der moralischen Wahrheit, sondern führe die Menschen zu Christus und zur Übereinstimmung mit den Normen. Es gebe keine echte pastorale Liebe darin, die Wahrheit zu verschleiern oder Ausnahmen von universellen Geboten zuzulassen.
Der Bericht relativiere die Morallehre der Kirche nicht nur in Fragen der Sexualität, sondern berge Gefahren für den gesamten Bereich des Lebensschutzes. Kardinal Eijk schließt mit der Feststellung, dass die Lehre der Kirche nicht dunkel und auch nicht durch synodale Prozesse revisionsbedürftig sei. Sie sei vielmehr die Wahrheit, die frei macht.
© Foto Kardinal Eijk: Erzbistum Utrecht
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Lesermeinungen| | SalvatoreMio vor 3 Stunden | | | | Kardinal Eijk sieht hier eine radikale Abkehr von der katholischen Moraltheologie Ein herzlicher Dank an Kardinal Eijk! Es wird aber deutlicher, dass "man" dieses Problem allgemein nicht wahrhaben will, auch von vielen nicht, die uns im Glauben leiten müssten. Es sei auch " kein Problem", denn Gott habe uns unterschiedlich erschaffen; Jesus liebe jeden Menschen gleichermaßen, und Gleichbehandlung und Toleranz gebühre jedem. So wird der 17. Mai immer bedeutsamer, dieser Internationale Aktionstag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie. In Stuttgart z. B. hat die Polizei ein Bild veröffentlicht: Polizistin - Gayfahne - Polizist und ein "bekennendes Wort" dazu.- Jetzt begehen bereits 23 italienische Diözesen Mahnwachen und Gebetsstunden in Kirchen und Gemeindehäusern, u. a. gegen diesen Hass. In manchen Gemeinden stehen die Aktionen unter dem Thema "Ich habe Dich beim Namen gerufen: Mein bist Du." Das zeigt an: "Was wollt Ihr "Hinterwäldler" eigentlich: Gott ist ganz auf der Seite derjenigen, die ihr Sexualleben anders gestalten. |  0
| | | | | anjali vor 3 Stunden | | | | Biblisch Heute ist "Sodom und Gomorrah ". |  0
| | | | | HerrHilfDeinerKirche vor 3 Stunden | | | | @Versusdeum : die Lehre der Kirche ändert sich nicht …. aber die « Lehrenden «. Hier in den katholischen Gemeinden gibt es kaum noch einen Pfarrer, der am Sonntag aus voller Überzeugung eine Predigt hält, die auf « Ge- und Verbote « Bezug nimm!
Es traut sich kaum noch ein treugläubiger Pfarrer am Sonntag über Sünde, Moral und Schuld zu predigen- aus Angst dass ihm auch noch die letzten Schafe entfolgen. Dann lieber eine Predigt ä la « Geschichten aus dem Wienerwald » wo die Gemeinde schmunzeln kann und beschwingt nach Hause geht und sich nicht über die « unverschämten « Aussagen des Pfarrers ärgern muss, der die treuen Kirchgänger und wohltätigen Spender als Sünder tituliert! Und da Geld wichtig ist …. |  1
| | | | | Versusdeum vor 5 Stunden | | | | Sehr treffend pariert. Aber wann kassiert Rom das ein? Solange es so stehenbleibt, werden sich v.a. viele in Deutschland darauf berufen oder sich von dieser "Privatmeinung" einer Arbeitsgruppe falsche Sicherheiten suggerieren lassen. Dabei hat sich die Lehre der Kirche keinen Millimeter geändert und die Gottes sowieso nicht. Und die buchstäblich ewigen Folgen konsequenten Verharrens in der (zumal sicherlich oft schweren) Sünde sind ja bekannt. Und was die betrifft, die die Herde spalten, in die Irre führen oder zerstreuen, so Gnade ihnen Gott! |  2
| | | | | HerrHilfDeinerKirche vor 6 Stunden | | | | @ Wilolf Es ist nicht bekannt wieviel Menschen angesprochen wurden und wieviel geantwortet haben Alter der antwortenden : sowohl Jugendliche als auch junge Familien und ältere Herrschaften wurden laut Artikel angesprochen. Die namentlich veröffentlichten Antworten waren 16; 37; 58; 72 und 85 Jahre. Es wurde im Hauptort mit +\- 6000 Einwohnern gefragt. Konfession: katholisch da man die Menschen befragt hatte, die anlässlich der Verabschiedung des langjährigen Pastoralreferenten in der Messe waren. Durch die Abordnungen der katholischen Vereine waren sowohl ältere Menschen als auch jüngere Menschen anwesend. Es ist sicherlich nicht repräsentativ. Aber auch bei anderen Themen ist man hier in der « Haupt-Stadt « eher progressiv während in den umliegenden Dörfern eine konservative Haltung zu Sehen ist. So gibt es bei uns zu Beisetzungen fast nur noch Lichterandacht statt Rosenkranz während in allen Gemeindeteilen fast ausschließlich der Rosenkranz Gebetet wird. |  0
| | | | | Wilolf vor 8 Stunden | | | | @HerrHilfDeinerKirche: Die eindeutige Straßenumfrage finde ich interessant. Wie viele wurden denn da befragt? Und wer: Katholiken, Christen oder ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung? |  1
| | | | | HerrHilfDeinerKirche vor 8 Stunden | | | | @ modernchrist : ja es schaudert mich allein beim Gedanken schon .. Aber unabhängig von meinem Empfinden: was im Schlafzimmer passiert ist und bleibt Privatsache und geht niemand etwas an. Hier im Neuen Mehrfamilienhaus wohnen zwei junge Männer zusammen. Man tuschelt und verurteilt ohne Hintergrundwissen. Was bringt mir die Info, ob das nun eine Wohn- oder Liebesgemeinschaft ist? Ja, für uns Katholiken wäre eine Liebesbeziehung eine Sünde; aber wir persönlich sind ja nicht betroffen. Ich weiß nicht mal ob diese Männer Christen sind! |  0
| | | | | modernchrist vor 9 Stunden | | | | Die Lehre der Kirche zu gleichgeschlechtlichen Handlungen wird an der schwulen Sexualität am besten ersichtlich: Sie ist objektiv "ungeordnet", denn sie hat in ihren Vollzügen keinen "Sinn", ist nicht eingeordnet! Alle Dinge und Funktionen haben einen biologischen Sinn, sind eingebettet in eine Schöpfungsordnung, die durch die Evolution sowie durch Gott und die Offenbarung begründet ist. Aber: Was hat das Ejakulat im Darm oder Mund für einen Sinn? Die Lehre der Kirche ist stimmig, deviative Sexualität jedoch nicht. Sie ist eine Sackgasse: Der Mann bleibt tatsächlich in seinem eigenen Geschlecht stecken. |  3
| | | | | HerrHilfDeinerKirche vor 10 Stunden | | | | Theorie und Praxis Unser Pfarrer war bislang im Umkreis der Letzte, der keine Homosegnungen « anbot «. Aber jetzt hat es auch ihn « erwischt « Interview mit der Lokalpresse : Tenor «man kann diese Menschen nicht dauerhaft vor der Kirchentür stehen lassen ». Genaue Vorstellungen gibt’s wohl (noch) nicht, aber im Sommer soll das Angebot stehen. Damit schließt sich der Kreis und Alle Gemeinden sind drin. Gesegnet wird zwar bislang nur in einer einzigen Kirche, aber die Pfarrer unterstützen ihren Amtsbruder stets. Ich dachte bislang, was der Papst sagt, ist absolut zu befolgen. Scheinbar erwartet man aus Rom keine schwerwiegenden Konsequenzen! Straßenumfrage zum Thema war eindeutig: ob Alt oder Jung: « endlich auch hier «….. |  2
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