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Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen19. Mai 2026 in Jugend, 7 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Junge New Yorker machen die klassische Sonntagsmesse zu einem neuen „Hot Spot“, einem angesagten Treffpunkt für Glaube, Freundschaft und Romantik - Sonntagsmesse ist dann brechend voll mit jungen Leuten
New York (kath.net/gro/pl) Die Sonntagabendmesse glich einem ausverkauften Event. Jeder Zentimeter der Bänke war besetzt, überwiegend von jungen Erwachsenen. Spätankömmlinge drängten sich auf Klappstühlen, standen Schulter an Schulter im Foyer, hockten auf Treppenstufen des Balkons oder lehnten an Wänden. Die Messe dauerte etwa 90 Minuten. Denn die Initiative „Pizza to Pews“ [Übersetzung ungefähr: Von der Pizza zur Kirchenbank] hatte eingeladen. Bei der ersten Einladung waren über 100 junge Erwachsene gekommen, bei der dritten bereits über 200, teilweise nahmen sie eine längere Anreise auf sich. Treffpunkt war eine nahegelegene Pizzeria, wo man sich zunächst zum Essen und um Reden traf. Dann zog die große Gruppe gemeinschaftlich in die Kirche. Das berichtet das „Wall Street Journal“. Organisiert wird „Pizza to Pews“ von zwei Zwanzigjährigen, Anthony Gross und Kate DePetro. Gross erklärt: „Niemand möchte alleine zur Messe gehen“, und die Treffen seien schöner „als in eine Bar zu gehen und 400 Dollar auszugeben“. Auch nach der Messe verweilen die Jugendliche – oft gut gekleidet – noch stundenlang auf den Kirchentreppen, um miteinander zu reden, Verabredungen zu treffen und Kontaktdaten auszutauschen. 
Eine weitere Initiative ist die „Holy Girl Walk“ von Isabella Orlando (23), einer Ernährungsberaterin, schildert das „Wall Street Journal“ (WSJ) weiter. Es handelt sich um eine katholische Variante des viralen „Hot Girl Walk“-Trends: Junge Frauen beten den Rosenkranz im Central Park. Die erste Veranstaltung zog etwa 50 Frauen an, die zweite hatte nach einem Video, das viral ging, über 150 Anmeldungen. Vorbeigehende hörten das Gebet und schlossen sich spontan an.
Es gibt weitere Hinweise auf den Boom: Die Konvertitenkurse (RCIA) in St. Joseph’s sind auf das Drei- bis Vierfache angewachsen. Viele Neueinsteiger haben „noch nie eine Bibel aufgeschlagen und wissen absolut nichts“, so Pfarrer Boniface Endorf. Die nach der Messe stattfindenden Diskussionsgruppen für junge Erwachsene wuchsen von etwa 25 auf bis zu 200 Teilnehmer. Ähnliche Entwicklungen gibt es auch in anderen Manhattan-Kirchen wie St. Patrick’s Cathedral.
Der WSJ-Beitrag erklärt diesen Trend mit dem Wunsch nach Gemeinschaft, Glauben und sogar Dates. Gen Z sucht in einer Zeit von Einsamkeit, Unsicherheit und sozialen Medien nach echten Verbindungen. Laut Barna Group besuchen Gen Zler Kirchen statistisch messbar häufiger als Millennials, Gen X und Babyboomer.
Die zuständigen Geistlichen (wie Pfr. Boniface Endorf) betonen im Artikel, dass junge Menschen zunehmend spüren, dass ein Leben, das sich rein auf Karriere, Konsum und Materialismus beschränkt, spirituell hohl bleibt. Zudem neigt die Gen Z – im Gegensatz zu früheren Generationen – nicht zum „Rosinenpicken“; sondern diese jungen Menschen suchen die radikale, orthodoxe Tradition der Kirche in ihrer Gesamtheit und lassen sich ganz darauf ein.
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Lesermeinungen| | Wynfried 20. Mai 2026 | |  | Die klassische Sonntagsmesse als neuer „Hot Spot“ Das hört sich gut an, sogar sehr gut. Wenn man von der pastoralliturgischen Situation in Deutschland ausgeht, frage ich mich nur, was man nun konkret unter einer „klassischen“ Sonntagsmesse versteht und was die jungen Leute dort erwartet. Wichtig ist natürlich auch die liturgische Formensprache, die Ehrfurcht und das Mysterium, das „Tremendum et Fascinosum“. In einer normalen Durchschnittspfarrei in Deutschland ist das so leider kaum mehr erfahrbar. |  0
| | | | | antony 20. Mai 2026 | |  | @ Walahfrid Strabo: Passiert hierzulande auch. Bei uns (Diaspora, 7% nominell katholisch) ist in der Werktagsabendmesse ungefähr 1/3 der Besucher unter 25. Seit ca. 3 Jahren werden es immer mehr. Derzeit in der Regel so 10-15 junge Leute, manchmal auch mehr. Einige aus katholischen Familien, einige neu getauft.
Und, wie Sie schreiben: Die suchen die radikale, orthodoxe Tradition der Kirche.
Eine große Freude für uns! |  0
| | | | | Walahfrid Strabo 19. Mai 2026 | |  |
"Zudem neigt die Gen Z – im Gegensatz zu früheren Generationen – nicht zum „Rosinenpicken“; sondern diese jungen Menschen suchen die radikale, orthodoxe Tradition der Kirche in ihrer Gesamtheit und lassen sich ganz darauf ein."
Das erklärt, warum das hierzulande kaum geschieht. Zu viele "besonders gestaltete Gottesdienste".... |  0
| | | | | Schillerlocke 19. Mai 2026 | | | | Hier zeigt sich, dass der Heilige Geist junge Leute auf gute Ideen bringt. Es sollten in allen Gemeinden unkonventionelle Initiativen ermöglicht werden, die im Einklang mit dem katholischen Glauben stehen. New York wirkt in diesem Sinne inspirierend. Mir ist um unsere Katholische Kirche gar nicht bange. Ich spüre das jeden Sonntag in der heiligen Messe. Ich habe hier wirklich liebe Freunde über alle sonstigen Unterschiede hinweg gefunden, weil wir alle in Anbetung auf unseren lieben Herrn Jesus Christus schauen. |  2
| | | | | HerrHilfDeinerKirche 19. Mai 2026 | | | | Dann hoffe ich mal, dass das auch zu uns in die Gemeinde schwappt ! Denn wir haben so gut wie keine jungen Leute in Unseren Kirchen. Kinder nur in Familienmessen 1x im Monat oder zur Erstkommunion. |  1
| | | | | antony 19. Mai 2026 | |  | Wundervolle Nachrichten! In Deutschland passiert auch was, noch ein zartes Pflänzchen, aber es wächst.
Und man liest, dass selbst auf dem Katholikentag die Nachfrage nach geistlichen Angeboten deutlich gestiegen ist. |  2
| | | | | SalvatoreMio 19. Mai 2026 | | | | Ein Pfingstwunder? Warum nicht! Als das II. Vatikanum beendet war, gab es in meiner norddeutschen Umgebung viele Konversionen zum katholischen Glauben. Damals wurden auch viele religiöse Lieder kreiert, die von Jung und Alt in der hl. Messe gerne gesungen wurden. Doch wie zeitweise im Wald die Pilze aus dem Boden schießen und wieder verschwinden, so auch die damalige Begeisterung - verschwunden! - Möge Gottes Geist in der jetzigen religiösen Wüste neues Leben erwecken - auch unter uns! |  3
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