Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!

23. Juni 2026 in Aktuelles, 54 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikan „bekräftigt, dass von der geltenden Ordnung nicht durch Indult abgewichen werden kann, da Vorbehaltung der Homilie für Priester oder Diakone keine bloße Disziplinarnorm darstellt, sondern im Wesen der Liturgie selbst begründet ist“


Vatikan (kath.net) „Die Reservierung der Homilie für den geweihten Amtsträger im Rahmen der Eucharistiefeier [ergibt] sich aus dem sakramtentalen und liturgischen Charakter des Aktes selbst… sowie aus der besonderen Verantwortung, die durch die Heilige Weihe für die Verkündigung des Wortes in der heiligen Liturgie übertragen wurde. Aus diesem Grund kann von der in ca. 767 § 1 festegelegten Norm keine Dispens durch Indult erteilt werden.“ Das schreibt Kardinal Arthur Roche in seiner Eigenschaft als Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer SCJ. Die Deutsche Bischofskonferenz hat das Schreiben vom17.6.2026 auf ihrer Website (kopiergeschützt) veröffentlicht (siehe Link). Die Homilie bleibt gemäß diesem Schreiben weiterhin „einem Priester oder Diakon vorbehalten“. Homilien durch Laien werden „selbst unter anderer Bezeichnung“ ausgeschlossen.


kath.net dokumentiert die diesbezügliche Pressemitteilung des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 23.6.2026 in voller Länge in eigener Übersetzung:

In einem Schreiben vom 17. Juni 2026 an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, hat das Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung mitgeteilt, dass dem am 30. März 2026 gestellten Antrag auf ein Indult nicht stattgegeben werden kann; dieses sollte es ermöglichen, dass unter außergewöhnlichen Umständen ein hierzu beauftragter Gläubiger anstelle der Homilie während der Eucharistiefeier predigt.

Unter Würdigung der pastoralen Anliegen, die dem Antrag zugrunde lagen, bekräftigt das Dikasterium, dass von der geltenden Ordnung nicht durch ein Indult abgewichen werden kann, da die Vorbehaltung der Homilie für Priester oder Diakone keine bloße Disziplinarnorm darstellt, sondern im Wesen der Liturgie selbst begründet ist.

Die Homilie ist fester Bestandteil des Wortgottesdienstes, untrennbar mit der Verkündigung des Evangeliums verbunden und stellt eine Ausübung des "munus docendi" (Lehramt) dar, das den geweihten Amtsträgern durch das Sakrament der Weihe übertragen ist.

Die Verkündigung des Wortes im Rahmen der liturgischen Feier ist untrennbar verbunden mit der sakramental empfangenen Sendung sowie mit der Einheit, die Wort und Sakrament in der Eucharistiefeier miteinander verknüpft.

Das Schreiben unterstreicht zudem, wie wichtig es ist, die ständige Weiterbildung der geweihten Amtsträger zu fördern, damit die Homilie ihre pastorale und geistliche Wirkkraft voll entfalten kann.

Schließlich weist das Dikasterium darauf hin, dass die geltende kirchliche Ordnung bereits zahlreiche Formen der Wortverkündigung und Predigt vorsieht, die Gläubigen – außerhalb der Homilie und außerhalb der Eucharistiefeier – übertragen werden können, und zwar im Einklang mit dem Kirchenrecht sowie dem jeweiligen Wesen dieser verschiedenen Formen der Verkündigung des Evangeliums.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. „Wenn Gott uns erschaffen hat, so bedeutet dies, dass Er einen Plan für unser Leben hat“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz