Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  4. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  5. "Vaccine Amen"
  6. Spanien am moralischen Abgrund
  7. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  8. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  11. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  12. Besser keine Laienpredigt
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  15. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt

Religiöser Glaube schützt die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

vor 12 Stunden in Jugend, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Religiosität fördere das Gemeinschaftsgefühl und gebe dem Leben eine Richtung. Beides sei für die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen von Bedeutung, sagt Leonard Kulisch, Hauptautor der Studie.


Bochum (kath.net/jg)
Religiöser Glaube kann dem Leben eine klare Richtung geben und wirkt sich dadurch positiv auf die psychische Gesundheit aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Ruhr-Universität Bochum. Wissenschaftler des Forschungs- und Behandlungszentrums für psychische Gesundheit haben herausgefunden, dass Religiosität ein entscheidender Schutzfaktor gegen Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen ist. In Ländern, in denen die Bedeutung von Religion stark abgenommen hat, ist der Anstieg von Angststörungen besonders hoch. Die Ergebnisse wurden in der internationalen Fachzeitschrift Developmental Science veröffentlicht, berichtet die evangelische Nachrichtenagentur IDEA.

In westlichen Gesellschaften hat sich die Erziehung in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Früher spielten Werte wie Gehorsam und Verantwortungsbewusstsein eine große Rolle. Heute stehen stattdessen Eigenständigkeit, Individualität und Selbstverwirklichung im Vordergrund. Dieser Perspektivwechsel begünstigt laut der Studie möglicherweise die Entstehung von Ängsten bei Heranwachsenden.


Über alle Kontinente hinweg erwies sich vor allem die Abnahme der Religiosität in der Erziehung als zentraler Risikofaktor. Hauptautor Leonard Kulisch erklärt: „Religiosität fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl und gibt dem Leben eine Richtung.“ Wo diese Ressource allmählich verschwinde, entstehe eine Lücke: Familien fühlten sich einsamer, das soziale Netzwerk werde weniger stabil und feste Alltagsroutinen gingen verloren. Genau diese Elemente seien jedoch entscheidend dafür, dass Kinder psychisch gesund aufwachsen.

Die Wissenschaftler haben Daten aus 70 Ländern auf allen Kontinenten über einen Zeitraum von 1989 bis 2022 analysiert. Sie kombinierten Gesundheitsdaten zur Häufigkeit von Angststörungen bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen mit Kulturdaten aus dem World Values Survey (Weltweite Werte-Erhebung). Die Analyse zeigt einen klaren Zusammenhang: Ein Rückgang religiöser Erziehungsziele geht weltweit mit einem Anstieg von Angststörungen einher.

Kulisch betont, dass Werte wie Individualität und Eigenständigkeit in modernen Wirtschaftssystemen durchaus sinnvoll sind. Sie fördern Wettbewerbsfähigkeit und Innovation. „Doch in westlichen Ländern hat die Ausprägung dieser Werte das gesunde Maß überschritten“, warnt der Psychologe. Der einseitige Fokus auf Unabhängigkeit ohne ausreichende Bindung und Sinnstiftung könne Kinder und Jugendliche psychisch belasten.

Da religiöser Glaube in vielen Gesellschaften als Quelle von Gemeinschaft und Sinn an Bedeutung verliert, werden alternative Wege immer wichtiger. Kulisch empfiehlt mehr Aktivität in Vereinen, Gruppen und zivilgesellschaftlichem Engagement, um Zusammengehörigkeit zu schaffen. Kindertagesstätten und Schulen sollten gezielt die Gemeinschaft innerhalb der Einrichtungen fördern – etwa durch gemeinsame Projekte, Rituale und soziale Verantwortung.

Solche Maßnahmen könnten helfen, die entstehende Lücke zu schließen und der Zunahme von Angststörungen entgegenzuwirken.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hängematte vor 6 Stunden 
 

Das war der Grund, warum wir uns der Schönstatt-Familienbewegung angeschlossen

haben. Unsere fünf Kinder haben dort ihre seelische Heimat gefunden und sie geben das ihren Kindern weiter.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  7. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  8. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  9. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  10. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  11. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  12. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz