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Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen

14. April 2026 in Prolife, 1 Lesermeinung
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‚Kinder abtreiben ist keine Sache, auf die man stolz sein sollte‘, sagt Hagen in einem Interview.


Berlin (kath.net/jg)
Die Sängerin und Schauspielerin Nina Hagen (71) hat sich in einem Interview mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) kritisch zum Thema Abtreibung geäußert. Rückblickend auf eines ihrer bekanntesten frühen Lieder distanzierte sie sich deutlich von der damals propagierten Haltung, berichtet die evangelische Nachrichtenagentur IDEA.

In dem 1978 veröffentlichten Stück „Unbeschreiblich weiblich“ sang die junge Hagen provokant: „Mann, ich schaff’ mir keine kleinen Kinder an“. Heute, als Mutter zweier Kinder, bedauert sie diese Einstellung. Sie gab zu, selbst als junges Mädchen zweimal abgetrieben zu haben – einmal im Alter von 14 Jahren, wobei sie damals dazu gezwungen worden sei.


„Kinder abtreiben ist keine Sache, auf die man stolz sein sollte“, sagte Hagen im Interview. Das damalige Lied sei „vom jugendlichen Übermut getrieben“ gewesen. Ihr sei bewusst gewesen, mit solchen „widerspenstigen, provokanten Themen“ einen Skandal auszulösen. Dennoch betonte sie: „Aber das ist nicht meine Identität. Und das ist auch nicht meine Hinterlassenschaft.“

Die Äußerungen fielen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums „Highway to Heaven“ (dt. „Der Weg in den Himmel“), das am 27. März erschienen ist. Das Album verbindet Gospel-Klassiker mit Elementen aus Rock, Pop und Reggae.

Nina Hagen, 1955 in Ost-Berlin geboren und in einem atheistischen Elternhaus aufgewachsen, durchlief in den vergangenen Jahrzehnten eine tiefgreifende persönliche Veränderung. Nach einer längeren Sinnsuche ließ sie sich 2009 in einer evangelisch-reformierten Gemeinde taufen. In ihrer 2011 erschienenen Autobiografie „Bekenntnisse“ schilderte sie ihre Abkehr von der Drogensucht und ihre Hinwendung zum christlichen Glauben.

Auch nach ihrer Bekehrung blieb Hagen in manchen Punkten kontrovers. So irritierte sie fromme Christen mit der Aussage, junge Frauen sollten selbst entscheiden, ob sie ein Kind austragen wollen oder nicht. Gleichzeitig bezeichnete sie die Ablehnung praktizierter Homosexualität als „faschistisches Gedankengut“.

Mit ihren aktuellen Aussagen zu den eigenen Abtreibungen zeigt die einstige Punk-Ikone nun eine deutlich reflektiertere und selbstkritischere Haltung zu einem Thema, das sie früher bewusst provokant besungen hatte.

 

© Foto Nina Hagen auf dem Evangelischen Kirchentag 2011: Christliches Medienmagazin pro. Creative Commons Lizenz CC BY 2.0. Bild verändert

 


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Lesermeinungen

 Herbstlicht 14. April 2026 
 

Erkenntnisse kommen oft spät, doch wenn sie kommen - umso besser!

Willens und fähig zu sein, Selbstkritik zu üben ist eine gute Sache.
Insofern ist Nina Hagen auf einem guten Weg.

Babys im Mutterleib haben ein Recht auf Leben, nicht das Recht auf vorzeitigen Tod!


10
 

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