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| ![]() "Derselbe Polarstern"vor 2 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung Ein wiederentdeckter Brief enthüllt die tiefe Verbindung zwischen Leo XIV. und Benedikt XVI. Rom (kath.net/rn) Bereits einen Tag nach der historischen Rücktrittserklärung Benedikts XVI. griff der damalige Generalobere der Augustiner zu Papier und Feder. In bewegten Worten drückte der künftige Papst seine „Dankbarkeit, Loyalität, Bewunderung und Unterstützung“ aus. Besonders würdigte er den „großen Mut“, den Benedikt mit seiner Entscheidung bewiesen habe, dem Petrusamt zu entsagen – ein Akt, der damals die Welt erschütterte und den Prevost als Dienst an der Kirche verstand. Besonders bedeutsam ist Prevosts Würdigung von Benedikts Rolle im Missbrauchsskandal. Er dankte dem deutschen Papst für dessen „beständige Führung in dieser tragischen und schmerzhaften Frage“. Prevost hob die „Entschlossenheit“ und den „vorbildlichen pastoralen Sinn“ hervor, mit dem Benedikt die Opfer um Vergebung bat. Diese Anerkennung der „inneren Reinigungsarbeit“, die Joseph Ratzinger bereits 2005 mit seiner Klage über den „Schmutz in der Kirche“ eingeleitet hatte, gilt heute als Vorwegnahme der Leitlinien, die Leo XIV. in seinem eigenen Pontifikat konsequent weiterverfolgt. Was die beiden Päpste verbindet, ist mehr als nur die Kirchenpolitik: Es ist die Theologie des heiligen Augustinus. Gegenüber Il Giornale erklärte Erzbischof Georg Gänswein, der langjährige Sekretär Benedikts, dass beide Männer „dieselbe Sprache sprechen“. Der heilige Augustinus sei für Ratzinger der „Polarstern“ seines Lebens gewesen – eine Leidenschaft, die er mit dem Augustiner-Pater Prevost teilte. Gänswein enthüllte zudem eine persönliche Anekdote: Bereits im Jahr 2007 war Benedikt XVI. bei einem Besuch in Pavia tief beeindruckt von einer Rede des damaligen Paters Prevost. „Sie war wunderschön“, kommentierte Benedikt damals intern. Die Parallelen in den Lebenswegen sind verblüffend: So wie der Heilige von Hippo eigentlich nur Theologe sein wollte, aber Bischof werden musste, so wollte auch Joseph Ratzinger kein Papst werden, beugte sich aber dem Ruf. Leo XIV. scheint diesen Weg in tiefer Bewunderung für seinen Vorgänger fortzusetzen. Der Brief, der nun wieder ans Licht kam, macht deutlich: Das aktuelle Pontifikat ist keine Abkehr von Benedikt XVI., sondern eine organische Fortführung jenes Geistes, der nach Wahrheit und Einheit strebt – fest verwurzelt in der Tradition der Augustiner. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuBenedikt XVI.
Leo XIV.
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