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Viel Lärm um nichts?17. April 2026 in Chronik, 5 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Franklin Graham, der bekannteste Evangelikale in den USA, verteidigt Trump gegen Vorwurf der Selbstinszenierung als Messias - "Ich würde hoffen, dass der Präsident und Papst Leo sich irgendwann treffen können."
Washington D.C. (kath.net/gem/rn) Der einflussreiche evangelikale Führer Franklin Graham hat sich in der Debatte um eine umstrittene KI-generierte Abbildung hinter Donald Trump gestellt. In einer klaren Stellungnahme wies Graham Vorwürfe zurück, der Präsident würde sich bewusst als religiöse Erlöserfigur stilisieren, und kritisierte dessen Gegner scharf für ihre „bösartigen Spekulationen“.
Hintergrund der Aufregung war ein von Trump in den sozialen Medien geteilter Post, der von Kritikern als blasphemisch oder messianisch interpretiert wurde. Graham widerspricht dieser Sichtweise entschieden: „Ich glaube nicht, dass Präsident Trump sich bewusst als Jesus Christus darstellen würde – das wäre sicherlich unangemessen“, stellte Graham klar.
Nach seiner Einschätzung habe das Bild lediglich patriotische Motive wie Soldaten, eine Krankenschwester, Adler und Kampfflugzeuge enthalten. „Es gab keine spirituellen Bezüge – kein Heiligenschein, keine Kreuze, keine Engel“, so Graham. Er betonte, dass der Präsident das Bild sofort entfernt habe, nachdem er von den Bedenken erfuhr. Trump habe die Abbildung schlicht für die Darstellung eines Arztes gehalten, der jemandem hilft.

Graham sieht in der Empörung ein Muster. Er warf Trumps politischen Gegnern vor, jede Gelegenheit zu nutzen, um ihn zu diskreditieren: „Ich denke, seine Feinde sind immer schäumend vor Wut bei jeder möglichen Gelegenheit, ihn schlecht dastehen zu lassen.“ Dass Trump später ein anderes Bild teilte, welches Jesus zeigt, wie er seine Hand auf Trumps Schulter legt, verteidigte Graham hingegen als positiv: „Ich mag es, dass das ein Bild von Jesus ist, der ihm ins Ohr flüstert oder zumindest Seine Hand auf seiner Schulter hat, um ihn zu leiten. Wir alle brauchen das.“
Trotz der Spannungen zwischen liberalen Kirchenvertretern und dem konservativen politischen Kurs Trumps bleibt Graham bei seinem Urteil, dass Trump der „am meisten pro-christliche und pro-lebens Präsident“ seiner Lebenszeit sei. Besonders hob er Trumps Einsatz für die weltweite Religionsfreiheit hervor.
In einem überraschenden Vorstoß äußerte Graham den Wunsch nach einer Annäherung zwischen Washington und Rom: „Ich würde hoffen, dass der Präsident und Papst Leo sich irgendwann treffen können.“ Der Papst solle die Gelegenheit haben, dem Präsidenten persönlich für dessen Bemühungen zum Schutz der religiösen Freiheit zu danken.
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Lesermeinungen| | Psalm1 17. April 2026 | | | | @rosenstaedter "Im übrigen ist Herr Graham, in den Augen von uns Katholiken, nur ein Laie ohne entsprechende Sakramente um die Heiligen Evangelien zu verkünden!"
Das hat mit der Sache, um die es hier geht, nichts zu tun. |  2
| | | | | rosenstaedter 17. April 2026 | | | | "Schäumend vor Wut - Die Feinde bei jeder Gelegenheit schlecht aussehen zu Lassen"! Als Katholik darf man keine Worte "schäumend vor Wut" aussprechen oder gar in Hintergedanken sich entwickeln lassen!
Denn Hass und Zorn sind für uns Katholiken Todsünden!
Im übrigen ist Herr Graham, in den Augen von uns Katholiken, nur ein Laie ohne entsprechende Sakramente um die Heiligen Evangelien zu verkünden! |  2
| | | | | Dornenbusch 17. April 2026 | | | | "Franklin Grahams Hoffnung auf ein Treffen zwischen Präsident Trump und Papst Leo XIV. verdient Unterstützung, statt medialen Spott. Oft sind es gerade die Begegnungen unter vier Augen – fernab von Kameras und Beratern –, die festgefahrene Fronten aufbrechen können.
Während die Medien sich an KI-Bildern usw abarbeiten wird übersehen dass ein ehrliches Gespräch Masken fallen lassen kann. Es wäre eine Chance, die gegenseitigen Angriffe der letzten Tage hinter sich zu lassen und sich auf die gemeinsame Verantwortung für den Frieden und die Religionsfreiheit zu besinnen.
Ein solches Treffen wäre immer glaubwürdig, weil der Dialog das ureigenste Werkzeug der Kirche ist. Ob man den Stil des Präsidenten mag oder nicht: Ein direkter Austausch mit dem Heiligen Vater könnte eine Dynamik entwickeln, die viele Kritiker, die nur in Schwarz-Weiß-Kategorien denken überraschen würde. Man sollte die Hoffnung nie aufgeben, dass ein persönliches Wort mehr bewirken kann als tausend Social-Media-Posts. Ein Gebet für eine solche Begegnung der Vernunft und des Herzens wäre das richtige Signal |  1
| | | | | Schillerlocke 17. April 2026 | | | | Übrigens gibt es noch einen weiteren Bezug dieses KI-Bilds, der gerade in den USA sogar verfassungsrechtliche Fragen aufwerfen könnte: Charles I von England, i. e. der geköpfte König, wurde in Flugschriften seinerzeit als handauflegender und heilender König abgebildet. Und es ist überdies bezeugt, dass englische Untertanen sich durch königliche Berührung Heilung versprachen. Die pseudochristlichen Zusprechungen sind also gerade im englischsprachigen Kulturraum ein bemerkenswertes Stereotyp während der Zeit des Absolutismus. Trump werden also auf dem KI-Bild auch königliche Tätigkeitsmuster zugeschrieben. "No kings" war aber eine wesentliche Forderung in den amerikanischen Kolonien, die 1776 zur Unabhängigkeit führte. Mit Blick auf den Präsidenten bricht das Bild also ikonographisch auch mit der antiroyalen Tradition der USA. |  3
| | | | | Schillerlocke 17. April 2026 | | | | Das lasse ich mir dann doch lieber von Kunstwissenschaftlern erklären, welche ikonographischen Stereotype Präsident in seiner KI-Heiland-Selbstinszenierung heranzog. Die sind die berufenen Experten für derlei Materien. Und sie kommen zu einem anderen Schluss als dieser Graham. |  2
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