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| ![]() Er geht mit uns! Die Hoffnung für Angolavor 2 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Leo XIV.: Heilung und Neuanfang. Christus als Wegbegleiter in Leid, Geschichte und Hoffnung. Der neue Anfang in Glaube, Eucharistie und gelebter Versöhnung. Von Armin Schwibach Kilamba (kath.net/as) Am dritten Sonntag der Osterzeit feierte Papst Leo XIV. zusammen mit über 100.000 Menschen in Kilamba die heilige Messe und stellte seine Predigt unter das Evangelium von den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Ausgehend von dieser Begegnung deutete er die Erfahrung eines verwundeten und suchenden Volkes im Licht der Auferstehung Christi: eine Deutung der Geschichte Angolas im Licht des Emmaus-Evangeliums: ein Weg von der Enttäuschung zur Erkenntnis, von der Zersplitterung zur Gemeinschaft und von der Vergangenheit zur Zukunft, die im auferstandenen Herrn ihren Ursprung hat. Der Papst erinnerte an die beiden Jünger, die Jerusalem mit enttäuschten und schweren Herzen verlassen hatten. In ihrem Gespräch über das Geschehene erkannte er eine Haltung wieder, die auch die Geschichte Angolas geprägt habe: eine Vergangenheit voller Leid, Konflikte und Spaltungen, die die Hoffnung zu ersticken drohe. Wie die Jünger seien viele versucht, im Schmerz stehen zu bleiben und keinen neuen Anfang mehr zu erwarten. Dem stellte Leo XIV. die Botschaft des Evangeliums entgegen: Christus sei auferstanden und gehe mit seinem Volk. Wie bei den Jüngern von Emmaus trete er an die Seite der Menschen, erschließe ihnen die Schrift und lasse sie im Brechen des Brotes seine Gegenwart erkennen. Daraus erwachse die Möglichkeit, die eigene Geschichte neu zu lesen und einen Weg in die Zukunft zu finden. Der Papst betonte, dass diese Erfahrung vor allem im Hören auf das Wort Gottes, im Gebet und in der Eucharistie geschehe. Zugleich mahnte er zur Treue zum Glauben und zur Wachsamkeit gegenüber Formen von Religiosität, die den christlichen Glauben mit magischen oder abergläubischen Elementen vermischten. Die Begegnung mit Christus solle klar und in der Lehre der Kirche verwurzelt bleiben. Aus der Gemeinschaft mit dem auferstandenen Herrn erwachse ein konkreter Auftrag. Leo XIV. rief die Kirche in Angola dazu auf, die Wunden des Landes zu heilen, den Armen nahe zu sein und Räume der Versöhnung zu schaffen. Die Gläubigen seien gerufen, selbst „gebrochenes Brot“ zu werden, das heißt, ihr Leben zu schenken, um Hoffnung zu verbreiten und Gemeinschaft zu stiften. Abschließend richtete der Papst den Blick auf die Zukunft des Landes. Eine neue Gesellschaft könne entstehen, wenn Spaltungen überwunden, Korruption überwunden und Gerechtigkeit sowie Solidarität gelebt würden. Nur so werde eine Zukunft der Hoffnung möglich sein, vor allem für die vielen jungen Menschen, die sie verloren haben. Christus, der den Weg begleite und sich schenke, mache es möglich, eine neue Menschheit aufzubauen. kath.net veröffentlicht die Predigt von Papst Leo XIV. bei der Heiligen Messe auf dem Gelände des Flughafens von Bamenda Liebe Brüder und Schwestern, mit dankbarem Herzen feiere ich die Eucharistie in eurer Mitte. Ich danke Gott für dieses Geschenk und euch für den festlichen Empfang! An diesem dritten Sonntag der Osterzeit hat der Herr durch das Evangelium von den Jüngern von Emmaus zu uns gesprochen (vgl. Lk 24,13–35). Lassen wir uns von diesem Wort des Lebens erleuchten. Zwei Jünger des Herrn brechen mit verwundeten und traurigen Herzen von Jerusalem auf, um in ihr Dorf Emmaus zurückzukehren. Sie haben den Tod jenes Jesus gesehen, auf den sie vertraut hatten und dem sie gefolgt waren, und nun kehren sie enttäuscht und niedergeschlagen in ihre Häuser zurück. Unterwegs »unterhielten sie sich miteinander über alles, was geschehen war« (V. 14). Sie haben das Bedürfnis darüber zu sprechen, sich noch einmal zu erzählen, was sie gesehen haben, das Erlebte zu teilen – freilich auf die Gefahr hin, im Schmerz gefangen zu bleiben und sich der Hoffnung zu verschließen. Brüder und Schwestern, in dieser einleitenden Begebenheit aus dem Evangelium sehe ich die Geschichte Angolas widergespiegelt, dieses wunderschönen und doch so verwundeten Landes, das nach Hoffnung, Frieden und Geschwisterlichkeit hungert und dürstet. Tatsächlich erinnert das Gespräch der beiden Jünger auf dem Weg, die mit Betrübnis an das denken, was ihrem Meister widerfahren ist, an das Leid, das euer Land gezeichnet hat: einen langen Bürgerkrieg mit seinen Nachwirkungen in Form von Zwietracht und Spaltung, Verschwendung von Ressourcen und Armut. Wenn man lange Zeit in eine Geschichte eingetaucht ist, die so sehr von Schmerz geprägt ist, läuft man Gefahr, das Gleiche zu erleben wie die beiden Jünger von Emmaus: die Hoffnung zu verlieren und von Entmutigung gelähmt zu bleiben. Sie gehen zwar weiter, doch sind sie noch immer in den Ereignissen von vor drei Tagen gefangen, als sie Jesus sterben sahen; sie unterhalten sich miteinander, doch ohne auf einen Ausweg zu hoffen; sie sprechen noch immer von dem, was geschehen ist, mit der Mühe derer, die weder wissen, wie sie neu beginnen sollen, noch ob dies überhaupt möglich ist. Meine Lieben, die Frohe Botschaft des Herrn ist auch heute für uns genau diese: Er lebt, er ist auferstanden und geht an unserer Seite, während wir den Weg des Leidens und der Bitterkeit beschreiten; dabei öffnet er uns die Augen, damit wir sein Wirken erkennen können, und schenkt uns die Gnade, neu anzufangen und wieder an der Zukunft zu arbeiten. Der Herr gesellt sich zu den beiden enttäuschten und kaum hoffenden Jüngern und hilft ihnen als ihr Wegbegleiter, die Bruchstücke dieser Geschichte wieder zusammenzufügen, über den Schmerz hinauszuschauen und zu entdecken, dass sie auf ihrem Weg nicht allein sind und dass eine Zukunft auf sie wartet, in der der Gott der Liebe noch immer wohnt. Und als er bei ihnen am Abend verweilt, sich zu Tisch setzt und das Brot bricht, »da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn« (V. 31). So ist auch für uns, für euch, liebe angolanische Brüder und Schwestern, der Weg zum Neuanfang vorgezeichnet: einerseits die Gewissheit, dass der Herr uns begleitet und Erbarmen mit uns hat, andererseits der Einsatz, den er von uns verlangt. Die Gemeinschaft mit dem Herrn erfahren wir vor allem in der Beziehung zu ihm, im Gebet, im Hören auf sein Wort, das unser Herz wie das der beiden Jünger entflammt, und vor allem in der Feier der Eucharistie. Hier begegnen wir Gott. Deshalb gilt es stets, jene Formen traditioneller Religiosität wachsam im Auge zu behalten, die zwar zweifellos zu den Wurzeln eurer Kultur gehören, aber gleichzeitig die Gefahr bergen, magische und abergläubische Elemente zu vermischen, die dem geistlichen Weg nicht förderlich sind. Bleibt den Lehren der Kirche treu, vertraut euren Hirten und richtet euren Blick fest auf Jesus, der sich insbesondere im Wort und in der Eucharistie offenbart. In beidem erfahren wir, dass der auferstandene Herr an unserer Seite wandelt, und vereint mit ihm überwinden auch wir den Tod, der uns bedrängt, und leben als Auferstandene. Zu dieser Gewissheit, auf dem Weg nicht allein zu sein, kommt auch ein großzügiges Engagement, das die Wunden lindern und die Hoffnung wieder entfachen kann. Denn wenn die beiden Jünger von Emmaus Jesus erkennen, als er das Brot für sie bricht, bedeutet dies, dass auch wir ihn so erkennen müssen: nicht nur in der Eucharistie, sondern überall dort, wo ein Leben zu gebrochenem Brot wird, überall dort, wo sich jemand wie er selbst als Geschenk des Erbarmens zur Verfügung stellt. Die Geschichte eures Landes, die noch immer schweren Folgen, die ihr ertragen müsst, die sozialen und wirtschaftlichen Probleme sowie die verschiedenen Formen der Armut verlangen nach einer Kirche, die es versteht, euch auf eurem Weg zu begleiten und auf den Schrei ihrer Kinder zu hören. Eine Kirche, die im Licht des Wortes und durch die Nahrung der Eucharistie die verlorene Hoffnung wiederbeleben kann. Eine Kirche, die aus Menschen wie euch besteht, die sich verschenken, so wie Jesus das Brot für die beiden Jünger von Emmaus bricht. Angola braucht Bischöfe, Priester, Missionare, Ordensleute, Laien, die den Wunsch im Herzen tragen, ihr Leben zu teilen und einander zu schenken, sich in gegenseitiger Liebe und Vergebung zu engagieren, Räume der Geschwisterlichkeit und des Friedens zu schaffen und Taten der Barmherzigkeit und Solidarität gegenüber den Bedürftigsten zu vollbringen. Mit der Gnade des auferstandenen Christus können wir zu diesem gebrochenen Brot werden, das die Wirklichkeit verwandelt. Und so wie uns die Eucharistie daran erinnert, dass wir ein Leib und ein Geist sind, vereint mit dem einen Herrn, so können und wollen auch wir ein Land aufbauen, in dem die alten Spaltungen für immer überwunden sind, in dem Hass und Gewalt verschwinden, in dem die Plage der Korruption durch eine neue Kultur der Gerechtigkeit und des Teilens geheilt wird. Nur so wird eine Zukunft der Hoffnung möglich sein, vor allem für die vielen jungen Menschen, die sie verloren haben. Brüder und Schwestern, heute gilt es, mit Hoffnung in die Zukunft zu blicken und die Hoffnung der Zukunft zu gestalten. Fürchtet euch nicht davor! Der auferstandene Jesus, der den Weg mit euch geht und sich für euch wie Brot bricht, ermutigt euch, Zeugen seiner Auferstehung und Protagonisten einer neuen Menschheit und einer neuen Gesellschaft zu sein. Auf diesem Weg, meine Lieben, könnt ihr auf die Nähe und das Gebet des Papstes zählen! Aber auch ich weiß, dass ich auf euch zählen kann, und ich danke euch! Ich vertraue euch dem Schutz und der Fürsprache der Jungfrau Maria, Unserer Lieben Frau von Muxima, an, damit sie euch stets im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe stärke.
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