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Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe anvor 47 Minuten in Aktuelles, 8 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die Situation zwischen dem Heiligen Stuhl und der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) steuert auf eine historische Eskalation zu
Menzingen (kath.net/rn) Die Fronten verhärten sich: Die Situation zwischen dem Heiligen Stuhl und der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) steuert auf eine historische Eskalation zu. Am Montag hat die Piusbruderschaft die Namen der vier neuen Bischöfe, die gegen den Willen von Rom geweiht werden sollen, bekanntgegeben. Neben dem Schweizer Pascal Schreiber und Michael Goldade aus den USA sollen mit Michel Poinsinet de Sivry und Marc Hanappier auch zwei Franzosen geweiht werden. Die Weihen sollen am kommenden 1. Juli stattfinden. Da dieser Schritt ohne das erforderliche päpstliche Mandat geplant ist, droht der Weltkirche ein erneuter tiefer kirchenrechtlicher Bruch. Der Generalobere der FSSPX, Pater Davide Pagliarani, rechtfertigte den Schritt mit einer vermeintlichen „schwerwiegenden Notlage“ innerhalb der Kirche. Von den ursprünglich im Jahr 1988 durch Erzbischof Marcel Lefebvre geweihten vier Bischöfen sind heute nur noch zwei im Amt, weshalb die Bruderschaft die Kontinuität ihrer Sakramentenspende für die weltweit rund 600.000 Gläubigen gefährdet sieht. 
Die Ankündigung stellt eine fundamentale Herausforderung für das Pontifikat von Papst Leo XIV. dar, der erst im vergangenen Jahr sein Amt angetreten hat. Der Vatikan reagierte umgehend und warnte inzwischen mehrfach die Führung der Bruderschaft in Menzingen eindringlich davor, die Weihen zu vollziehen. Sollten die Konsekrationen wie geplant ohne Erlaubnis Roms stattfinden, zieht dies laut dem geltenden Kirchenrecht (Codex Iuris Canonici) die automatische Exkommunikation (Latae Sententiae) aller beteiligten Bischöfe nach sich – sowohl der Spender als auch der Empfänger der Weihe.
Bild: KI-generiert
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Lesermeinungen| | Stefan Fleischer vor 55 Minuten | |  | zur Erinnerung ein Kommentar von von Parcival vor Kurzem hier: Wenn die Pius-Bruderschaft diesen Weg fortsetzt, besteht die reale Gefahr, dass sie sich schrittweise zu einer eigenständigen kirchlichen Parallelstruktur entwickelt.
Solche Entwicklungen begannen nie mit einer offenen Lossagung von der Kirche, sondern mit der Überzeugung, die rechtmäßige kirchliche Autorität erfülle ihre Sendung nicht mehr zuverlässig und außerordentliche Maßnahmen seien notwendig, um den wahren Glauben zu bewahren. Genau dieses Muster zeigt sich in der Kirchengeschichte immer wieder. Gruppen, die zunächst nur die Tradition schützen wollten, gelangten mit der Zeit zu der Überzeugung, nur noch sie selbst repräsentierten die authentische Kirche. Die Palmarianische Kirche ist ein besonders drastisches Beispiel, das mit einer vollständig separaten Struktur mit eigenem Papst, Hierarchie und Lehrsystem endete. Die innere Logik ist stets diese[be: Wird die sichtbare Kirche als unzuverlässig angesehen, verlagert sich die Autorität verlagert sich auf die eigene Gemeinschaft. |  2
| | | | | rosenstaedter vor 2 Stunden | | | | Ein römisch-katholischer Priester wird durch die Weihe in sein Bistum „inkardiniert" Zitat KI:
"In der römisch-katholischen Kirche bedeutet „inkardiniert“, dass ein Kleriker – also ein Diakon, Priester oder Bischof – rechtlich und kirchlich dauerhaft einer bestimmten kirchlichen Körperschaft zugeordnet ist.
Das kann zum Beispiel sein:
ein Bistum (Diözese),
eine Ordensgemeinschaft,
oder eine andere kirchliche Einrichtung mit eigenem Inkardinationsrecht."
Die Pius-Bruderschaft verfügt über KEIN Inkardinationsrecht.
Ein Priester braucht die Erlaubnis des Heimat-Bistums um in einem anderen Bistum wirken zu dürfen, inklusive Erlaubnis des Orts-Bischofs! |  1
| | | | | Christianlay vor 2 Stunden | | | | Gehorsam- wer nicht gehorchen braucht! Warum wird dann nicht der Gehorsam der deutschen Bischöfe eingefordert, die inzwischen Rom auf der Nase tanzen, von den unerlaubten Segensfeiern von homosexuellen Paaren über unerlaubte Laiepredigten bis zur Installation von neuen Kirchenleitungsgremien?
Nüchtern gesehen sind die Piuspriester selbst dem 2.Vaticanum noch näherstehend als die liberalen Fans dieses Konziles, die in ihm nur den Auftrag zur Verprotestantisierung der Kirche sehen.
Uwe Lay nachdenken blog |  4
| | | | | qwertzuiop vor 3 Stunden | | | | Zwei rhetorische Fragen – rein hypothetisch: 1) Vertrauen die Diözesankatholiken dem Heiligen Geist so sehr, dass sie sich der FSSPX anschließen, wenn diese irgendwann mehrheitlich die Leitung der Kirche übernimmt, oder werden sie dann als Minderheit behaupten, dass sie den wahren katholischen Glauben repräsentieren?
2) Vertrauen die Diözesankatholiken der Demokratie so sehr, dass sie sich damit abfinden, wenn die FSSPX weiterwächst und irgendwann mehrheitlich (demokratisch) die Leitung der Kirche übernimmt, oder ist das für die Diözesankatholiken eine Horrorvorstellung?
ich glaube, es spielt sich alles ähnlich ab, wie in der ehemaligen DDR nach 1989 – sogar viele SED-Funktionäre haben schnell ihren Sozialismus vergessen, an dem sie so festgehalten haben. |  0
| | | | | Patroklos vor 3 Stunden | | | | Kein Schisma Bereits 1988 hat die Piusbruderschaft vier Bischöfe geweiht. Mehrere vatikanische Stellen, darunter alle Päpste (auch und gerade Papst Franziskus!), haben danach erklärt, die Piusbruderschaft sei nicht schismatisch, es handele sich lediglich um ein Problem der Kirchendisziplin.
Wenn die Weihen von 1988 kein Schisma begründet haben, können es die von 2026 auch nicht.
Außerdem wäre die Lösung ganz einfach: Schlichtweg die beantragten (!) Weihen erlauben. Dies ist normalerweise ein formaler Akt, um den kein Aufhebens gemacht wird.
Wenn selbst offensichtlich häretische Theologieprofessoren weiter ihr Amt ausüben können und staatskirchliche Strukturen wie etwa in China geduldet werden ist völlig unverständlich, warum einer 100% glaubenstreuen Gemeinschaft diese formale Bitte nicht erfüllt wird.
Selbst den nun in volle Gemeinschaft mit Rom getretenen Anglikanern werden eigener Ritus und eigene Bischöfe zugestanden. Warum nicht der Piusbruderschaft? |  8
| | | | | Cosmas vor 3 Stunden | | | | Das Vertrauen fehlt Es gibt schwerwiegende Fehlentwicklungen in der kath. Kirche, die auch h.o. von Theologen, die nicht der Piusbruderschaft angehören, deutlich und ausführlich benannt wurden. Es gibt aber keine Anzeichen, dass Rom bereit wäre, darüber in ein substantielles Gespräch einzutreten. Die "Dialog-kirche" verweigert den echten Dialog! Wer hätte es nicht in den letzten Jahrzehnten in Pfarrgemeinderatssitzungen usw. vielfach selbst erlebt? Ich kann nicht erkennen durch welche Äußerungen oder Handlungen Roms echtes Vertrauen hätte entstehen können. Wenn man sich die Listen der Leute ansieht, die der Papst empfängt, kann ich nicht verstehen, warum dort nicht auch einmal der Generalobere der Piusbrüder (zu denen ich nicht gehöre) draufstehen kann und somit seiner Gesprächsbitte entsprochen wird. |  7
| | | | | Sextus vor 4 Stunden | | | | Alternativen sind gefragt Man würde vermuten, dass die Erinnerung am Gang der Dinge bei den ersten Bischofweihen den Akteuren beider Seiten etwas gelehrt hätte.
Leider ist dies nicht der Fall.
Wir sind wieder auf Station Nr. 1: "Weihst du Bischöfe ohne päpstliches Mandat, dann werde ich dich exkommunizieren und du wirst mal sehen, wo du landest."
Gibt est keine kreativere Alternative, wie z.B. mit dem Vatikan verhandeln, um das päpstliche placet für die Weihe von bestimmten Geistlichen zu Bischöfe zu erlangen?
Dies setzt voraus, dass die Bischofsweihen vorerst als getrennt von der Frage nach der Anerkennung durch die Bruderschaft von bestimmten Positionen des Pastoralkonzils (!) Vat II im "Gaudium et spes" und in "Nostra aetate", die, wie Kard. Müller zuletzt gezeigt hat, eher zeitbedingt sind und das Dogma nicht direkt berühren, behandelt werden.
Bei einer gemeinsamen Mahlzeit stellt man auch nicht sämtliche Gänge auf dem Tisch und lädt die Gäste zum simultanen Verzehr ein, sondern geht man graduell vor. |  1
| | | | | Stephaninus vor 4 Stunden | | | | Nicht dramatisieren Die Situation ist doch nicht neu, sondern wiederholt diejenige bei der letzten Bischofsweihe durch Lefebvre. Überdies: wer die Autorität des Papstes letztlich nur theoretisch anerkennt aber nicht faktisch, ist nicht im Vollsinn katholisch. |  0
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- Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
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