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EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin

2. Juni 2026 in Aktuelles, 18 Lesermeinungen
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Papst Leo XIV. hat eine historische Personalentscheidung getroffen: Maria Montserrat Alvarado, die derzeitige Präsidentin und operative Leiterin (COO) von EWTN News, wird neue Präfektin des vatikanischen Dikasteriums für Kommunikation.


Vatikanstadt (kath.net)
Papst Leo XIV. hat eine historische Personalentscheidung getroffen: Maria Montserrat Alvarado, die derzeitige Präsidentin und operative Leiterin (COO) von EWTN News, wird neue Präfektin des vatikanischen Dikasteriums für Kommunikation. Wie der Vatikan bekanntgab, wird Alvarado ihr neues Amt am 1. November 2026 antreten. Damit beruft der Papst eine hochkarätige und profillierte katholische Medienmanagerin an die Spitze der vatikanischen Medienarbeit.

Seit 2023 leitet Alvarado die weltweiten und mehrsprachigen Nachrichtenaktivitäten von EWTN News in den Bereichen Fernsehen, Radio, Print und digitale Medien. Während ihrer Amtszeit trieb sie insbesondere die internationale Expansion des Netzwerks voran und stärkte die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sprachredaktionen weltweit. Vor ihrem Wechsel zu EWTN war die profilierte Medienexpertin 14 Jahre lang in Führungspositionen beim Becket Fund for Religious Liberty tätig, wo sie sich intensiv für Religionsfreiheit und die Wahrung der Menschenwürde einsetzte.


Michael P. Warsaw, Vorstandsvorsitzender und CEO von EWTN, würdigte die Ernennung als Anerkennung ihrer herausragenden Arbeit: „Montses Hintergrund in internationalen Medien, öffentlichen Angelegenheiten und kirchlichem Engagement hat die Arbeit von EWTN in einem entscheidenden Moment unserer Geschichte geprägt – insbesondere beim tieferen Vorstoß in den digitalen Raum.“ Ebenso wichtig sei jedoch, dass sie stets der Kernmission von EWTN treu geblieben ist: „die Wahrheit Jesu Christi und die Lehren seiner Kirche mit Klarheit, Treue und Nächstenliebe zu verkünden.“

Mit Alvarado übernimmt eine erfahrene Führungskraft aus dem Bereich des unabhängigen katholischen Journalismus eine der Schlüsselpositionen der römischen Kurie, um die digitale Transformation der vatikanischen Medien weiter voranzutreiben.


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Lesermeinungen

 discipulus 4. Juni 2026 
 

@Per-Mariam-ad-Jesum-Christum: Meinungen

Meinungen kann man immer viele vertreten... aber es geht dann schon um die Gründe dieser Meinung! Auf jeden Fall sollte in der Kirche Einheit darüber bestehen, daß immer dort, wo es um die sakramentale Repräsentation Christi als Haupt seiner Kirche die Priester- bzw Bischofsweihe unbedingte Voraussetzung ist. Das gilt eben für den Pfarrer, für den Bischof (auch für den Generalvikar) und für den Papst. Einigkeit sollte auch darüber bestehen, daß dort, wo dies nicht der Fall ist, die Weihe nicht per se notwendig ist. Natürlich ergibt sich aus manchen Aufgaben, daß es sehr sinnvoll ist, auf Priester und Bischöfe zurückzugreifen, z.B. wenn es um das Bischofs-, das Klerus- oder das Glaubensdikasterium geht. Ich habe auch gar nichts dagegen, wenn der Papst an die Spitze aller Dikasterien Bischöfe stellt, mir ist das recht. Aber man soll bitte nicht sagen, die sakramentale Struktur der Kirche erfordere das.

@rosenstaedter: An der Spitze eines Dikasteriums muß aber kein Kardinal stehen.


2
 
 rosenstaedter 4. Juni 2026 
 

1858 wurde Teodolfo Mertel. (als nicht geweihter Priester) von Pius IX zum Kardinal erhoben

@discipulus

Wer war kurz gesagt, ein Verwaltungs-Jurist:

Er studierte Recht und spezialisierte sich auf Kirchenrecht.

Anschließend machte er Karriere in der päpstlichen Verwaltung des Kirchenstaats.

Unter anderem war er Minister für Finanzen und Krieg sowie Präsident verschiedener Gerichte des Kirchenstaats.

Der 1917 promulgierte Codex Iuris Canonici von 1917 verlangte grundsätzlich, dass Kardinäle wenigstens Priester sein mussten.


1
 
 Per-Mariam-ad-Jesum-Christum 3. Juni 2026 
 

@discipulus

Ihre kirchenrechtlichen Hinweise sind erhellend. Nichtsdestotrotz darf man eine andere Sichtweise der Dinge haben. - Ihr Vergleich mit dem kath. Kindergarten hinkt in zwei Punkten: Zum einen sind ein Dikasterium des Vatikans und ein kath. Kindergarten zwei Paar Schuhe, und zwar auf allen Ebenen; zum anderen ist ein kath. Kindergarten nicht dem Vatikan oder dem Papst unterstellt bis auf eine Kita, die im Dez. 2024 neu eröffnet worden ist. Doch man versteht schon, worauf Sie hinauswollen. Es gibt jedoch auch die Sichtweise, dass die Leitung der kath. Kirche im Vatikan prinzipiell Gott geweihten Leuten im Priesteramt übertragen werden soll, unabhängig davon, ob die sakramentale Vollmacht nun nötig ist oder nicht. - Wie auch immer, ich finde Frau Maria Montserrat Alvarado jedenfalls sympathisch, ich wünsche ihr gutes Gelingen und Gottes Führung und Segen!


0
 
 discipulus 3. Juni 2026 
 

@Per-Mariam-ad-Jesum-Christum: Geistliche Vollmacht

Nun, wenn man der Argumentation von Grichting folgt, müsste der Leiter jedes katholischen Kindergartens ein Priester sein, weil das ja auch Leitung im kirchlichen Raum ist. Das ist aber absurd.

Leider versteift sich Grichting darauf, daß JEDE Leitung in der Kirche automatisch geistliche Leitung sei und damit sakramentalen Charakter habe. Das ist aber nur bei der je eigenen Leitung des Priesters (für seine Pfarrei), der Bischofs (für sein Bistum) und des Papstes (für die Weltkirche) so. Der Präfekt eines Dikasteriums übt (im sakramentalen Sinne) kein Amt, sondern eine Funktion in Stellvertretung des Papstes aus und benötigt daher erst einmal keine sakramentale Vollmacht - so wenig wie der (die) Leiter(in) eines katholischen Kindergartens.


3
 
 Per-Mariam-ad-Jesum-Christum 3. Juni 2026 
 

Zwei unterschiedliche Arten von Dikasterien, die sich ausbilden?

@chriseeb74: Ja, das ist sicher viel besser als der Nepotismus der vergangenen Jahrhunderte. Besten Dank auch für die rechtlichen Hinweise, @discipulus. @chorbisch: Vielleicht haben Sie recht, dass eine Art 'Verweltlichung' stattfinden könnte bei den Kardinälen; diese Gefahr ist bestimmt real. Auf Stufe Priester und Bischöfe bin ich Ihrer Ansicht: Hauptaufgaben liegen in der Sakramentenspendung und Lehrverkündigung. Doch Kardinäle sind Kirchenfürsten und haben von daher als engste Mitarbeiter des Papstes Leitungsfunktionen inne, halt auch im Verwaltungsbereich. Ich bleibe dabei: Ich finde diese Übertragung auf Laien nicht unproblematisch; der Kommentar von Martin Grichting scheint mir fundiert zu sein, ich habe ihn nochmals gelesen. Es könnte passieren, dass es plötzlich zwei unterschiedliche Arten von Dikasterien gibt, die dann ev. auch hierarchisch nicht auf der gleichen Stufe sind. Möchte man das?


1
 
 SalvatoreMio 3. Juni 2026 
 

Kirchliche Strukturen

@discipulus! Danke sehr für die Erklärungen! Dabei ist es gewiss so, dass viele Gläubige sich der rechtlichen Grundlagen nicht sehr bewusst sind. Was emotional übermittelt und erlebt wird, hat oft mehr Bedeutung.


1
 
 Alanus 3. Juni 2026 
 

Ich vertraue Papst Leo vollkommen, dass er eine weise und in die Zukunft gerichtete Entscheidung getroffen hat.
Maria Montserrat Alvarado ist ein guter Start in Rom zu wünschen, dass sie sich dort menschlich angenommen fühlen kann und ihre wichtige Aufgabe erfolgreich gestalten kann. Gottes Segen.


3
 
 chriseeb74 2. Juni 2026 
 

Lieber so,

als der Nepotismus der ersten 1700 Jahre in der Römisch-Katholischen Kirche!


1
 
 discipulus 2. Juni 2026 
 

@SalvatoreMio: Unterschiede beachten

Da übersehen Sie aber grundsätzliche Unterschiede zwischen einem Pfarrer und einem Präfekten eines Dikasteriums. Der Pfarrer einer Pfarrei hat einen eigenen Rechtstatus, zwar im Auftrag des Bischofs, aber in diesem Auftrag durchaus eine eigenständige Rechtsstellung, die nicht endet, wenn der Bischofsstuhl vakant ist. Der Präfekt hat hingegen keine Autorität es sese, sondern arbeitet nur als Vertreter des Papstes. Im Moment, in dem der Apostolische Stuhl vakant ist, endet deshalb auch automatisch die Rechtsstellung als Präfekt. Deshalb ist es keineswegs problematisch, wenn eine Frau an der Spitze eines Dikasteriums steht, aber hochproblematisch und gegen das Kirchenrecht, wenn die Rechtsstellung eines Pfarrers durch "Pfarrbeauftragte" o.ä. infrage gestellt wird.


3
 
 SalvatoreMio 2. Juni 2026 
 

Änderung der Leitungsstruktur

@Per-Mariam-ad-Jesum-Christum: Ihre Besorgnis darf man teilen! Sie erinnert mich an manche deutsche Pfarrei: die Pfarrbeauftragte steht im Pfarrbrief an erster Stelle (sie ist pro Forma einem Priester als Unterstützer unterstellt, der aber nicht vor Ort ist). Wir haben einen indischen Priester im Pfarrhaus neben der Kirche, mit dem man gut kommunizieren kann, aber eigentlich hat man das Empfinden, dass die Dame die Gemeinde leitet, während der Priester irgendwie auch noch wichtig ist, weil er Sakramente spendet (wobei selbst die Taufe schon oft in Laienhand ist). - Kurz gesagt: es ist eine starke Schieflage da ...


2
 
 chorbisch 2. Juni 2026 
 

@ Per-Mariam-ad-Jesum-Christum

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als der Kirchenstaat noch größer war, wurden alle Leitungsfunktionen nur mit Geistlichen besetzt, auch wenn es um rein weltliche Verwaltungsaufgaben ging. Der Missbrauch, viele dieser "Geistlichen" waren die nachgeborenen Söhne der Oberschicht, die nur eine Sinekure suchten, wurde selbst von den der Kurie wohlgesonnenen österreichischen Gesandten beim Heiligen Stuhl scharf kritisiert.

Vielleicht stecken die von Ihnen angedeuteten Absichten dahinter, vielleicht ist es aber nur die Erkenntnis, dass es bestimmte Aufgabenbereiche gibt, bei denen die Priesterweihe zur Leitung nicht unbedingt erforderlich ist.

Denn Priester, und auch Bischöfe, sollten meiner Meinung nach in erster Linie das Wort Gottes verkünden und die Sakramente spenden, anstatt hauptsächlich Verwaltungsfunktionen auszuüben. Auch das kann eine Form der "Verweltlichung" sein.


5
 
 Per-Mariam-ad-Jesum-Christum 2. Juni 2026 
 

Umbau der kath. Leitungsstruktur?

Ich gehe mit @Stephaninus und @Christine einig, dass es gerade an den Kommunikationsstellen professionell und kompetent arbeitende Leute braucht. Ich gehe jedoch auch mit @Patroklos und @Wynfried einig, wenn gesagt, wird "Dies stellt aber einen radikalen Bruch in der Geschichte der Kirche dar und widerspricht auch den Regelungen des Kirchenrechtes". Man kann nicht genau dies der FSSPX vorwerfen, und im eigenen Haus wirft man die Verbindung von Weiheamt und Leitungsgewalt über Bord. Eine Lösung wäre z.B., dass Frau Maria Montserrat Alvarado die operative Leitung innehätte, jedoch unter der Führung eines Kardinals stünde, dem die strategische Leitung obliegen würde. Wichtig wäre, wie überall, dass die Kompetenzen klar geregelt wären.
Man fragt sich schon: Wird da auf leiseren Sohlen die Leitungsstruktur der kath. Kirche in Salamitaktik umgebaut?


2
 
 Versusdeum 2. Juni 2026 
 

@Patroklos @Wynfried

Danke, dass Sie berechtigte Fragen stellen. Außer Frage dürfte jedenfalls stehen, dass die Wahl auf eine gläubige und in ihrem Beruf bewährte Frau fällt. Aber ist das nun ein Bruch? Spontan denke ich, nicht. Doch die Abteilung nennt sich zwar "Dikasterium", ist aber doch eigentlich "nur" die (durch die neuen Medien erweiterte) Pressestelle des Vatikans bzw. der Kirche. Also ein sehr wichtiges Amt nicht nur nach außen, aber ein recht neues Amt (sicherlich 20. Jhdt.) und definitiv kein "apostolisches" Amt oder eines, bei dem eine Frau als Vorgesetzte Entscheidungsgewalt über Nachfolger der Apostel in deren priesterlichem Wirken hätte (wie es bei der Anderen "Präfektin" m.W. der Fall ist). Ich sehe die Entscheidung daher erst einmal positiv. Gottes Segen und die Führung des Heiligen Geistes für Maria Montserrat Alvarado in ihrem Wirken für die letztlich ganze Welt!


2
 
 Stephaninus 2. Juni 2026 
 

Guter Entscheid

An dieser Stelle braucht es dringend beste Professionalität & Glaube. Ein Weiheamt ist nicht Voraussetzung!


3
 
 Wynfried 2. Juni 2026 

Trennung von Leitungsgewalt und Weihegewalt

Wird hier nicht unter umgekehrten Vorzeichen genau das umgesetzt, was man der Piusbruderchaft vorwirft?


3
 
 rosenstaedter 2. Juni 2026 
 

Gehört "Radio Vatikan" auch zum Aufgabengebiet von Maria Montserrat Alvarado?

Ich lausche gerne und regelmässig den Sendungen von "Radio Vatikan" auf Kurzwelle, in vielen Sprachen!


1
 
 Patroklos 2. Juni 2026 
 

Hermeneutik des Bruches

Erneut eine nicht geweihte Person an die Spitze eines Dikasteriums zu berufen, zeigt, daß sich das unter Papst Franziskus aufgekommene Verständnis von Amt als reiner Funktion leider auch unter Papst Leo XIV. fortsetzt.
Dies stellt aber einen radikalen Bruch in der Geschichte der Kirche dar und widerspricht auch den Regelungen des Kirchenrechtes.
Nur mühsam wird dies durch definitorische Spitzfindigkeiten zu kaschieren versucht. Ich füge einen "Link" zu einem sehr lesenswerten Artikel von Martin Grichting vom 30. Dezember 2025 in dieser Sache an.
Daß Frau Alvarado fachlich sehr kompetent ist, stelle ich damit übrigens keineswegs in Frage. Aber es geht um Grundsätzliches.

www.kath.net/news/89196


3
 
 Christine 2. Juni 2026 

"Mit Alvarado übernimmt eine erfahrene Führungskraft aus dem Bereich des unabhängigen katholischen Journalismus eine der Schlüsselpositionen der römischen Kurie, um die digitale Transformation der vatikanischen Medien weiter voranzutreiben."

Wunderbar, da hat sie schon mal eine ganze Menge Arbeit vor sich, die dringenst notwendig ist!


5
 

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