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Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu

17. Juni 2026 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
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Die Kirche war mit Regenbogenfarben geschmückt, und das Werbematerial für die Veranstaltung hob den Bezug zum Herz-Jesu-Fest hervor.


Mailand (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Mario Delpini, der Erzbischof von Mailand, hat am 12. Juni eine heilige Messe für Mitglieder der italienischen LGBT-Gruppe „Il Gruppo del Guado“ gefeiert. Die Messe fand am Fest des heiligsten Herzens Jesu statt.

Laut Berichten zelebrierte Delpini die Messe in der Kirche San Carlo al Lazzaretto in Mailand. In seiner Predigt sagte er: „Der Herr hat sich an euch gebunden und euch erwählt, nicht weil ihr das zahlreichste Volk seid – ihr seid nämlich das kleinste –, sondern weil er euch liebt.“ Die Kirche war mit Regenbogenfarben geschmückt, und das Werbematerial für die Veranstaltung hob den Bezug zum Herz-Jesu-Fest hervor.


Die Organisation „Il Gruppo del Guado“ wurde 1980 gegründet und beschreibt sich selbst als Organisation, die spirituelle Begleitung und Gemeinschaft für homosexuelle Katholiken bietet. Sie gilt als LGBT-Lobbygruppe.

In den sozialen Medien kursierten nach der Messe Fotos und Kommentare von Teilnehmern. Ein Besucher zeigte ein T-Shirt mit einer Darstellung Jesu in Regenbogenfarben und dem Schriftzug „Ah Men“ – ein bewusst erotisch gemeintes Wortspiel mit dem liturgischen „Amen“. Derselbe Teilnehmer berichtete, er habe diesen Spruch wiederholt, während er die Kommunion aus den Händen des Erzbischofs empfing.

Der Vorfall steht im Zusammenhang mit einer stärkeren Hinwendung einiger italienischer Bischöfe zu LGBT-Themen. Im Oktober 2025 veröffentlichte die Italienische Bischofskonferenz ein synodales Dokument mit dem Titel „Lievito di Pace e di Speranza“ (Sauerteig des Friedens und der Hoffnung). Darin werden die Kirche und Gemeinden aufgefordert, zivilgesellschaftliche Aktionen gegen „Homophobie und Transphobie“ zu unterstützen, darunter auch Veranstaltungen von nicht-katholischen LGBT-Gruppen wie den so genannten „Pride-Monat“ Juni. Das Papier verwendet pro-LGBT-Terminologie und spricht sich für Bildungsprogramme zu Sexualität und Geschlechtsidentität für Minderjährige aus.

 


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Lesermeinungen

 Wirt1929 17. Juni 2026 
 

Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch!!


0
 
 Stefan Fleischer 17. Juni 2026 

Per-Mariam-ad-Jesum-Christum

«Das hat nichts mit FSSP oder FSSPX zu tun.» Das sehe ich als Zeitzeuge der Entwicklung von Anfang an ganz anders. Was die einfachen Gläubigen mitbekommen haben, war zuerst einmal das Auftreten von EB Lefebvre. Ob zu Recht oder nicht kann ich nicht beurteilen. Er wurde als rechthaberisch und selbstgerecht empfunden. Diese Einschätzung übertrug sich dann auch alle anderen Freunde der alten Form. Daran änderte sich auch durch die Abspaltung der Petrusbruderschaft nichts und ist bis heute noch weit verbreitet. Es gelang der Petrusbruderschaft nicht, sich deutlich genug von der Piusbruderschaft abzugrenzen einerseits und anderseits sich in lehramtlichen Fragen klar genug zu positionieren, um so den Vorwurf des Ungehorsams zu widerlegen. Das führte dann dazu, dass die beiden Bruderschaften vielerorts in den gleichen Topf geworfen wurden und auch heute noch werden. Damit aber wird die Petrusbruderschaft oft daran gehindert, die Kirche im Kampf gegen den Modernismus wirksam zu unterstützen.


1
 
 Per-Mariam-ad-Jesum-Christum 17. Juni 2026 
 

@Stefan Fleischer

Wenn kirchliche Verantwortliche "zu blöde" sind, um zwischen Pius- und Petrusbruderschaft unterscheiden zu können, dann sollten sie keine Entscheidungsträger in der Kirche sein dürfen. Soviel ich gehört habe, gibt es in Italien mitunter ein recht starkes Ressentiment gegen die überlieferte Messe generell bzw. vielerorts. Das hat nichts mit FSSP oder FSSPX zu tun. Lasse mich aber gerne korrigieren.


1
 
 Stefan Fleischer 17. Juni 2026 

Wie ich schon einmal gesagt habe:

Es wird viel zu wenig unterschieden zwischen der Piusbruderschaft und den anderen Gemeinschaften der Freunde der alten Liturgie. Darunter leiden auch diese anderen Gruppen sehr und sehr konkret. Es würde zu weit führen, hier die Gründe auflisten zu wollen. Das würde nur zu einer weiteren «Suche nach den Schuldigen» führen. Helfen könnten nur Schritte von beiden Seiten, welche in Demut und gegenseitigem Verständnis bewusst in diese Richtung getan werden. Doch unsere Welt, ja selbst unsere Kirche, haben viel von ihrem früheren Gottvertrauen verloren, setzen ihre Hoffnung immer auf den Menschen, statt auf Gott.


3
 
 nekonata 17. Juni 2026 
 

@ gebsy

Ja, Gott liebt die Sünder und hat nicht nur mit ihnen gespeist (vgl. Mt 9,11-12), sondern auch mit den Pharisäern und Schriftgelehrten (vgl. Lk 7,36) – aber nicht um sich von ihnen unterwandern zu lassen, sondern um sie auf den richtigen Weg zu bringen. Die Kirche macht das heute umgekehrt.


6
 
 gebsy 17. Juni 2026 

Gott liebt den Sünder,

damit dieser heim findet und umkehrfähig bleibt ...


1
 
 maran atha 17. Juni 2026 
 

Ich bin davon überzeugt, dass diese 'Kirchenmänner" einen sehr hohen Preis für dieses "Verbrechen " der Lüge an diesen Seelen und das in die Irre führen bezahlen werden!


3
 
 Kostadinov 17. Juni 2026 

Das kontrastiert wunderbar...

...mit einer Meldung auf Rorate Caeli. Angeblich hat eine Pilgergruppe unter Leitung eines FSSP-ohneX-Priesters weder in Assisi noch in San Giovanni Rotondo eine Messe feiern dürfen. Die wurde dann in einem Hotelsaal gefeiert. Das ist wieder dieses leidige "anything goes" vieler in der Hierarchie, während die Petrusbruderschaft trotz permanenter Treueschwüre auf Rom vielerorts dahin gewünscht wird, wo der Pfeffer wächst... Ich halte unerlaubte Bischofsweihen für falsch, aber Verständnis für die, welche dafür Verständnis aufbringen, kann ich langsam nicht mehr unterdrücken

rorate-caeli.blogspot.com/2026/06/fssp-pilgrimage-in-italy-denied.html


5
 

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