Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt

5. September 2026 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Durch Anbetung werden Kirche und Welt erneuert - Von Kardinal Robert Sarah


Rom (kath.net/VISION2000.at)

Die Menschen hier im Westen wollen autonom sein, von niemandem abhängig. Viele meinen, es verstoße gegen ihre Würde, etwas zu empfangen. Man  meint zu wissen, wo es lang geht. Daher jetzt auch die vielen Forderungen nach Kirchenerneuerung, die den stark weltlich geprägten Vorstellungen von Synodalvertretern entsprechen – ein Irrweg, wie der folgende Beitrag zu zeigen versucht.  Er ist ein Auszug aus einem Vortrag, den Kardinal Sarah nach einem Besuch der ausgebrannten Kathedrale von Notre Dame in Paris gehalten hat.

Ohne auch nur ein bisschen zu zögern, sage ich ihnen: Sie wollen die Kirche erneuern? Dann müssen wir in die Knie gehen!
Sie wollen diese wunderbare Kathedrale, die die Kirche ist, wiedererrichten? Gehen Sie auf die Knie! In erster Linie ist eine Kathedrale ein Ort, an dem Menschen knien. Eine Kathedrale ist der Ort, wo Gott im Heiligsten Sakrament gegenwärtig ist. Die wichtigste Aufgabe ist es, den Sinn für die Anbetung wiederzuentdecken! Der Verlust des Sinns für die Anbetung Gottes ist der Ursprung von all den Bränden und Krisen, die diese Welt und die Kirche dahintaumeln lässt.

Wir brauchen Anbeter! Die Welt stirbt dahin, weil es an Anbetern mangelt! Die Kirche ist ausgedörrt, weil es an Anbetern mangelt, die ihren Durst stillen! Uns fehlen die Menschen, die auf ihre Knie fallen so wie Jesus, wenn Er sich an Seinen und unseren Vater wendet: „Dann entfernte Er sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: Vater, wenn Du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern Dein Wille soll geschehen.“ (Lk 22,41)


Es wird uns nicht gelingen, ein Verständnis für die Würde der Person wiederzuentdecken, wenn wir nicht die Erhabenheit Gottes anerkennen. Nur dann ist der Mensch groß und besonders edel, wenn er vor Gott auf die Knie fällt. Ein großer Mensch ist demütig, und ein demütiger Mensch kniet sich nieder.

Meine Freunde, wenn wir auch manchmal im Angesicht der Mächtigen in dieser Welt verzagen, wenn wir manchmal vor ihnen die Waffen strecken, erinnert euch daran, dass euch niemand die Freiheit rauben kann niederzuknien.

Wenn ungläubige Priester ihre Autorität missbrauchen und euch brutal davon abhalten, kniend die Heilige Kommunion zu empfangen, verliert nicht die Ruhe und innere Gelassenheit vor dem eucharistischen Herrn. Leistet ihnen keinen Widerstand, sondern betet für die Priester, deren Verhalten Ihn, den sie in ihren Händen halten, läs­tert und profaniert. Versucht die Demut Gottes nachzuahmen und geht in eurem Herzen, eurem Willen, eurem Verstand, in eurer Selbstachtung, ja in eurem ganzen Inneren auf die Knie. Das ist ja der Gott vorbehaltene Bereich.

Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt! Er ist ein unerschütterbarer Schutzwall gegen die Gottlosigkeit und den Wahnwitz der Menschen. Ein Mensch auf den Knien lässt Satan in all seinem Stolz erzittern!

Alle unter euch, die ihr in den Augen der Menschen ohne Macht und Einfluss seid, die ihr aber vor Gott niederzuknien wisst, fürchtet euch nicht vor jenen, die euch einzuschüchtern versuchen! Eure Mission ist groß. Sie besteht darin, die Welt daran zu hindern, sich selbst zu zerstören. (…)

Ihr Christen von heute, werdet ihr die Heiligen und Märtyrer sein, nach denen die Völker stöhnen, werdet ihr die Neu­evangelisation anführen? Eure Heimatländer dürsten nach Christus! Enttäuscht sie nicht! Die Kirche vertraut euch diese Mission an!

Meiner Meinung nach stehen wir an einem Wendepunkt in der Geschichte der Kirche. Die Kirche braucht eine tiefe, radikale Reform, die bei der Änderung im Leben ihrer Priester ihren Anfang nehmen muss. Aber all das steht im Dienst der Heiligkeit. Die Kirche selbst ist heilig. Unsere Sünden und unsere weltlichen Sorgen verhindern es, dass sich diese Heiligkeit ausbreitet. Es ist höchste Zeit, all diese Lasten beiseite zu schieben, damit die Kirche endlich so in Erscheinung tritt, wie Gott sie gemacht hat.
Einige meinen, die Geschichte der Kirche sei geprägt von Strukturreformen. Meiner Überzeugung nach sind es die Heiligen, die die Geschichte verändern. Die Strukturen entstehen dann im Gefolge und tun nichts anderes als das fortzuführen, was die Heiligen eingebracht hatten. Wenn Gott ruft, verlangt er etwas Radikales! Er geht dabei bis an die Wurzeln. Liebe Freunde, wir sind nicht zu mittelmäßigen Christen berufen!

Nein, Gott ruft unser ganzes Wesen, Er verlangt eine totale Hingabe, sogar bis zum Martyrium unseres Leibes und unserer Seele! Er ruft uns zur Heiligkeit: „Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig.“ (Lev 19,2)

 



Auszug aus dem Vortrag am 25. Mai 2019 in der Église Saint François-Xavier in Paris


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lamwool 7. September 2026 
 

Ungenau

habe ich geschrieben.
@sdamon: Aus dem Bericht:
Es war ein Pater (J.Ziminski) und zuhilfe gerufenene Ordensschwestern, die in die Kanalisation hinab stiegen. Zu den Obdachlosen Jugendlichen. Sie herausholten, aufpäppelten und ihnen neue Hoffnung gaben!!!
So und jetzt sagen Sie immer noch 'Nächstenliebenpropaganda??? (und natürlich 'von den Linken'....)


0
 
 gebsy 5. September 2026 

Gilt auch in diesem Fall:

Probieren geht über studieren ...


0
 
 Rolando 5. September 2026 
 

Viele gehen in die Sonne,....

....ist auch gut so, doch wieviel mehr kann der geben, der die Sonne erschaffen hat.


3
 
 sdamon 5. September 2026 
 

Kirche und Barmherzigkeit

@ lamwool
„Daas ist in meinen Augen (auch, oder eher?) Kirche!! Sich zum Verachteten, Leidenden beugen und helfen.“
- ohne Gott und die Anbetung Seiner ist es links-grüne „Nächstenliebepropaganda“.


@ Hope F.
"Aber kann ein Hochmütiger Barmherzigkeit erwarten oder eher ein Demütiger?"
- ein Demütiger erwartet Barmherzigkeit, ein Hochmütiger fordert Barmherzigkeit ein. Deshalb wird der Hochmütiger leer ausgehen.


1
 
 Hope F. 5. September 2026 
 

Auf die Knie

gehen wir in der hl. Messe nur noch selten. So gehen Respekt und Achtung verloren. Auch wird Gott eher als barmherzig und nicht als fordernd geschildert. Aber kann ein Hochmütiger Barmherzigkeit erwarten oder eher ein Demütiger?


2
 
 lamwool 5. September 2026 
 

Realitäten

R.S. schreibt: ..
"Ihr Christen von heute, werdet ihr die Heiligen und Märtyrer sein, nach denen die Völker stöhnen, werdet ihr die Neu­evangelisation anführen?"
Wahres Christsein ist was nun?

Habe das auf BibelTV gesehen, am 31.8.2026 um 18:00:

'Dokumentation
18:00 Uhr Brennpunkt Weltkirche
Ukraine - Die Apostelgeschichte
Pater Jerzy Ziminski versucht in abgelegenen Regionen der Ukraine, den Glauben neu aufleben zu lassen und Bedürftigen zu helfen.'

https://www.bibeltv.de/programm/bibeltv?tag=2026-08-31

Daas ist in meinen Augen (auch, oder eher?) Kirche!! Sich zum Verachteten, Leidenden beugen und helfen.
Gruss


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  3. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  4. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  5. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  6. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  7. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  8. Der Heilige und das Tier
  9. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  12. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  13. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz