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| ![]() Goethes Lieblingsheiliger: Ein Meister der Freude und der Seelenschauvor 52 Minuten in Kultur, keine Lesermeinung Wussten Sie, dass kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe dem Heiligen Philipp Neri in seinem berühmten Werk „Italienische Reise“ ein literarisches Denkmal gesetzt hat und der Mann aus Rom sein persönlicher Lieblingsheiliger war Wien/Rom (kath.net) Der heilige Philipp Neri (1515–1595) fasziniert bis heute weit über die Grenzen der Kirche hinaus. Selbst einer der größten Geister der deutschen Literaturgeschichte konnte sich dem Charme und der tiefen Spiritualität des „Apostels von Rom“ nicht entziehen: Kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe setzte dem Heiligen in seinem berühmten Werk „Italienische Reise“ ein literarisches Denkmal und bekannte offen, dass Philipp Neri sein persönlicher Lieblingsheiliger sei. Besonders im Beichtstuhl zeigte sich die außergewöhnliche Begabung des Heiligen, die Menschen im tiefsten Inneren zu verstehen. Zeitgenossen berichteten immer wieder von einer besonderen geistlichen Gabe Philipps: Er besaß die Fähigkeit der Seelenschau. Oftmals half er den Beichtenden, indem er ihnen ihre eigenen, verborgenen Sünden – oder positiv formuliert: ihre ganz persönliche Wahrheit – behutsam offenbarte, noch bevor sie diese selbst in Worte fassen konnten. Gleichzeitig war es die unerschütterliche Fröhlichkeit, mit der Philipp Neri das Rom des 16. Jahrhunderts transformierte. In einer Zeit, die oft von religiöser Strenge geprägt war, lebte er eine humorvolle, nahbare und zutiefst menschenfreundliche Frömmigkeit vor. Er war überzeugt, dass der Glaube keine Traurigkeit stiften, sondern das Herz mit Freude erfüllen sollte – ein Wesenszug, der Jahrhunderte später auch den protestantisch geprägten Dichterfürsten Goethe tief beeindruckte. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
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