Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise

31. August 2026 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Gallagher: Nach Russland gereist, "um von Frieden zu sprechen und um jene zu ermutigen, die wegen des Krieges beunruhigt sind"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der vatikanische Außenminister Paul Richard Gallagher hat eine positive Bilanz seiner fünftägigen Moskaureise in der vergangenen Woche gezogen. In einem Interview mit dem Portal "Vatican News" bekräftigte der Erzbischof die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung in dem seit 2022 andauernden Krieg.

Er sagte: "Wir wissen sehr gut, dass historisch gesehen alle Kriege mit Verhandlungen und einem Abkommen enden und dass dann damit begonnen wird, die Beziehungen zwischen den ehemaligen Kriegsparteien wiederherzustellen. In diesem Sinne bietet und verspricht die Diplomatie eine mögliche Lösung."

Auch Russen sehen sich nach Frieden

Der Außenbeauftragte des Papstes deutete an, dass es auch auf russischer Seite Gesprächspartner gebe, die ein Ende des Krieges herbeisehnten. Sie wolle man unterstützen. Er sei nach Moskau gereist, "um von Frieden zu sprechen und um jene zu ermutigen, die wegen des Krieges beunruhigt sind", sagte Gallagher. "Ihnen sagen wir: 'Habt Mut, schlagt den Weg des Friedens ein; habt die Hoffnung, an bessere Tage zu glauben.'"


Zur Rolle der vatikanischen Diplomatie im russisch-ukrainischen Krieg sagte Gallagher: "Der Heilige Stuhl geht nicht auf Einzelheiten der Verhandlungen ein und schlägt auch keine technischen Lösungen vor, da dies in der direkten Verantwortung der kriegführenden Parteien liegt. Der Heilige Stuhl (...) ruft dazu auf, guten Willen zu zeigen, um ernsthaft einen Dialog in Gang zu bringen."

"Wir tun, was andere derzeit nicht tun"

Dabei wendet er sich sowohl an die Russische Föderation als auch an die Ukraine und an andere Länder und fordert, "dass keine Mühen gescheut werden, um Raum für den Dialog zu schaffen". Der Vatikan tue "das, was andere derzeit nicht tun, und lädt ein zu überlegen, ob die bisher eingeschlagenen Strategien die Ergebnisse hervorbringen, die es braucht, um die Tragödie zu beenden".

Der britische Kurienerzbischof betonte die Bedeutung humanitärer Aktionen. In diesem Bereich leiste der Heilige Stuhl bereits seit langem seinen Beitrag. Dieses Engagement werde sehr geschätzt. 

In Moskau hatte Gallagher in einem Pressestatement erklärt, der Heilige Stuhl biete zudem seine "guten Dienste" an, um Wege zu neuen Verhandlungen für einen Frieden im Ukraine-Krieg zu öffnen. Dazu erklärte er nun: "Es scheint, als sei eine direkte Einbindung unserer diplomatischen Vertretungen nicht erwünscht. Dennoch wurde die Geste gewürdigt - die Tatsache, dass wir uns nicht aus der Verantwortung ziehen."

Schnittmengen mit dem orthodoxen Außenamt

In dem Interview ging Gallagher auch auf seine Begegnung mit dem Leiter des Außenamtes des russisch-orthodoxen Patriarchats, Metropolit Antonij, ein. Er sprach von einem "sehr herzlichen, geschwisterlichen Verhältnis". Und weiter: "Es war ein sehr ermutigendes Treffen, das gezeigt hat, dass wir sehr viele Dinge teilen, auch wenn wir in einigen Fragen unterschiedliche Ansichten haben."

Schließlich würdigte Gallagher seine Begegnungen mit den Angehörigen der römisch-katholischen Minderheit in Russland, die er als Brückenbauer in der russischen Gesellschaft bezeichnete. Das einzige Treffen in Moskau, zu dem er sich nicht äußerte, war die Begegnung mit Putins außenpolitischem Chefberater Juri Uschakow. Es fand am Donnerstag im Büro des Beraters statt; ursprünglich war es für Mittwoch angekündigt. Auch von russischer Seite gab es zu dem Treffen keine Erklärung.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Erzbischof Gallagher (c) Vatican Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Anaximander Ansorg 1. September 2026 
 

Dank!

Vielen Dank für diesen sehr wichtigen und umfangreichen Abschlussbericht. Ich weiß nur nicht genau, was seine Exzellenz mit "Brückenbauer" meint. Alle Orthodoxe sind für mich Mitchristen im vollständigen Sinne, und sind bei mir in meinem Haus - ganz ohne Brücke - immer willkommen.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  4. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  5. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  6. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  7. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt
  8. Damit die nächste Saat aufgehen kann
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  12. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  15. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz