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Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war

10. August 2026 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Der international bekannte Gitarrist Bruno Battisti D’Amario, der nun mit 88 Jahren gestorben ist, sollte von der römischen Basilika Santa Maria aus beigesetzt werden - Doch dann wurde seine aktive Mitgliedschaft bei den Freimaurern bekannt


Rom (kath.net/Katolicka Agencja Informacyjna/red) Die Erlaubnis zur Feier der Trauermesse wurde von Kardinal Baldassarre Reina, dem Generalvikar von Papst Leo XIV. für das Bistum Rom, verweigert. Zuvor war die Zeremonie bereits geplant geplant gewesen und die Basilika sollte eigens für diesen Anlass im August geöffnet werden. Die Entscheidung wurde jedoch revidiert, nachdem Informationen über D’Amarios aktive Mitgliedschaft in der Freimaurerei bekannt wurden. Laut der italienischen Publikation „La Nuova Bussola“ war den für die Basilika zuständigen Geistlichen seine Mitgliedschaft im „Grande Oriente d’Italia“ (Großorient von Italien) zunächst nicht bekannt. Darüber berichtete ausführlich die polnische Katholische Nachrichtenagentur KAI.

D’Amario war ein angesehener klassischer Gitarrist und Professor am Konservatorium San Pietro a Majella in Neapel. Er arbeitete jahrelang mit Ennio Morricone zusammen; sein Gitarrenspiel ist auf den Soundtracks von Filmen wie „Für eine Handvoll Dollar“, „Für ein paar Dollar mehr“, „ „ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ zu hören.


Nach dem Tod des Musikers wurden seine Verbindungen zur Freimaurerei vom „Grande Oriente d’Italia“ öffentlich bestätigt. In einem veröffentlichten Nachruf würdigte die Organisation ihn als Gründer der Loge „Giuseppe Leti“ in Rom und als Komponisten der offiziellen Hymne des Großorients von Italien. Berichten zufolge leitete D’Amario zudem zweimal das Regionalkollegium der Logenmeister (Venerabili Maestri) von Latium und fungierte als Berater innerhalb der Freimaurerei.

Diese Informationen wurden dem Rektor der Basilika, Bischof Antonio Staglianò – der zugleich Präsident der Päpstlichen Akademie für Theologie ist – übermittelt. Nach Überprüfung der Einzelheiten wandte er sich an Kardinal Reina. Dem Prälaten zufolge verweigerte der Generalvikar des Papstes nach Rücksprache mit der Rechtsabteilung des Bistums Rom die Erlaubnis zur Feier der Trauermesse. Bischof Staglianò erhielt daraufhin eine schriftliche Bestätigung dieser Entscheidung.

Auch der Rektor der Basilika sprach mit der Tochter des Verstorbenen. Seinen Angaben zufolge wusste sie nichts von der Zugehörigkeit ihres Vaters zur Freimaurerei. Zudem lagen den kirchlichen Stellen keinerlei Informationen vor, die darauf hingedeutet hätten, dass D’Amario vor seinem Tod aus der freimaurerischen Organisation ausgetreten war.

Letztlich fand lediglich eine Gebetsfeier im Kreis der Familie statt – in Anwesenheit eines Priesters, jedoch ohne Feier einer Messe oder das Tragen liturgischer Gewänder. Bischof Staglianò merkte an, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine Messe für den Verstorbenen gefeiert werden könne.

Die Entscheidung von Kardinal Reina steht im Einklang mit der beständigen Haltung der katholischen Kirche zur aktiven Mitgliedschaft in freimaurerischen Organisationen. Eine Erklärung der Glaubenskongregation aus dem Jahr 1983 bekräftigte die ablehnende Haltung der Kirche gegenüber Freimaurervereinigungen, da deren Prinzipien als unvereinbar mit der katholischen Lehre gelten. Im November 2023 bestätigte das Dikasterium für die Glaubenslehre erneut die Unvereinbarkeit einer aktiven Mitgliedschaft in der Freimaurerei mit der kirchlichen Lehre. Der Fall D’Amario zeigt, dass sich die lehramtliche Position der Kirche in dieser Frage trotz jahrelanger Zusammenarbeit und des Dialogs zwischen Kirchenvertretern und Personen aus dem Umfeld der Freimaurerei nicht geändert hat.


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Lesermeinungen

 Tante Ottilie 11. August 2026 
 

@hiasl

M.W. handelt es sich um Maurice Caillet, ehem. Freimaurer des 18. Grades welcher sich zum Chrostentum bekehrt hat.


0
 
 SalvatoreMio 11. August 2026 
 

Die Freimaurerei

@pikkuveli @hiasl: Vielen Dank für die Beiträge. Persönlich würde ich keinen Schritt in die Richtung gehen. Doch es wunderte mich. Denkt man darüber nach, so kann es 2 so unterschiedliche Ströme auch nicht geben.- In meiner Jugend hatte ich einen Arbeitsplatz in einem Weltkonzern. Mein zweiter Chef vor Ort war nicht nur unnahbar und unfreundlich, sondern witterte offenbar Böses.Nach einer Mittagspause schob ich das restliche Brot in eine Schublade; zufällig sah er das und rief: "Was haben Sie da versteckt?" Ich zog das Brot hervor, und er verschwand wortlos. Bald darauf ein erschreckender Zeitungsbericht. Er war in einem Stadtpark erschossen aufgefunden worden. In unserer Firma fiel kein Wort darüber. Auch von einer Beerdigung wurde nichts laut. Er war einfach weg.


0
 
 hiasl 11. August 2026 
 

@SalvatoreMio

Es gibt da ein Buch eines französischen Aussteigers, der das ganz gut widerlegt (leider fällt mir der Name gerade nicht ein, hab es aber vielleicht sogar hier gekauft...). So wird den Kandidaten zur Aufnahme und den neu aufgenommenen Mitgliedern eine ganze Zeit lang vorgekaukelt, dass das Christentum und die Freimaurerei sich einander überhaupt nicht ausschliessen. Je höher man in der Loge aber aufsteigt (es gibt ein umfassendes Rangsystem), umso mehr wird man (allerdings langsam und schonenend, so dass man sich kaum wehren kann) in die satanischen Grundsätze der Freimaurerei eingeführt. Mit dem Christentum ist das überhaupt nicht vereinbar. Auch wenn das niederrangige Mitglieder anfangs noch guten Gewissens behaupten. Hoffe das hilft.


2
 
 pikkuveli 11. August 2026 
 

Recht gehandelt

SalvatoreMio: Ich hatte zwei Mal Kontakt mit "Christlichen Freimaurern". Besonders in dem einen Fall ging es letztlich darum, neue Freimaurer zu aquirieren. Das Freimaurertum stand also für sie über dem Christentum.
Gläubig in einem allgemeineren Sinn: vielleicht. Aber nicht im Sinn der Lehre der Kirche. Ein Gott - vielleicht. Aber nicht der Dreieinige, der durch Christus von den Sünden erlöst. Denn das Freimaurertum lehrt genau hier anders. Und: Die Heilige Schrift ist nicht „erste Große Licht“ (abendländischen Logen). Sie ist das einzige Licht (wenn man die Terminologie übernimmt). Der daraus folgende Synkretismus widerspricht ihr zutiefst.
Folglich: Bischof Antonio Staglianò hat recht gehandelt.


1
 
 SalvatoreMio 10. August 2026 
 

Gibt es "Christliche Freimaurer"?

@Fink: da fällt mir ein: bei der Beerdigung meiner Tante traf ich einst nahe Angehörige, Geschäftsleute, die ich aber nicht weiter kannte. Sie erzählten, sie seien christliche Freimaurer. Ich hatte auch den Eindruck, sie seien gläubig. Leider ergab sich keine weitere Kontaktmöglichkeit.


1
 
 Fink 10. August 2026 
 

Konsequent und gut gehandelt !

"Die Tochter wusste nichts von der Zugehörigkeit ihres Vaters zur Freimaurerei". Großes Fragezeichen.
Warum eigentlich wollen Freimaurer (und andere "Ungläubige") eigentlich ein Requiem und ein kirchliches Begräbnis? Sie glauben doch NICHT an die (alleinige) Wahrheit des Evangeliums, an das Jüngste Gericht, an Himmel und Hölle. Demzufolge wollen diese auch gar nicht "in den Himmel kommen". Konsequent wäre es dann, wenn sie auf alle kirchlichen Zeremonien verzichten würden. Oder geht es da nur um Folklore und Trost für die Angehörigen ?


4
 

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