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Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!vor 3 Stunden in Kommentar, 7 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
In Irland passieren derzeit interessante Dinge: Bistümer werden de facto zusammengelegt. Auch im deutschsprachigen Raum könnte man locker ein Dutzend Diözesen zusammenlegen und etliche Diözesanbischöfe einsparen. Ein Kommentar von Roland Noé
Dublin-Wien (kath.net)
Was vor wenigen Jahren im ländlichen Westen Irlands als vorsichtiges Experiment begann, hat nun auch den Osten der Insel erreicht: Die Zusammenlegung von Diözesen in persona episcopi. Mit der Ernennung von Bischof Gerard Nash zum zeitgleichen Oberhirten von Ferns und Ossory setzt der Vatikan einen bemerkenswerten Kurs fort. Formal bleiben die Bistümer zwar eigenständig, doch die Praxis spricht eine deutliche Sprache: Die irische Kirche schrumpft – und mit ihr ihr Verwaltungsapparat. Wenn historische Bistümer aus dem 6. und 7. Jahrhundert aus Personalmangel unter einer einzigen Bischofsmütze vereint werden, zeigt das vor allem eines: Wo die Substanz schwindet, müssen endlich auch die aufgeblähten Strukturen folgen. 
Genau an diesem Punkt wird die Entwicklung in Irland zum Spiegel für die Katholische Kirche in Deutschland und den gesamten deutschsprachigen Raum. Während hierzulande die Zahl der Gläubigen und die Einnahmen seit Jahren dramatisch einbrechen, leistet man sich weiterhin 27 vollwertige Diözesen mit eigenen aufgeblähten Verwaltungen, Generalvikariaten, Domkapiteln und Bischofssitzen. Den Gläubigen ist kaum mehr vermittelbar, warum angesichts leerer Bänke und schwindender Priesterzahlen starr am Status quo festgehalten wird: Immer weniger Gläubige, aber unverändert viele Bischöfe.
Es ist höchste Zeit, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei den Kirchenstrukturen endlich konsequent gespart wird. Diözesen, die vor allem Pfarreien auflösen und kaum noch Priesternachwuchs hervorbringen, sollten aus Rom mit spürbaren Konsequenzen rechnen müssen. In Österreich könnten das Burgenland, das Bistum Gurk oder die Diözese Feldkirch problemlos von Nachbardiözesen mitverwaltet werden. Auch die Diözese Linz, die de facto kaum mehr Priesternachwuchs verzeichnet, könnte von Salzburg mitbetreut werden. Die entsprechenden Bischofssitze ließen sich schlicht einsparen.
Auch in Deutschland wissen die Katholiken vor Ort am besten, was sinnvoll und machbar ist. Das Einsparpotenzial von fünf bis zehn Diözesanbischöfen liegt auf der Hand.
Die Reduzierung und Fusion von Bistümern sowie die Zusammenlegung von Bischofssitzen böte enorme finanzielle Freiräume. Mittel, die nicht länger in der Verwaltung versickern, sondern endlich wieder direkt in die Seelsorge vor Ort und die Arbeit mit den Menschen investiert werden könnten. Wer den Status quo stur verwaltet, verpasst den Zeitpunkt für einen echten Neuanfang.
Foto: (c) GROK
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Lesermeinungen| | antony vor 19 Minuten | |  | Nun ja: Verhältnisse beachten. - Irland: 3,7 Mio Katholiken, 26 Bistümer. Im Schnitt also 142.000 Katholiken pro Bistum.
- Deutschland: 19,2 Mio Katholiken, 27 Bistümer. Im Schnitt also 711.000 Katholiken pro Bistum. 5x so viele wie in Irland.
- Frankreich: ca. 37 Mio. Katholiken, 94 Bistümer. CA. 393.000 Katholiken pro Bistum. Gut die Hälfte von Deutschland.
- In Polen (27 Mio auf 41 Bistümer) 658.000
- Österreich 507.000 Katholiken pro Bistum
- Schweiz: 450.000
Von allen genannten Ländern hat Deutschland die größten Bistümer. |  0
| | | | | 8994 vor 34 Minuten | | | | ... Das Problem sind eher die Verwaltungen der Diözesen, in denen die ganzen Synodalbewegten Mitarbeiter sitzen und alles dafür tun, um einen Aufbruch zu verhindern. |  0
| | | | | Fink vor 55 Minuten | | | | In Gesamt-Irland gibt es 26 Bistümer, bei 4,3 Millionen Katholiken ! Das hat mir gerade die Künstliche Intelligenz KI von Google verraten. Also, da kann man ruhig Bistümer zusammenlegen !?
Insofern hat sich mein vorhergehender Beitrag erübrigt ! |  0
| | | | | Fink vor 1 Stunden | | | | Wie viele Diözesen gibt es in Irland ? Wie viele Katholiken pro Diözese ? Im Vergleich dazu- wie sind die Verhältnisse in DE, Österreich, Schweiz ?
Solche Zahlen wären bei der Diskussion hilfreich. |  0
| | | | | Mariat vor 1 Stunden | |  | Der Wunsch des Gedankens lässt sich nur schwer umsetzen ! An sich ist ihr sehr fundierter Vorschlag, Hr. Noé ja nicht einfach so erfunden, sondern hat schon seinen Grund.
Doch kaum ein Bischof bittet um seinen Rücktritt, ( aus Gewissensgründen),da er in seiner Diözese wenig oder kaum noch Priesternachwuchs hat, oder sehr wenig Kirchgänger.
Wenn allerdings der Papst beschließen sollte, weniger Bischöfe in ihrem Amt zu belassen - aus eben diesen Gründen, haben sie immer noch Anspruch darauf ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Also bleibt da eine Ersparniss? www.domradio.de/glossar/so-funktioniert-der-ruecktritt-eines-bischofs |  0
| | | | | sdamon vor 2 Stunden | | | | Irland - katholisch ? Was vor wenigen Jahren im ländlichen Westen Irlands als vorsichtiges "Experiment begann, hat nun auch den Osten der Insel erreicht: Die Zusammenlegung von Diözesen in persona episcopi."
Ist das nicht ein der der Gründe für den Rückgang der katholischen Taufen in den letzten zehn Jahren um 30% ?
Die Zusammenlegung von Diözesen ist eine passive Reaktion auf die Wirklichkeit der Kirche und würde vermutlich nichts bringen. Nachdem die Homoehe in Irland nach einem Referendum vor 11 Jahren erlaubt wurde und die Abtreibungsgesetze ebenfalls nach einem Referendum vor 8 Jahren gelockert wurden, muss man sich nicht wundern, wohin die Reise der einst katholischen Iren geht. |  1
| | | | | Versusdeum vor 2 Stunden | | | | Und wenn man die Spreu vom Weizen trennt, würde dies auch dem Glauben und dem Seelenheil der Herde dienen. Und nein, das Gleichnis will uns ganz sicher nicht sagen, dass man Irrlehrer in Priesterseminaren oder auf Bischofssitzen belassen soll, sondern, dass sich erst im letzten Moment des endgültig entscheidet, ob ein Mensch ewig gerettet wird oder nicht. Denn der HERR sagte, "... und lehret sie alles zu halten, was ich Euch geboten habe", nicht, "sucht Euch davon raus, was Euch in den Kram passt" |  1
| | | | | Sint Bavo vor 2 Stunden | | | | Logische Konsequenz Hinsichtlich der ganzen Pfarrauflösungen und -zusammenlegungen ist das ja nur die logische Konsequenz und wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit. |  1
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