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| ![]() Erdbeben in Kolumbien: Priester evakuierte Gläubige während der Messfeiervor 4 Stunden in Chronik, 1 Lesermeinung Mehrere Berichte von geglückter Rettung aus Gottesdiensten und Spitälern - VIDEO Bogota (kath.net/KAP/red) Ein katholischer Priester hat während des schweren Erdbebens in Kolumbien am 10. August die Gläubigen seiner Kirche gemeinsam mit der hl. Eucharistie ins Freie geführt. Das Beben ereignete sich laut der Nachrichtenagentur aciprensa genau während einer Messe in der Kirche Santísima Trinidad in Palmira im Departamento Valle del Cauca. Pfarrer Oscar Aguirre Calderón blieb nach eigenen Angaben ruhig und brachte die Gottesdienstbesucher vor dem teilweise beschädigten Kirchengebäude in Sicherheit. Der Priester hatte kurz zuvor die Wandlungsworte gesprochen und war gerade dabei, die Kommunion auszuteilen, als die Erde zu beben begann und die Kirchenfenster zu vibrieren anfingen. Aguirre Calderón begann zu beten und forderte die Gläubigen auf, langsam das Gotteshaus zu verlassen. Dabei nahm er den Kelch mit der hl. Eucharistie mit. "Wir konnten mit dem Allerheiligsten Sakrament hinausgehen, was für uns alle ein Segen war", berichtete der Priester in einem von der Diözese Palmira veröffentlichten Video. Die Gläubigen versammelten sich anschließend auf einem Platz vor der Kirche. Kurz darauf stürzte ein Teil des Kirchturms ein, auch Teile der Kuppel wurden beschädigt. Im Inneren lösten sich Ziegel und beschädigten unter anderem zwei Kapellen. Verletzt oder getötet wurde nach Angaben des Pfarrers niemand. Die Kirche Santísima Trinidad gilt als Kulturerbe der Stadt und hat für die Bevölkerung eine besondere Bedeutung. Wegen der Schäden kann dort vorerst keine hl. Messe gefeiert werden. Zunächst seien Reparatur- und Sicherungsarbeiten notwendig. Auch mehrere weitere Kapellen und Kirchen der Diözese Palmira wurden laut Angaben durch das Erdbeben beschädigt. Zahlreiche Videos von Erdstößen Auch von anderen geglückten Evakuierungen berichtet aciprensa. So waren in der Klinik Panamericana im nordkolumbianischen Apartado während des Bebens Patienten und Personal ins Freie gebracht worden, bevor der Arzt German Somoyar noch einmal in die Klinik zurückkam, um zwei Neugeborene aus der Neonatologie im sechsten Stock in Sicherheit zu bringen. Zuvor hatte er zwei vom Beben verängstigte Mütter beruhigt und zur Evakuierung aufgefordert. "In meiner Arbeit haben Kinder immer hundertprozentige Priorität", gab der Kinderarzt an. Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer infolge des Bebens auf mindestens 254 gestiegen, darunter allein in Pereira 101 und in Cali 95 gemeldete Tote. Tausende Menschen verloren ihr Zuhause, weil Gebäude einstürzten oder wegen schwerer Schäden unbewohnbar wurden. Besonders schwierig ist die Lage in abgelegenen Gemeinden der Pazifikregion Chocó nahe dem Epizentrum, wo teilweise Strom und grundlegende Versorgung fehlen. Da die Kommunikation mit mehreren betroffenen Gebieten weiterhin unterbrochen ist, wird ein weiterer Anstieg der Opferzahl befürchtet. Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Video: Erdbeben während der Kommunionspendung (ab Min. 53) Schaden an der Kathedrale von Manizales
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