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"Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"10. August 2026 in Familie, 6 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Österreichischer Kanzler Stocker von der ÖVP sorgt bei Begegnung mit Bürgern für Empörung - Später gab es eine Enschuldigung
Wien (kath.net)
Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker hat vergangene Woche bei einer Begegnung mit Bürgern für Empörung gesorgt, als er meinte, dass dass die Betreuung von Kindern für ihn keine Arbeit sei. Dies berichtet die "Krone". Laut der Zeitung fragte eine Teilnehmerin nach mehr finanzieller Unterstützung für Mütter. Stocker, der zu den unbeliebtesten Politikern des Landes gehört, meinte dann: "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich". Sogar die Moderatorin war sprachlos bei der Antwort "Familie ist nicht in bezahlter Arbeit zu rechnen. Wenn wir Familien als ‘Business Case‘ sehen, wenn wir Familien als Rechenbeispiel begreifen, dann ist das ein anderes Familienbild als das, das ich habe“, so der Kanzler laut der Zeitung. Am nächsten Tag folgte eine Entschuldigung. 
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Lesermeinungen| | Fatima 1713 11. August 2026 | | | | @Richelius Ja, auch Kinder werden grundsätzlich als "Freizeitvergnügen" betrachtet. Wenn man gerade Lust auf "Elterngefühle" hat, schafft man sich welche an (auf welche Art auch immer) und wenn sie gerade nicht ins Konzept passen, schiebt man sie ab oder bringt sie noch "rechtzeitig" im Mutterleib um. Wenn sie dann da sind, möchte man am liebsten ihr bester Kumpel sein und die weniger vergnügliche Erziehungsarbeit sollen Institutionen übernehmen, und dort wird man (ich z. B.) tatsächlich dafür bezahlt. Da ist es dann plötzlich doch Arbeit, die man "aufrechnen" kann. |  1
| | | | | Richelius 11. August 2026 | | | | @ Fatima 1713 Ja, Hausarbeit und Kindererziehung ist Arbeit. Das war früher auch allen klar. Seit der Aufklärung ist diese Tatsache zunehmend ignoriert worden. Bis vor wenigen Jahrzehnten hätte so eine Aussage zumindest einen ordentlichen Ehekrach gegeben (deshalb mein nicht ganz ernst gemeinter Hinweis auf das Nudelholz), aber mittlerweile gilt jede unbezahlte Tätigkeit als „Freizeitvergnügen“ und nicht als Arbeit. Hier zeigt der Materialismus sein häßliches Gesicht. |  1
| | | | | Richelius 10. August 2026 | | | |
„Ehefrau + Nudelwalker“ ist ein probates Mittel gegen so unbedachte Aussagen… |  0
| | | | | Fatima 1713 10. August 2026 | | | | Gut! Gut, dass darüber geredet wird! Kindererziehung, Hausarbeit etc. ist Schwerstarbeit und ja - man kann und soll sie einander innerhalb der Familie nicht "aufrechnen" - da hat er schon recht. ABER: Die Arbeit, die Eltern in und für die Familie leisten, verdient größtmögliche Unterstützung und Anerkennung durch Gesellschaft und Politik, auch finanzielle! Das klar zu machen und umzusetzen wäre die Aufgabe eines Politikers, der einer Partei angehört, die noch immer gelegentlich von sich behauptet, für christliche Werte einzustehen. |  0
| | | | | SarahK 10. August 2026 | | | | Heute bin ich da so la-la Ich muss jedenfalls immer noch über mich lachen, als unsere Tochter auf der Welt war bekam ich einen Brief vom Amt, dass ich 0 € während der Elternzeit erhalte. Ich hatte nicht mit Geld gerechnet, brauchte es Gott sei Dank auch nicht aber schwarz auf weiß zu sehen, nicht nur dass ich quasi plötzlich nichts mehr wert war $$$, ich quasi mein Jet-Set Leben eingetauscht hatte für ein da auch noch ein krankes Kind, dass Tag und Nacht meine Beträuung benötigte in einem Haus, dass ich hasste am Ende der Welt weit weg von Familie und Freunden (tollste Idee meines Lebens) Ja damals wäre ich ihm bei so einer Aussage an die Gurgel gegangen. Heute bin ich etwas differenzierter, ok ich bin auch schon lange zurück im Beruf, ich finde wenn mehr Menschen glücklich und zufrieden mit der unbezahlbaren Mutterrolle wären, diese aber auch gesellschaftlich angesehen wäre, ich kann es ja nun nicht beurteilen aber ginge es uns dann evtl besser, der Gesellschaft, auch den Senioren für die Auch Zeit da wäre? |  0
| | | | | ab55 10. August 2026 | | | | Wie man sieht, kann man etwas gut und richtig meinen ... aber so dumm ausdrücken, dass es Menschen, die es falsch verstehen und immer alles negativ sehen wollen, es auch können. Meiner Meinung nach wollte Stocker (den ich auch nicht unbedingt mag) ausnahmsweise mal aus christlicher Sicht etwas durchaus richtiges sagen, leider hat er es komplett versemmelt. Natürlich ist Arbeit mit Kindern und deren Erziehung auch in der Familie aus physikalischer Sicht (Arbeit=Energie x Weg) anstrengend und daher Arbeit, aber es ist nicht nur Arbeit im beruflichen Sinn, wenn man es so sähe, lasse man es lieber bleiben, es ist Berufung und man bekommt als Vater, Mutter, Opa und Oma auch mehr zurück, als bei beruflicher Arbeit. Das kann kein Gehalt der Welt aufwiegen. Und ja: die Leistung der Eltern, Kinder groß zu ziehen, ihnen Werte mit auf den Lebensweg zu geben, ist eine Investition in die Zukunft der Gesellschaft und muss vom Staat auch finaziell fair unterstützt werden, wie andere ehrenamtliche Tätigkeiten bei Feuerwehr, Pensionistenclubs, ... auch. |  2
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