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'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

vor 17 Minuten in Deutschland, keine Lesermeinung
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Während eine offizielle kath. Agentur aus Deutschland Kardinal Müller gerne totschweigen möchte, hat die BILD-Zeitung den kath.net-Kommentar über die politischen Einmischung der deutschen Bischöfe aufgegriffen


Rom / Berlin (kath.net)
Ein deutliches Signal aus Rom schlägt hohe Wellen in den deutschen Leitmedien. Während offizielle kath. Agenturen aus Deutschland Kardinal Müller gerne todschweigen wollen, hat BILD, die bekannteste Tageszeitung Deutschlands, am Dienstag den auf kath.net veröffentlichten Beitrag von Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller aufgegriffen, in dem der frühere Präfekt der Glaubenskongregation die politische Einmischung deutscher Bischöfe scharf kritisiert.

Unter der Überschrift „Wegen AfD! Kardinal rügt Bischöfe“ berichtet das reichweitenstarke Portal über Müllers Mahnung zur theologischen und parteipolitischen Zurückhaltung der Oberhirten. Anlass für Müllers Wortmeldung waren Debatten und Bischofskundgebungen im Umfeld der jüngsten Wahlen.


In seinem kath.net-Beitrag mahnte der Kardinal eine klare Abgrenzung des geistlichen Amtes vom Tageskampf der Parteien an. BILD zitiert die zentralen Sätze des Regensburger Altbischofs:

„Sie dürfen also keineswegs ihre geistliche Vollmacht in dem legitimen Kampf um die Mehrheit der Wählerstimmen in einem demokratischen Rechtsstaat [...] zu Gunsten oder zu Ungunsten einer einzelnen politischen Partei in die Waagschale werfen.“

Müller betont in seinen Ausführungen, dass einige „befremdliche Äußerungen deutscher Bischöfe anlässlich der Wahlen in Bund, Ländern und Kommunen der Klarstellung aus theologischer Sicht“ bedürfen. Das Bischofsamt dürfe nicht für parteipolitische Parole instrumentalisiert werden, da die Primäraufgabe der Hirten die Verkündigung des Evangeliums und die Wahrung des Glaubensgutes sei.

Dass nun auch ein reichweitenstarkes Massenmedium wie BILD den theologischen Einspruch Müllers thematisiert, unterstreicht die wachsende Brisanz der Debatte um das Rolle- und Amtsverständnis der Katholischen Kirche in der deutschen Parteienlandschaft.

Der kath.net-Kommentar von Kardinal Müller

 


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