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Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei

17. September 2026 in Prolife, 4 Lesermeinungen
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Im vergangenen Jahr hatte bereits das Bistum Bratislava die Schirmherrschaft übernommen, dies wird dieses Jahr ausgeweitet.


Bratislava (kath.net/pl) „Wir Bischöfe“ haben „gerne die Schirmherrschaft über den Nationalen Marsch für das Leben übernommen, zu dem wir alle am Sonntag, dem 20. September, nach Bratislava einladen“. Das schreiben die katholischen Bischöfe der Slowakei in ihrem Hirtenbrief zum Nationalen Marsch für das Leben, der am 20.9.2026 in Bratislava stattfinden wird. Im vergangenen Jahr hatte bereits das Bistum Bratislava die Schirmherrschaft über diese ProLife-Demonstration übernommen (kath.net hatte berichtet).

kath.net dokumentiert den Hirtenbrief der Ortsbischöfe aller slowakischen Bistümer zum bevorstehenden „Nationalen Marsch für das Leben 2026“, der am Sonntag, den 13. September 2026, in allen Kirchen verlesen wurde, in voller Länge in eigener Übersetzung:

Liebe Brüder und Schwestern,

Bewaffnete Konflikte drängen uns eindringlich dazu, über den Wert des menschlichen Lebens nachzudenken. Uns ist die Sinnlosigkeit des Sterbens von Soldaten und Zivilisten infolge der Machtansprüche einzelner Personen schmerzlich bewusst. Weinende Mütter, verwitwete Ehefrauen, trauernde Schwestern und verwaiste Kinder sind die erschütternden Folgen von Kriegen, in denen letztlich alle verlieren und die Schwächsten das größte Leid ertragen müssen. „Zorn und Wut – beides ist abscheulich; der Sünder hält daran fest“, lesen wir im Buch Jesus Sirach.

Die heilige Mutter Teresa von Kalkutta hat die inneren Zusammenhänge zwischen der äußeren und der verborgenen Aggression eines Menschen treffend aufgezeigt, als sie vor fast fünfzig Jahren den Friedensnobelpreis entgegennahm. Vor einem stillen Saal voller einflussreicher Persönlichkeiten zögerte sie nicht, ruhig und bestimmt tiefgreifende Wahrheiten über das Leben auszusprechen: „In unserer heutigen Zeit ist die Abtreibung der größte Zerstörer des Friedens, denn sie ist ein offener Krieg – eine direkte Tötung, die von der Mutter selbst begangen wird. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind töten kann, was ist dann anderes zu erwarten, als dass ich dich töten könnte und du mich? Es gibt keinen Unterschied zwischen Abtreibung und gegenseitiger Tötung...“


In diesem Sinne stellt uns das Matthäusevangelium (Mt 18,21–35) das ernüchternde Beispiel des unbarmherzigen Knechtes vor Augen – eines Schuldners, der die Güte seines Herrn und den Erlass seiner Schuld erfahren hatte, sich aber dennoch grausam gegenüber jenen verhielt, die *ihm* etwas schuldeten. Im Kern hält dies all jenen einen Spiegel vor, die selbst das Geschenk des Lebens genießen, es aber anderen verwehren. „Wir sind hier“, betonte Mutter Teresa in jener Ansprache, „weil unsere Eltern uns wollten. Auch wir wollen unsere Kinder und lieben sie. Doch was ist mit den Millionen, die durch Abtreibung getötet wurden?“

Bei der Erwähnung von „Millionen“ mag einem die vielerorts gemeldete Tatsache in den Sinn kommen, dass die Zahl der Abtreibungen in der Slowakei rückläufig ist. Natürlich ist jedes gerettete Kind eine wunderbare, einzigartige Nachricht. Doch Kinder sind nicht bloß Statistik; es bleibt die Tatsache, dass jedes einzelne Kind als vollwertiger Mensch vom Augenblick der Empfängnis an schutzwürdig ist. Konkrete Maßnahmen zur Unterstützung von Müttern in Krisensituationen sollten dieses Ziel verfolgen – ebenso wie die Gesetzgebung –, nämlich das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu schützen. Im Geiste des Aufrufs des Evangeliums, „hinauszufahren in die Tiefe“ (Lk 5,4) – und im Bewusstsein unserer eigenen Sündhaftigkeit –, sind wir uns natürlich auch des weiteren Kontextes bewusst. Hinter der tragischen Entscheidung für eine Abtreibung stehen oft Angst und Sorge – inmitten von Gefühlen der Hilflosigkeit, Einsamkeit oder des Drucks durch den Partner. Die Kirche möchte Frauen in einer solchen Lage nicht verurteilen; vielmehr sucht sie, sie zu begleiten und ihnen zu helfen. In Anerkennung der Schönheit der Mutterschaft und der Bedeutung jenes verantwortungsvollen Mutes, den die Vaterschaft erfordert, unterstützen wir alle, die vor einer persönlichen moralischen Gewissensentscheidung stehen, und bieten ihnen vielfältige Hilfsangebote an. Zugleich erkennen wir die Notwendigkeit an, das Leben nach der Geburt zu schützen – einschließlich des Lebens von Müttern, denen es bisweilen an menschenwürdigen Bedingungen seitens ihrer Arbeitgeber für die Erziehung ihrer Kinder mangelt.

Aus diesem Grund haben wir Bischöfe gerne die Schirmherrschaft über den Nationalen Marsch für das Leben übernommen, zu dem wir alle am Sonntag, dem 20. September, nach Bratislava einladen. Es ist wichtig, daran mit einem tiefen Gefühl persönlicher innerer Freiheit teilzunehmen, durch die wir gemeinsam unseren Respekt vor dem menschlichen Leben und seinem Schöpfer zum Ausdruck bringen können. Respekt vor der Mutterschaft – persönlich, friedvoll, einfühlsam und frei von kommerziellen Interessen. Respekt vor der Ehe – bei der es keiner Ergänzung wie „zwischen Mann und Frau“ bedarf, da andere Beziehungsformen keine Ehe darstellen können. Respekt vor der Elternschaft, einschließlich des garantierten Rechts, Kinder im Einklang mit dem göttlichen und natürlichen Gesetz zu erziehen. Bei zahlreichen Gelegenheiten und an verschiedenen Stellen des Evangeliums betont Jesus, dass eine Haltung der Liebe zum Nächsten nicht improvisiert werden kann. Eine Haltung der Liebe darf nicht nur gelegentlich oder bruchstückhaft sein. Wenn unser Herr uns auffordert, „siebenundsiebzigmal“ zu vergeben – und dies von jedem Einzelnen von uns ohne Ausnahme verlangt –, erklärt er die Liebe zu einer universellen Haltung: universell in Zeit und Raum, sich auf alle ohne Ausnahme erstreckend. So wollen wir uns aus Liebe zu den Wehrlosesten gemeinsam auf den Weg machen: als Pilger und Weggefährten, denen jeder einzelne Mensch am Herzen liegt.

Die katholischen Bischöfe der Slowakei spenden Ihnen ihren Segen. Bratislava, 3. September 2026

Foto (c) Bratislava za život

 


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Lesermeinungen

 modernchrist 17. September 2026 
 

Super!

Diese Bischöfe dort haben klar erkannt, worum es geht.
Es geht um die vollzogene grauenhafte Todes-strafe/Tötung an völlig unschuldigen Kindern, weil sie sich erdreisten, zu leben und den Wunsch hätten, geboren zu werden. Weil sie angebliche Lebenspläne zerstören, unerwünschte Erben sind, den Lebensstandard beeinträchtigen usw.
Wer bei der Tötung von Kindern durch Abtreibung nicht mutig und ohne Rumeierei Flagge zeigt, der hat verloren! Dessen Gesicht ist an einer Stelle dunkel - und ....grausam.


2
 
 bücherwurm 17. September 2026 

Mich beeindruckt das!! Mein Kompliment an diese Bischöfe!


2
 
 Gandalf 17. September 2026 

Ein Vorbild für die DBK und die öst bzw. schweiz. Bischofskonferenz!


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 SalvatoreMio 17. September 2026 
 

Das ist ein echter Hirtenbrief!

Er erinnert an das wunderbare Glaubensbekenntnis von Johannes: Und das Wort ist Fleisch geworden". .lge der bischöfliche Aufruf Mut machen und lebensfreundliche Initiativen fördern.


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