Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Was eine Messe wiegt
  13. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  14. „Warum bin ich Christ“
  15. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'

Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise

25. September 2026 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Die erste Botschaft, die wir vermitteln wollen, ist gewiss der Wert des menschlichen Lebens; es muss von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod angenommen, geliebt und behütet werden.“


Vatikan-Paris (kath.net/pl) Das Motto der Papstreise nach Frankreich lautet: „Damit die Welt Leben habe“. Gefragt nach der konkreten Botschaft dieses Mottos erläutert Pietro Kardinal Parolin, Kardinalstaatssekretär des Heiligen Stuhls: „Wenn wir an das Leben denken, das die Welt braucht, kommen uns drei Aspekte in den Sinn. Zunächst das natürliche Leben. Die erste Botschaft, die wir vermitteln wollen, ist gewiss der Wert des menschlichen Lebens; es muss von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod angenommen, geliebt und behütet werden. Die gegenwärtige Situation in vielen Ländern führt dazu, dass Praktiken und sogar Gesetze eingeführt und gerechtfertigt werden, die diesen Wert missachten.“ Parolin äußert sich im Interview mit Massimiliano Menichetti für „Vatican News“ unmittelbar vor der großen Apostolischen Reise von Papst Leo XIV. nach Frankreich, die heute beginnt.

„Vor dem Hintergrund sinkender Geburtenraten in Europa bietet die Reise nach Frankreich die Gelegenheit, das Leben als ein Geschenk wiederzuentdecken, das mit Dankbarkeit und Verantwortungsbewusstsein angenommen werden muss“, führt Parolin weiter aus, um dann zu fragen: „Doch was wäre das körperliche Leben ohne die Seele? Damit komme ich zum zweiten Aspekt: dem geistlichen Leben.“

Denn Frankreich zeichne sich „heute durch eine große Zahl junger Erwachsener aus, die sich auf die Taufe vorbereiten (Katechumenen). Dies bietet die Gelegenheit, den Durst nach geistlichem Leben hervorzuheben, der die heutige Welt prägt. Hinter dem Motto ‚Damit die Welt Leben habe‘ lässt sich auch lesen: ‚Damit die Welt glaube‘. Denn es gibt kein Leben des Leibes ohne das Leben der Seele.“


Außerdem würdigt Parolin „die großartige Arbeit beim Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame“, dies zeige „das handwerkliche und geistige Können, zu dem der Mensch heute fähig ist. In einer zunehmend technisierten und künstlichen Welt ermöglicht es das Motto der Reise nach Paris, auf die schöpferische Lebendigkeit des Menschen aufmerksam zu machen. Möge der Einsatz neuer Technologien – einschließlich der KI – die Menschheit niemals diesen Aspekt ihres Lebens vergessen lassen.“

Der Interviewer wies auf „den Hintergrund der Verabschiedung des Gesetzes zur Sterbehilfe in Frankreich“ statt, weshalb „die Frage des Lebens“ als „unveräußerliches Gut wird dabei unweigerlich im Mittelpunkt stehen“ werde. „Welche Botschaft wird Papst Leo XIV. zu diesem Thema vermitteln wollen?“

Parolin antwortete darauf: „Angesichts des Geheimnisses von Leid, Krankheit und Zerbrechlichkeit, das alle Menschen verbindet, wird die Stimme des Heiligen Vaters nicht als starre, abstrakte Mahnung erklingen, sondern als nachdrücklicher Appell an die gemeinsame Verantwortung, die uns miteinander verknüpft – gerade dann, wenn das Leben schwächer und verletzlicher wird.“

Der Heilige Stuhl verfolge „solche gesetzlichen Änderungen mit tiefer Sorge und aufmerksamem Blick verfolgt. Die Haltung der Kirche in dieser Frage ist hinlänglich bekannt: Sie tritt stets für den Schutz des Lebens in all seinen Phasen, Ausdrucksformen und Dimensionen ein – von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.“

Papst Leo werde deshalb, erläuterte Parolin, „daran erinnern, dass wahres Mitgefühl angesichts des Leids nicht darin besteht, die Beendigung des Lebens zu erleichtern oder vorwegzunehmen, sondern darin, niemanden in der Einsamkeit seines Leidens allein zu lassen.“

Denn es gehöre „zu den unverzichtbaren Pflichten einer zivilisierten Gesellschaft“ gehöre es, „‚fürsorglich zu handeln‘ und konkrete Antworten zu geben, die von Nähe, Zuwendung und Liebe geprägt sind. In diesem Sinne wird der Appell des Papstes an Frankreich eine herzliche Einladung sein, die tiefsten Wurzeln des eigenen Humanismus neu zu entdecken, indem die Palliativversorgung und die ganzheitliche Betreuung des Menschen wirksam und umfassend gestärkt werden.“

Wörtlich erläutert Kardinal Parolin dazu: „Sich für die Begleitung Leidender zu entscheiden, bedeutet, in ein gesellschaftliches Bündnis zu investieren, das angesichts der Zerbrechlichkeit nicht kapituliert, sondern sie verantwortungsvoll annimmt. Die dem Menschen innewohnende Würde ist nicht an Kriterien der Effizienz oder der biologischen Gesundheit geknüpft.

Daher darf die Antwort von Staat und Gesellschaft auf das Leid nicht darin bestehen, Optionen einzuführen, die Gefahr laufen, mit der Zeit zu einer verschleierten Form von gesellschaftlichem Druck oder zu einem Ausweg zu werden, der das Gefühl des Verlassenseins bei alleinstehenden Menschen noch verstärkt.

Der Papst wird sich mit der Sensibilität eines Hirten und der Klarheit des Nachfolgers Petri zu dieser heiklen Weichenstellung äußern und dabei nicht nur die Gläubigen ansprechen, sondern an das Gewissen eines jeden Menschen guten Willens appellieren. Die tief empfundene Hoffnung ist, dass Europa – und insbesondere Frankreich – seinen Gesellschaftsvertrag weiterhin auf das Grundprinzip der Wahrung der Menschenwürde stützt, wobei die Fürsorge für und der Schutz von Leben, das von Leid geprägt ist, stets der wahre Maßstab für den Fortschritt einer Zivilisation bleiben.“

Archivfoto: Kardinal Parolin mit Papst Leo (c) Vatican Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 modernchrist 25. September 2026 
 

Der Papst wird Klartext reden

- auch wenn Politikern wie dem kinderlosen Macron und allen Prochoicern die Ohren dröhnen.
Was er in Frankreich sagt, das gilt ebenso für uns hier.
Wir sollten seine Reden von dort genau lesen, auch unsere Bischöfe!


2
 
 Hängematte 25. September 2026 
 

Präsident Emanuel Macron, der eine von Jesuiten geführte Schule

absolviert hatte, hat sich schwer gegen das Leben versündigt,
indem er durchgesetzt hat, dass das Recht auf Abtreibung in Frankreich Verfassungsrang bekommen hat.
Und jetzt geht es um Euthanasie......


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  3. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  4. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  7. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  8. Bischofstreffen zu Ehe und Familie will Abschlussbericht publizieren
  9. Du bist eingeladen – mit deinem ganzen Leben
  10. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  11. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  12. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  13. 'Tatsächlich Gott'
  14. Wir können NICHT schweigen!
  15. „Warum bin ich Christ“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz