Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Frieren für die "deutsch-grüne Energiewende" im Bistum Mainz
  2. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  3. Wird Bätzing zur Petze?
  4. Diözese Amsterdam: 60 Prozent der Kirchen müssen in den nächsten fünf Jahren geschlossen werden
  5. Bischof Fürst für neues Konzil und gegen Diskriminierung ‚queerer Personen’
  6. Papst: wir erleben den dritten Weltkrieg
  7. Die Kirche steht auf dem Kopf. Ein Überblick.
  8. Die deutsch-queere Kirche schreitet voran, auch im Bistum Mainz
  9. Focus: „Pädophilie-Vorwurf - Berlin bekommt schwul-lesbische Kitas“
  10. Wenn ein Belasteter am Amt kleben bleibt, hat sich eine glaubwürdige Aufarbeitung erledigt!
  11. "Es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht"
  12. Deutsches Gericht möchte Informationen vom emeritierten Papst Benedikt XVI.
  13. Staatsanwaltschaft eröffnet keine Ermittlungen gegen Woelki
  14. Kardinal Eijk: Flämische Bischöfe sollen Segnung für Homosexuelle zurückziehen
  15. Holt Gott zurück in die Politik. Ja, wen denn sonst.

Sozialethiker P. Johannes Schasching verstorben

21. September 2013 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Als führender Proponent der Katholischen Soziallehre war er Ratgeber von Päpsten, Bischöfen, Spitzenpolitikern und Wirtschaftsmanagern.


Wien (www.kath.net/ KAP)
Jesuitenpater Johannes Schasching, einer der führenden Proponenten der Katholischen Soziallehre der vergangenen Jahrzehnte, ist am Freitag im 97. Lebensjahr verstorben. Als Ratgeber von Päpsten, Bischöfen, Spitzenpolitikern und Wirtschaftsmanagern genoss der Österreicher internationalen Ruf. Er gestaltete päpstliche Sozialenzykliken wesentlich mit.

Am 10. März 1917 im oberösterreichischen St. Roman als Sohn eines Maurers geboren, begann Schasching mit 20 Jahren das Noviziat bei der Gesellschaft Jesu. Er studierte in Pullach bei München, Wien und Innsbruck Philosophie und Theologie. In Innsbruck wurde er 1946 zum Priester geweiht. Anschließend studierte er Sozialwissenschaften in den USA, Belgien und Rom und lehrte bis 1953 in Innsbruck Ethik und Soziologie. Er führte Studien zur Erforschung des tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels durch und publizierte zu Fragen wie "Katholische Soziallehre und modernes Apostolat" sowie "Kirche und industrielle Gesellschaft".

Anfang der 1960er Jahre war Schasching auch Provinzial der österreichischen Jesuiten. Nach dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils berief ihn Ordensgeneral Pedro Arrupe 1966 nach Rom, er wurde Rektor am Collegium Germanicum und war von 1969 bis 1979 Assistent des Generaloberen für die deutschsprachigen Provinzen. Gleichzeitig lehrte er als Professor für Katholische Soziallehre an der Päpstlichen Universität Gregoriana und versuchte, Theologiestudierende aus aller Welt für die soziale Verantwortung der Kirche zu sensibilisieren.

In Rom arbeitete er mit an der Weiterentwicklung der Katholischen Soziallehre, wie sie in den Rundschreiben "Sollicitudo rei socialis" (1987) und "Centesimus annus" (1991) von Papst Johannes Paul II. Gestalt gewann. Zu diesen Rundschreiben legte P. Schasching auch Kommentare vor.

Auch Ökumenisches Sozialwort trug seine Handschrift

Schasching blieb in all diesen Jahren seiner Tätigkeit in Rom durch Vortragstätigkeit und pastorale Arbeit seiner österreichischen Heimat verbunden. So hatte er entscheidenden Anteil an der Erarbeitung des Sozialhirtenbriefes der Österreichischen Bischöfe (1990). Nach seiner Emeritierung an der Gregoriana 1991 kehrte P. Schasching nach Österreich zurück und arbeitete in der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) mit. In diese Zeit fällt auch seine Mitarbeit in der Vorbereitung des Sozialworts des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (1999 bis 2003).

Ab 1991 lebte P. Schasching in der Jesuitenkommunität in Wien 1. Ende 2009 übersiedelte er in das Pflegeheim der Schwestern des Hl. Karl Borromäus in Wien 18, wo er seinen Ruhestand verbrachte und schließlich auch starb. Den Begräbnistermin und -ort werden die Wiener Jesuiten in den nächsten Tagen bekanntgeben.

Für seine Verdienste um ein sach-, menschen- und gesellschaftsgerechtes Wirtschaften wurde er vielfach geehrt, unter anderem mit dem "Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland" (1973), dem "Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich" (1987) sowie mit mehreren Ehrendoktoraten.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.

Foto Pater Johannes Schasching SJ: © Erzdiözese Wien


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Iñigo 23. September 2013 

requiescat in pace

P. Schasching war ein durch und durch echter Jesuit, der die Päpste Paul VI. und Johannes Paul II. in wichtigen sozialethischen Fragen beraten hat, auch an der Vorbereitung wesentlicher Sozialenzykliken beteiligt. Ich selber habe ihn immer menschlich und um Ausgleich bemüht erlebt. Ein Mensch, der die Beschwerden des Alters mit wunderbarer Gleichmut ertragen hat - durch und durch ein Jünger Christi nach dem Vorbild des Hl. Ignatius.
In meinen Augen ein heiligmäßiger Mann der Kirche - möge Gott ihm das Leben in Seiner Fülle schenken und uns immer wieder Leuchten wie P. Schasching!


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ethik

  1. Frei wie ein Taxi?
  2. ‘Sarebbe la jungla…’
  3. Das wäre der Dschungel...
  4. Digitalisierung und autonomes Fahren - Kein Raum ohne Ethik
  5. Kardinal Turkson: Abtreibung wichtiger als Klimaschutz
  6. Fortpflanzungsmedizingesetz: Huainigg bekräftigt Einwände
  7. Erzbischof Thissen: Keine übereilten Schlüsse bei 'Pille danach'
  8. St. Pöltner Moraltheologe: Abtreibung keine Hilfe für eine Betroffene
  9. 'Das ist lächerlich'
  10. Bayrische Bischöfe: Klares 'Nein!' zu Sterbehilfe und Embryonentötung







Top-15

meist-gelesen

  1. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  2. Wird Bätzing zur Petze?
  3. "Es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht"
  4. Holt Gott zurück in die Politik. Ja, wen denn sonst.
  5. Frieren für die "deutsch-grüne Energiewende" im Bistum Mainz
  6. Der dramatische Angelus von Papst Franziskus zum Krieg Russlands gegen die Ukraine
  7. Pariser Kirche vibriert vor Leben: Messen und Beichten in Hülle und Fülle, Priesterpräsenz, Beter
  8. Italienischer Bischof weist Priester nach unwürdiger Messfeier zurecht
  9. Papst: wir erleben den dritten Weltkrieg
  10. Warum am Ende der Synode die Synode steht
  11. Bischof Fürst für neues Konzil und gegen Diskriminierung ‚queerer Personen’
  12. Die Kirche steht auf dem Kopf. Ein Überblick.
  13. Kardinal Zuppi: Wahltag in Italien kein "schwarzer Tag"
  14. Deutsches Gericht möchte Informationen vom emeritierten Papst Benedikt XVI.
  15. Focus: „Pädophilie-Vorwurf - Berlin bekommt schwul-lesbische Kitas“

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz