Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Vom Benehmen mit Majestäten
  7. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  8. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  10. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  11. Ein Moment zum Schämen
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  14. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  15. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!

Kritik an evangelischer Spendenaktion für eine Moschee

20. November 2013 in Deutschland, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bibelbund protestiert: „Aus Angst vor dem Vorwurf mangelnder Toleranz unterstützen christliche Kirchen aktiv islamische Missionsarbeit“ – Würde die SPD für ein CDU-Gebäude Geld sammeln?


Remscheid (kath.net/idea) Auf heftigen Widerspruch ist eine Spendenaktion des Evangelischen Kirchenkreises Lennep (Remscheid/Bergisches Land) gestoßen. Superintendent Hartmut Demski (Remscheid) hatte auf dem Jahresempfang des Kirchenkreises am 30. Oktober bei den rund 140 Gästen um eine Spende für die im Bau befindliche Moschee der Türkisch-Islamischen Union (DITIB) in Remscheid geworben. Dabei kamen 450 Euro zusammen. Aus ganz Deutschland bekam Demski daraufhin E-Mails, in denen Bürger protestierten. Laut Demski wird in vielen Schreiben behauptet, „der Islam sei gar keine Religion, sondern eine Hassideologie; man solle ihn verbieten und alle seine Anhänger ausweisen“. Es wird verwiesen auf islamistische Extremisten, die oft das Bild vom Islam prägten. Auch in Remscheid gab es Bedenken. Bürger fragten, ob es nicht genügend kirchliche Projekte gebe, für die Geld benötigt werde.


Kritik an der Spendenaktion übte ferner der Vorsitzende des evangelikalen Bibelbundes, der Theologe Michael Kotsch (Bad Meinberg bei Detmold). Sie sei ein Beispiel dafür, wie man den Dialog der Religionen missverstehen könne: „Aus Angst vor dem Vorwurf mangelnder Toleranz unterstützen christliche Kirchen aktiv islamische Missionsarbeit.“ Echter religiöser Dialog fordere „ein klares evangelisches Profil und das Werben für die eigene Überzeugung, auch gerade im Gegensatz zu anderen Religionen“, erklärte Kotsch gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Würde die SPD für ein CDU-Gebäude Geld sammeln?

Religiöse „Konkurrenten“ müssten sich nicht gegenseitig unterstützen, um ihre Toleranz zu beweisen. Das wäre in anderen Bereichen kaum denkbar: „So ist es nur schwer vorstellbar, dass beispielsweise der SPD-Ortsverein für ein neues CDU-Gebäude sammeln würde, weil das bisherige nicht mehr attraktiv ist: Die evangelische Kirche ist aber offensichtlich gewillt, ihrem religiösen Konkurrenten bewusst finanziell unter die Arme zu greifen.“

Superintendent: Wir wollten ein Zeichen der Toleranz setzen

Demski sagte gegenüber idea, dass der Empfang unter dem Thema „Toleranz im Christentum und im Islam“ gestanden habe. Die Spendenbitte sei in die Thematik eingebettet gewesen. Man habe nicht nur Vorträge über Toleranz hören, sondern auch ein Zeichen setzen wollen. Er sei sich über die Verfolgungen, die Christen in mehreren islamisch regierten Ländern durch Muslime erfahren, im Klaren: „Das ist entsetzlich und in keiner Weise zu verschweigen oder zu entschuldigen.“ Dennoch müsse das Miteinander von Christen und Muslimen in Deutschland gestaltet und gelebt werden. Bislang träfen sich die Muslime der DITIB-Gemeinde in einem Hinterhof in alten Industriegebäuden. Diese würden nun abgerissen, und an ihrer Stelle entstehe die Moschee. Demski: „Wenn wir uns als Gläubige unterschiedlicher Religionen begegnen möchten, braucht es dazu eine gleiche Augenhöhe.“ Dazu gehörten auch Räumlichkeiten. Die Spende sei ein „Zeichen nachbarschaftlicher Verbundenheit“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  2. Pakistans Scharia-Gericht billigt Entführung, Vergewaltigung, Kinderehe einer 13-jährigen Christin
  3. Islamistengruppe ‚Nūr al-ʿIlm‘ breitet sich in Norddeutschland aus
  4. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  5. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  6. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  7. „Wir führen Einzelgespräche mit Muslimen im persönlichen Kontakt“
  8. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  9. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam
  10. Iran: Immer mehr Frauen verstoßen gezielt gegen die Hijab-Pflicht






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  3. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  6. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  7. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  8. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  9. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  10. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  11. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  13. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  14. Ein Moment zum Schämen
  15. Vom Benehmen mit Majestäten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz