Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Bosniens Bischöfe beklagen Verdrängung der Kroaten

3. Dezember 2017 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Stellungnahme nach Suizid von Kriegsverbrecher Praljak vor dem UN-Tribunal: Viele unbestrafte Verbrechen gegen Bosniens Kroaten seit Kriegsende


Sarajevo (kath.net/KAP) Die katholischen Bischöfe von Bosnien-Herzegowina haben die Verdrängung der kroatischen Volksgruppe aus ihrem Land beklagt. Den in Bosnien ansässigen Kroaten werde seit den Verträgen von Washington und Dayton bis heute durch vielerlei Belehrungen und Bedrohungen vermittelt, "dass Bosnien und Herzegowina nicht auch ihre Heimat ist und dass für sie in dem Land kein Platz ist". Dies sei unmoralisch und ein gefährliches "Verbrechen", dessen Verantwortliche Rechenschaft ablegen sollten - worauf jedoch derzeit keine Aussicht bestehe, so die Bischöfe in einer von der katholischen Nachrichtenagenturen KTA und IKA verbreiteten Stellungnahme.


Die Bischöfe reagierten mit ihrer Äußerung auf das Urteil gegen den Kriegsverbrecher Slobodan Praljak und fünf Mitangeklagte durch den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Der 72-jährige Ex-Kommandant der bosnisch-kroatischen Armee (HVO) im Balkankrieg hatte im Gerichtssaal vor den Kameras Gift getrunken und war kurz darauf im Spital verstorben. "Obwohl wir spüren, dass nach dem Urteil und dem tragischen Tod von Slobodan Praljak in Den Haag am 29. November 2017 das Schweigen der geeignetste Ausdruck unserer Gefühle wäre, wissen wir, dass - vielleicht mit Recht - alle wohlwollende Menschen dieses Landes und vor allem die Katholiken auch unsere Meldung erwarten", so die Bischöfe am Folgetag. Das Urteil selbst wollten sie nicht kommentieren.

Gleichlautend mit ihren Äußerungen während des Balkankrieges würden sie sich auch jetzt jedem Verbrechen widersetzen, stellten die Bischöfe klar. Jedes Verbrechen, egal von welcher Seite, sei zu verurteilen und müsse auch zur Verantwortung gezogen werden, und die von den (kroatischen) Katholiken begangenen Verbrechen des Krieges täten ihnen am meisten leid. Zugleich gelte es allerdings auch die "bittere und schmerzhafte Tatsache" heute verübter Verbrechen nicht zu übersehen.

Die katholische Kirche des Landes sei trotz dieser Situation bereit für "jede fruchtbare Zusammenarbeit mit allen, die sich um gerechteren und menschenwürdigen allgemeinen Zustand in diesem Land kümmern", so die Bischöfe in ihrer Stellungnahme. Die kroatischen Katholiken Bosniens riefen sie dazu auf, die Hoffnung nicht zu verlieren und keine Angst vor der Zukunft in diesem Land zu haben.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bosnien-Herzegowina

  1. Bosnien und Herzegowina: „Katholiken werden in jeder Hinsicht benachteiligt“
  2. Bosnien und Herzegowina: „Dayton-Vertrag hat keinen stabilen Frieden geschaffen“
  3. Bosnien und Herzegowina: Die Vergessenen
  4. Bosnien und Herzegowina: „Eine Blamage für Europa“
  5. Stärker als Kommunismus und Krieg
  6. „Für Katholiken gibt es keine Gleichberechtigung“
  7. Schönborn: EU-Beitritt Bosniens wäre "guter Schritt"
  8. „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“
  9. „Bosnien-Herzegowina ist der Lackmustest für die Prinzipien der EU“
  10. Bosniens Katholiken: Minderheit mit ungewisser Zukunft







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz