Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  11. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?

Taiwans Präsidentin: Offener Brief an Papst Franziskus zu ‚Dialog’

29. Jänner 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn eine Seite die andere dominieren will, ist Dialog unmöglich, schrieb Tsai Ing-wen mit Blick auf die Volksrepublik China. Die Politikerin antwortete mit ihrem Brief auf die Botschaft von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag.


Taipei (kath.net/jg)
Tsai Ing-wen, die Präsidentin von Taiwan, hat in einem offenen Brief an Papst Franziskus auf dessen Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2020 geantwortet. Die Politikerin warnte mit Blick auf die Volksrepublik davor, dass der vom Papst geforderte Dialog in manchen Situationen unmöglich sei.

Viele internationale Konflikte seien darauf zurück zu führen, dass eine Seite die andere dominieren wolle, schrieb Tsai in einem offenen Brief. „Wenn eine Seite der anderen ihren Willen aufzwingen will, wird echter Dialog unmöglich“, schrieb sie wörtlich.


Anschließend ging sie auf das gespannte Verhältnis zwischen Taiwan und der Volksrepublik China ein. China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz an, welche ein Bestandteil des chinesischen Territoriums sei. Taiwan orientiere sich an den Idealen, die Paps Franziskus in seiner Botschaft aufgezählt habe und hoffe, den Konflikt mit China friedlich lösen zu können. Derzeit gebe es „beachtliche Hindernisse“, die einem Dialog zwischen den beiden Ländern in Wege stünden.

China sei nicht bereit, ihren Wunsch nach einer Dominanz Taiwans aufzugeben, schrieb Tsai. Sie war der Volksrepublik vor, sie untergrabe Taiwans Demokratie, Freiheit und Menschenrechte mit militärischen Drohungen, Desinformationskampagnen, Cyberangriffen und diplomatischen Manövern.

Sie stimme der Einschätzung von Papst Franziskus zu, dass „Misstrauen und Angst ... die Brüchigkeit der Beziehungen“ erhöhen. In den letzten Monaten habe China wiederholt militärische Manöver in der Formosastraße, der Meerenge zwischen Taiwan und dem chinesischen Festland, durchgeführt und damit in der Region Angst ausgelöst und das internationale Vertrauen in China weiter abgebaut, kritisierte sie.

Innenpolitisch sei das scharfe Vorgehen der chinesischen Behörden gegen Regimekritiker und Personen, die für Demokratie und Menschenrechte eintreten, Beispiele für einen – wie der Papst selbst geschrieben habe – Machtmissbrauch und nur dazu geeignet, Konflikte zu schüren.


© Foto: Office of the President, Republic of China (Taiwan)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Friede

  1. Der Friede sei mit euch allen: hin zu einem „unbewaffneten und entwaffnenden“ Frieden
  2. Erzbischöfe: Ostern ist Friedensauftrag in friedloser Welt
  3. Päpstlicher Nuntius in Kiew hofft auf Weihnachten ohne Raketen
  4. Innviertel: "Singen für den Frieden" mit Kiewer Chorälen
  5. Myanmar: „Das Morden muss sofort aufhören"
  6. Dialog, Versöhnung und ökologische Umkehr
  7. Frieden steht überall auf dem Wunschzettel
  8. Gute Politik steht im Dienste des Friedens
  9. Papst Franziskus reist nach Abu Dhabi: Frieden zentrales Thema
  10. Trump-Kim-Gipfel: Bischof sieht neue Hoffnung auf Frieden






Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  7. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  8. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  9. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  10. Die große Täuschung
  11. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  12. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  15. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz