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23. März 2020 in Spirituelles, 7 Lesermeinungen
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Pfarrer Christian Sieberer lädt in einem kath.net-Kommentar alle katholischen Priester zur Segnung der ihnen anvertrauten Menschen und Gebiete mit dem Allerheiligsten ein.


Wien (kath.net)
Liebe Mitbrüder, die Segnung mit dem Allerheiligsten ist in unseren Breiten in diesen Tagen so einfach und für viele Menschen so segensreich wie vielleicht noch nie. Fürchtet Euch nicht, selbst in einer Millionenstadt wie Wien sind die Reaktionen bisher sehr berührend und ermutigend gewesen!

Folgendes möchte ich im Detail festhalten:

1. Eine ausdrückliche Empfehlung gebe ich für mehrere, gut auf die Woche verteilte Miniprozessionen zu Fuß, anstelle einer Autofahrt.

Der Priester kann dadurch viel besser die Häuser und ihre Bewohner wahrnehmen und wird natürlich auch selbst viel deutlicher wahrgenommen. Beides ist ein sehr wichtiger Faktor bei den meisten heiligen Handlungen der Kirche.

2. Unser konkretes Pfarrgebiet lässt sich gut in vier Teile einteilen. Im Wochenblatt habe ich angekündigt, wann Jesus und ich welchen Teil besuchen werden, diese Information ist aber nicht unbedingt notwendig.

Es begleitet mich zusätzlich nur meine Haushälterin, die ohnehin im selben Haushalt wohnt, daher bleibt das Ansteckungsrisiko exakt gleich. Auf keinen Fall sollten sich weitere Personen anschließen, sonst wird dies schnell eine verbotene Versammlung.

3. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag folgen dem selben Schema, das durch den Ausfall vieler anderer Verpflichtungen überhaupt erst möglich ist:

Zuerst planen wir für den jeweiligen Teil mithilfe der Landkarte unserer Pfarre eine konkrete Route, um Ampeln, Baustellen etc. so weit wie möglich zu berücksichtigen. Während des betenden und segnenden Gehens sind dann kaum noch Adaptierungen notwendig, was das schöne Vorhaben sehr erleichtert.

4. Es beginnt um 15 Uhr in unserer Kapelle mit dem Gebet, und ich hatte dabei mehrmals den Eindruck, dass Jesus meine Vorbehalte auf einfache Weise zerstreut: „Geh einfach mal los, Ich erledige den Rest.“

5. Ca. eine Stunde lang gehen wir dann auf der gut geplanten Route und Jesus segnet meist die Eingänge der Häuser. Bei den oft riesigen Wohnhausanlagen oder an markanten Hausecken oder Plätzen kann man auch mehrmals segnen. An besonders sensiblen Orten wie Pensionistenheimen, Schulen, Apotheken, Supermärkten, Bordellen, etc. verweilen wir ein paar Augenblicke länger, ansonsten ist würdige Bewegung das Grundprinzip.

6. Wenn uns Menschen entgegenkommen, achte ich strikt auf den notwendigen Mindestabstand, ebenso, wenn sie dabei für sich und ihre Lieben den Segen Gottes erbitten. In vier Tagen habe ich dabei in Wien mehr Menschen auf dem Gehsteig niederknien sehen als in fünfzig Jahren davor.

7. Ich bin mehrmals Polizeiautos begegnet, es gab keinerlei Probleme.

8. Den Abschluss bildet immer ein feierlicher Segen in die vier Himmelsrichtungen bei dem ich für diese Pfarre, diese Stadt, dieses Land und die ganze Welt bete. Die Brücke in der Mitte unseres Pfarrgebiets, die auch im Video zu sehen ist, bietet sich dafür gut an.

Wie viele geist- und sinnlose Dinge habe ich als katholischer Priester schon erlebt, die aktuelle Gnadenzeit schenkt eine Fülle an erfrischenden, einzigartigen Chancen!

Sollte selbst Fronleichnam nicht gefeiert werden können, ich durfte dieses Jahr schon vier kleine Fronleichnams erleben.






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Lesermeinungen

 [email protected] 23. März 2020 
 

Ein starker Halt

Ich würde mich wirklich freuen, wenn es so eine Möglichkeit bei uns geben würde. Mit dem nötigen Sicherheitsabstand könnte das schon funktionieren. Hat ja am Sonntag als wir den letzten Gottesdienst mit sehr wenigen Gläubigen gefeiert haben auch funktioniert und im Freien ist das Problem der Ansteckung denk ich sicherlich, wenn überhaupt, sehr gering. Man muss auch Gottvertrauen haben - Gott wird schon schützend seine Hand auf uns haben.


5

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 stephanus2 23. März 2020 
 

Zusatz

..Ich musste an unseren Herrn denken. Wie er drei Jahre gewandert ist, gewandert, gegangen,durch Stadt und Land,durch Dürfer und Ebenen, immer zu Fuß, betend, heilend, rettend,den Menschen liebend zugewandt, von vielen nicht verstanden, abgelehnt und nicht angenommen, und doch das unbezwingbare Heil in sich tragend, so wie dieser Priester die Hl. Monstranz mit sich trägt...


7

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 stephanus2 23. März 2020 
 

Das Video rührt mich zu Tränen.


7

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 Einsiedlerin 23. März 2020 
 

Mehr Herz geht auf!

Mein Gott, ist das schön! Ja, das muss man allen Priestern empfehlen!


10

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 JuM+ 23. März 2020 
 

DEO GRATIAS

für diesen mutigen Priester, der den Herrn Jesus Christus angezogen hat.


11

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 Bebe 23. März 2020 
 

So wird das gemacht...

ich schließe mich dem Aufruf an und sende diesen Link gleich an unsere Priester vor Ort. DANKE KATH.NET
Welch ein Segen, der Herr in unseren Straßen...


14

0
 
 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 23. März 2020 
 

Das ist so schön!!
Bitte,ihr Priester,erhebt Euch über das Menschliche und glaubt selbst daran,dass Gott Euch mit Eurer Weihe unbeschreibliche Kraft verliehen hat.
Wem ist gegeben,was Euch gegeben ist?
Bitte,lasst Jesus durch Euch handeln und helfen...


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0
 

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