Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Wir können NICHT schweigen!
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  15. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“

Drei Minuten, die dein Leben verändern

30. Juni 2020 in Kommentar, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Was hält den Tsunamis stand, die über dich herein brechen? Vom Scheitern und von der himmlischen Heimat. Benedicta von Petra Knapp-Biermeier.


Linz (www.kath.net) „Gestern sind wir zusammen gesessen und haben dann festgestellt, wenn wir auf ein paar Lebensbereiche schauen: Ein Scheitern auf allen Ebenen.“ Es knackt in der Leitung. „Bist du noch da?“ Sie kichert jetzt. Wie feiner Kies rinnt ihr Lachen hinunter, in diesen Abgrund, wo sich die Sorgen um uns winden wollen wie dünne, fasrige Schlangen.

 

Die dreihundertfünfzig Kilometer zwischen uns verfliegen. Die Zeit dehnt sich und wir sind wieder an Orten, wo wir etwas miteinander durchgestanden haben. Einen Tag durch Paris gelaufen, mit ein paar Franc in der Tasche. Genug für eine Flasche billigen Wein, Baguette und Camembert. Meinen Geburtstag haben wir dann im Nachtzug nach Wien gefeiert.

 

Ach ja, und das schäbige Youth Hostel in Avignon. Paray-le-Monial und Taizé. Verliebtheiten, Krisen, Tränen, Musik, Lachen. Ein Mensch, der dich über Jahrzehnte mit trägt, der dich noch immer aushält. Was für eine Freundschaft. Der Abgrund füllt sich, an diesem Donnerstagvormittag, wo eigentlich keiner von uns richtig Zeit hat zum Telefonieren. Aber was ist, wenn die Not wie ein Tsunami über dich hereinbricht?


 

Wenn du nicht mehr weißt, wo oben und unten ist? Da sitzen wir jetzt. Die gepackte Tasche unterm Arm drängt vergeblich. Wir lachen und weinen über unser Scheitern und über den Trost, den nur Gott uns gibt, der alle Tränen abwischen wird. Zumindest das ist definitiv. Sie hat ihr 20jähriges schwerkrankes Patenkind begleitet bis zur Todesstunde. „Das war so getragen, so friedlich, es war auch schwer, aber sie war so fröhlich, Gott war so gegenwärtig.“

 

Ich atme lange aus. Der Abgrund ebnet sich, die Schlangen sind unbemerkt geflüchtet. Für die Lügen ist jetzt kein Platz mehr, denn es schwappt jetzt ungezähmt heraus aus unseren Herzen. Gott hat das letzte Wort, er wirkt, ja! „Oh ja, unsere Heimat ist im Himmel“, raune ich ins Telefon. So oft schreibe ich diesen Satz, als wollte ich den himmelschreienden Nöten dieser Welt dieses starke, mächtige Wort entgegen halten wie ein Schild.

 

Wir kramen noch ein bisschen herum in alten Kisten, kratzen an Traumata und kleinen Neurosen, mit denen wir gelebt haben oder noch immer leben, unerfüllten Vorstellungen, dem täglichen Scheitern. Es verblasst. Denn das, was uns trägt, wird plötzlich so mächtig, so bombastisch, überdimensional und freudestrahlend. Und so bleiben wir hängen beim letzten großen Ziel. Hier wollen wir nicht scheitern.

 

Und allen Gewalten zum Trotz ermutigen wir einander, das nicht loszulassen. Den Glauben an den allmächtigen Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, der die Kontrolle nicht verloren hat, auch jetzt nicht. Der meine Abgründe auffüllen will mit seiner Sicherheit. Der meinen Fuß auf festen Boden stellt. Der meine Ängste wahrnimmt, ernst nimmt, der aber über mich sagt: Das ist nicht die ganze Wahrheit über dich.

 

Was ist die ganze Wahrheit über dich? Was hält den Tsunamis stand, die über dich herein brechen? Ich spreche dir jetzt zu, was Gott über dich sagt: Du bist mein Kind! Du bist geliebt! Du bist angenommen! Du bist heil! Du bist frei! Du bist sicher! Gott schaut nicht zuerst auf deine Leistung, dein Bravsein, dein Frommsein, dein Gutsein und deine Erfolge. Er schaut auf dich.

 

Er hat dich lieb. Er möchte, dass du in seine Gegenwart kommst, ein paar Minuten am Tag, damit er an dir wirken kann, damit er dich zunächst einmal nur liebt. Er wiegt dich wie eine Mama ihr Baby im Schoß hält, er tröstet, ermutigt, heilt und stärkt. Das sind die drei Minuten, die dein Leben verändern. Hier ist dein Scheitern aufgehoben. Sag ihm: „Jesus, ich übergebe dir die Herrschaft über mein Leben.“ Bei ihm bekommst du alles, was du brauchst, um neu durchzustarten. Hier ist dein Reset-Knopf, 24 Stunden täglich, sieben Mal die Woche. Er wartet auf dich.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Veritatis Splendor 30. Juni 2020 

Offensichtlich...

...ist das nur die halbe Wahrheit.

Die Freundin hat die Nähe Gottes im gottgefälligen Dienst (an ihrem kranken Patenkind) zutiefst gespürt, sehr richtig!

Wenn wir jedoch nicht die Wege Gottes gehen, sind wir keineswegs in Sicherheit, das wäre ein fataler Irrglaube! Darum ist die Unterscheidung in der Krise sehr wichtig: liegt es vielleicht an mir, dass es mir schlecht geht und Gott mir Seinen Trost entzieht? In den meisten Fällen ist es keine erhabene Nacht des Geistes, sondern nur ein Ansporn, sündhafte Gewohnheiten zu lassen...

Die schillernde Theologie der bedingungslosen Liebe führt schlussendlich zur Bedeutungs- und Sinnlosigkeit menschlicher Taten und Tugenden. Es kommt aber sehrwohl darauf an, uns zu bemühen und das Gute zu suchen!


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  2. Technisch brillant, geistig obdachlos
  3. Beschließen ohne zu entscheiden?
  4. Die große Täuschung
  5. Hoffnung schlägt Optimismus
  6. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  7. Freu dich, Gott liebt dich
  8. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  9. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  10. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  4. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  5. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  6. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  7. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  8. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  11. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  12. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  13. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  14. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  15. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz