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"Warum die Deutsche Bischofskonferenz auch einmal gelobt werden darf!"

1. September 2020 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
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Auch wenn die DBK oder einzelne Vertreter manchmal kritikwürdig sind, aber in einem Punkt ist sie definitiv ein Vorbild für viele Bistümer, nämlich im Bezug auf gute und professionelle Pressearbeit durch Matthias Kopp. Kommentar von Roland Noé


Bonn (kath.net/rn/pl)
Es mag für viele aus meinem Mund überraschend klingen, aber ich möchte der Deutschen Bischofskonferenz an dieser Stelle ein Lob aussprechen. Sie hat mit Pressesprecher Matthias Kopp einen Mann, der gute Pressearbeit macht. Er schickt kath.net – obwohl bei uns keine DBK-Hofberichterstattung stattfindet – gute Statements zu und versorgt uns mit aussagekräftigen Informationen. Zuletzt beispielsweise bei der Debatte um die unselige Euthanasie-Aussagen eines evangelischen Landesbischofs. So schaut professionelle Arbeit aus! In Deutschland selbst gibt es übrigens einige Pressestellen (vor allem aus Bayern), die ähnlich gute Arbeit verrichten.

 

Nur als Kontrast dazu einige Beispiele, wie traurig es sonst innerhalb der katholischen Medienarbeit im deutschsprachigen Raum aussieht: Von der Schweizer Bischofskonferenz bekommt man, wenn es gut läuft, zwei- bis dreimal im Jahre eine Zusendung über die offiziellen Treffen der dortigen Bischöfe, mit mehr oder weniger nichtssagendem bzw. langweiligem Inhalt – sonst aber hört man das ganze Jahr über als katholischer Journalist von der dortigen Pressestelle nichts. Gibt es dort überhaupt Medienarbeit? Eine Ausnahme stellt in der Schweiz nur das Bistum Chur dar.

 

Düster schaut es in nicht wenigen Bistümern Österreich aus. Die Pressearbeit der einzelnen Bistümer ist sehr unterschiedlich, ein aktives Zugehen – wie in Deutschland – ist in Österreich jedoch bis auf wenigen Ausnahmen (Graz, St. Pölten, Salzburg) kaum vorhanden, bei einigen Bistümern bekommt man bei Anfragen nicht einmal eine Antwort.


 

Es stellt sich ja die grundsätzliche Frage: Sind Pressestellen eigentlich nur für jene Medien da, die „Hofberichterstattung“ machen? Verwehren Pressestellen etwa Antworten auf unbequeme – möglicherweise auch unfaire – Fragen normaler Mainstreammedien, nennen wir mal „Spiegel“ und FAZ, „Zeit“ und „Bild“? Weitergefragt: Sind katholische Pressestellen in deutschsprachigen Raum denn nur für jene katholischen Medien da, die mehr oder weniger explizit Agenden à la „Synodaler Weg“ fordern und fördern?

 

Katholische Pressestellen müssen sich – oder sollten sich! –der unbequemen Wahrheit stellen, dass auch konservativere Katholiken längst ihre Stimme gefunden haben und sich in Internet und Medien verstärkt zu Wort melden bzw. in diesen Medien ihre eigenen Meinungen grundsätzlich wiederfinden. Das kann durchaus auch zur sachorientierten Kritik an Priestern, Bischöfen und Kardinälen führen, wo sich ihre Positionen aus bewährt-katholischer Position als schwächelnd erweisen. Wer im „Synodalen Weg“ und ähnlichen Bestrebungen den mündigen Laien einschließlich seiner Klerikerkritik feiert, der muss auch zur Kenntnis nehmen, dass es die „mündigen Laien“ tatsächlich mit der vorhersagbaren, natürlichen Vielfalt an binnenkirchlichen Meinungen gibt! Gehört es denn wirklich zu den Aufgaben kirchlicher Pressestellen, die Meinungen der einen Seite zu bremsen, die der anderen Seite möglichst kraftvoll zu fördern? Sollte es nicht vielmehr nachdenklich machen, dass moderat-konservative Stimmen das Gefühl haben, von nicht wenigen katholischen Pressestellen in trauter Einigkeit mit säkularen Medien gezielt ausgebootet zu werden?

 

Im Falle von kath.net betrifft es immerhin ein katholisches Medium, das dezidiert auf dem Boden des katholischen Lehramtes und des „Katechismus der katholischen Kirche“ stehen will – ein Anspruch, der erlaubt sein muss! Unbequemerweise betrifft es mit kath.net ein Medium, das sich über die Grundsatzkritik von Papst Franziskus am Synodalen Weg ebenso freut wie an seiner völlig klaren Pro-Life-Linie, etwa in seinen mehrfachen Grußworten an den „Marsch für das Leben Berlin“. Es betrifft ein Medium, das von Papst em. Benedikt XVI. explizit geschätzt wurde. Aber wir vergaßen… auch ein Papst em. Benedikt XVI. steht ja nicht auf der Agenda der förderungswürdigen Personen und Positionen, sondern ist ein dezidiert „Unbeliebter“ in so mancher deutschsprachig-katholischen Pressestelle und in so manchem Ordinariat…

 

P.S.: Noch ein Nachtrag: Besonders interessant wurde es in den letzten Jahren übrigens immer, wenn uns deutschsprachige Diözesanbischöfe direkt und unter Umgehung der eigenen Pressestelle kontaktierten ;-)

 

Ein Hinweis. In der Erstvariante des Kommentars hieß es: "Von der Österreichischen Bischofskonferenz bekommt kath.net nicht einmal die offiziellen Statements nach den Treffen der Bischöfe zugeschickt, diese erhält man per Email nur über ein bezahlungspflichtiges Abo der kathpress." - Die österreichische Bischofskonferenz hat uns heute darüber informiert, dass es dieses Gratisabo doch gibt, kath.net dies nicht bekommen hat, weil wir es ohnedies via KAP übermittelt bekamen. Infos dazu unter:  https://www.bischofskonferenz.at/presse

 


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Lesermeinungen

 KatzeLisa 2. September 2020 
 

Erfreulich


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 winthir 1. September 2020 

"es ist schon traurig ...", schrieb Smaragdos.

ich bin kein "Trauerkloss",

ich freue mich,
dass ich lebe,

dass wir neulich wieder mal Igel im Garten hatten,

dass wir satt zu essen haben (heute: Rouladen mit selbstgerollten Klößen),

dass mir die Lieblingszahnärztin gestern den Zahn gezogen hat (ohne Komplikationen),

und dass mir heute der erste Morgenkaffee so gut geschmeckt hat.

winthir :)


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 lesa 1. September 2020 

Verkehrtes benennen und sich am Guten freuen

@Smaragdos: Da haben Sie völlig recht. So lange das Verkehrte nicht benannt wird und die Hirten sich nicht öffentlich davon distanzieren, bleibt ein Großteil der Christen orientierungslos, fährt im verkehrten Relitivismus-Demokratie-Zug weiter und die Verdunkelung nimmt zu.
Aber der l. Geist kann sich durch "einen kleinen Rest" neu ausbreiten. Z.B. durch die Arbeit der Neuevangelisationsmedien.
Es ist wichtig und schön, dass das Gute und Dankenswerte gesehen und anerkannt wird, wie in diesem Fall die Arbeit von Hern Kopp.


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 Smaragdos 1. September 2020 
 

Es ist schon traurig, dass sich katholische Medien wie Kath.net quasi dafür entschuldigen müssen, dass sie katholisch sind! Eigentlich müsste es genau umgekehrt sein: die liberal-katholischen Medien à la Katholische.de sollten sich dafür entschuldigen, dass sie oft genug Meinungen vertreten, die dem Lehramt der Kirche widersprechen!

Allen, was sich explizit gegen die Lehre der Kirche äussern, müsste eigentlich das Etikett katholisch aberkannt werden. Denn genau dafür gibt es ja ein Lehramt: um zu wissen, was katholisch ist und was nicht. Wer dagegen ist, schliesst sich selber aus.


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 SpatzInDerHand 1. September 2020 

ja, die Pressearbeit einiger offizieller katholischer Stellen

sollte dringend professioneller werden!


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 hape 1. September 2020 

Ehre, wem Ehre gebührt.

In diesem Fall ist das Matthias Kopp. Deshalb ein herzliches Vergelt's Gott für seine professionelle Kooperation mit kath.net!


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 Wynfried 1. September 2020 

Das Lob der Deutschen Bischofskonferenz

bezieht sich ja nicht auf deren teilweise sehr fragwürdige Agenda, sondern auf die Pressearbeit.


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 laudeturJC 1. September 2020 

Der Kellner kann nur servieren...

was die Köche gekocht haben...insofern ist dieses Lob nicht unproblematisch. Wegen einer freundlichen Bedienung gehe ich jedenfalls nicht in ein Restaurant...


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