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Vatikan regelt Spendung des Aschenkreuzes im Corona-Modus

13. Jänner 2021 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
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Aschermittwoch heuer am 17. Februar - Austeilung diesmal "wortlos und ohne Berührung", die sonst übliche Formel spricht der Priester bereits zuvor kollektiv zu allen Anwesenden


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Für katholische Gottesdienste am Aschermittwoch hat der Vatikan die Austeilung des Aschenkreuzes in der Pandemie geregelt. Dies gab die Gottesdienstkongregation am Dienstag auf ihrer Website bekannt. Demnach soll der Priester sich vor der Austeilung eine Mund-Nase-Maske aufsetzen, sich erneut die Hände desinfizieren und dann die geweihte Asche jenen Gläubigen aufs Haupt streuen, die zu ihm nach vorne kommen. Je nach Praxis kann der Zelebrant auch zu den Menschen an den Platz gehen. Die Austeilung geschieht wortlos und ohne Berührung.


Die bei der Spendung des Aschenkreuzes üblichen Formeln "Kehre um und glaube an das Evangelium" oder "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst" soll der Priester vorher kollektiv zu allen Anwesenden sagen. Zuvor spricht der Priester das übliche Segensgebet über die Asche und besprengt diese wortlos mit Weihwasser.

Am Aschermittwoch, in diesem Jahr am 17. Februar, beginnt die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern. Seit Ende des 11. Jahrhunderts gibt es die Tradition, sich an diesem Tag in Gottesdiensten ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen oder Asche aufs Haupt streuen zu lassen. Die aus gesegneten Palmzweigen vom Vorjahr gewonnene Asche gilt als Symbol der Trauer und Buße.

Das Aschenkreuz steht für den Beginn der Bußzeit und zugleich für die Hoffnung der Christen auf Auferstehung. Der Aschermittwoch ist neben dem Karfreitag der einzige Tag, der in der katholischen Kirche als strenger Fastentag gilt. Das Kirchenrecht schreibt Abstinenz und Fasten vor.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 lakota 14. Jänner 2021 
 

@SalvatoreMio

Zu Ihrer Frage an @Wahlafried Strabo:
es gibt solche Ecken! Auch in meinem Städtchen, Diöcese Rottenburg, kenne ich es nur so, daß die Asche in Kreuzform auf das Haupt gestreut wird (seit 60 Jahren).


0
 
 winthir 13. Jänner 2021 

nein! Bitte niemals die Asche mit Wasser in Verbindung bringen!

Sonst könnten schwere Verätzungen entstehen. Siehe verlinkter Artikel.

www.kath.net/news/64299


1
 
 SalvatoreMio 13. Jänner 2021 
 

Nur Asche auf das Haupt -

@Walahfrid Strabo: Ihre Worte erstaunen mich, und ich frage neugierig: in welcher "Ecke Europas" gibt es nur diese Version? DANKE!


1
 
 borromeo 13. Jänner 2021 

Schon irgendwie seltsam

Ich frage mich, warum der Vatikan, genauer gesagt die Gottesdienstkongregation, eine offensichtlich für die Weltkirche bestimmte, ausdrückliche Regelung der Spendung eines Sakramentale vornimmt. Das könnte doch nun wirklich in die Zuständigkeit eines jeden Diözesanbischofs oder gar in jene eines örtlichen Pfarrers fallen, wie die Spendung im Einzelfall unter diesen Ausnahmebedingungen vorgenommen wird.

Einerseits regelt der Vatikan diese Geringfügigkeit, andererseits greift er nicht ein, wo es um wesentliche Eckpfeiler des Glaubens geht: Nicht bei offensichtlichen liturgischen Mißbräuchen, nicht bei heterodoxen Lehrauffassungen von Bischöfen und Theologen, nicht bei Verweigerung der Umsetzung von Summorum Pontificum, nicht bei verqueren und gefährlichen deutschen Sonderwegen.

Ich kann das beim besten Willen nicht einordnen und verstehe es nicht. Wo ist die katholische Führung der katholischen Kirche?


8
 
 Lämmchen 13. Jänner 2021 
 

wenn man von einer gefährlichen Pandemie ausgeht

wäre doch genau das das Zeichen der Stunde: Bedenke o Mensch...


9
 
 Walahfrid Strabo 13. Jänner 2021 

Ich kenne es gar nicht anders als das Aschestreuen. Ein Kreuz auf die Stirn zu zeichnen war hier noch nie üblich.

Man könnte doch gleich die alten Klingelbeutel mit den Holzstangen umfunktionieren: Asche rein und rauf aufs Haupt damit, und schon hat man einen super alle-Abstände-einhaltenden-Aschespender :-D


2
 
 laudeturJC 13. Jänner 2021 

Das Aschestreuen statt des Stirnkreuzes

ist ja schon immer eine liturg. Variante gewesen. Aus wissenschaftlicher Sicht muss man jedoch anmerken, dass eine Infektion durch Virusübertragung via Berührung der Stirn unmöglich ist! Das Virus wird weder über die Haut ausgeschieden noch aufgenommen! Also diesbezüglich eher unnötig Öl ins Feuer der allgemeinen Angst, wie es dem Mainstream entspricht...


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