Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  8. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  13. Tantum ergo Sacramentum
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Lackner: Glaube ist "Balanceakt", kein "festgezurrtes Wissen"

6. April 2021 in Spirituelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Salzburger Erzbischof wünscht in Ostermesse, im Gottesvolk möge sich "langsam eine geistige Herdenimmunität gegen die vielfachen Verführungen zum Unglauben" durchsetzen


Salzburg (kath.net/KAP) Angesichts der Auferstehung Jesu ist "Kühnheit gefordert", betonte Erzbischof Franz Lackner in seiner Ostersonntagpredigt im Salzburger Dom. Mit diesem so einzigartigen göttlichen Ereignis könne nicht in gleicher Weise umgegangen werden, wie man es mit reinen Naturphänomenen zu tun pflegt - "nämlich beobachten, um die Sache fest in den Griff zu bekommen, um es wiederum mit dem alles entwertenden 'Eh-schon-Wissen' ablegen zu können". Der Osterglaube trete nicht in der Gestalt sicheren Wissens auf, er sei "vielmehr so etwas wie ein Balanceakt, ein Akt des Vertrauens und der Hingabe", verwies auf eine Parallele zur Liebe: "Wer würde da von festgezurrtem Wissen reden wollen?" Von der Auferstehung Jesu redeten keine Beweise, sondern Zeugen.


Gläubige Christen und Christinnen wollten keine Beweise, sie vertrauten getrost dem Zeugnis der Schrift und dem: "Er, der tot war, lebt." Und Christen glaubten der Kirche, "die in den Jahrtausenden auch viele Fehler gemacht hat, die jedoch nie aufgehört hat, das Geheimnis der Auferstehung zu feiern", wie der Vorsitzende der Bischofskonferenz erklärte. Und: "Wir glauben, weil wir selbst im Kleinen Auferstehungszeugen sein dürfen. Wer betet, wer sich auf Gott hin ausrichtet, wird das in seinem Leben gewiss erfahren."

Das erläuterte Lackner am Beispiel eines ihm bekannten Missionspriesters. Diesem habe aus einer großen persönlichen Krise letztlich die Einsicht geholfen, "dass es Wandlung gibt" und Krisen aufhören können. Das gelte auch für Pandemien, wies der Erzbischof hin. Er hoffe, "dass sich auch im Gottesvolk langsam eine geistige Herdenimmunität gegen die vielfachen Verführungen zum Unglauben durchsetzt".

Den Auferstehungsglauben feiern und bekennen Christen nicht nur, wie Lackner sagte, "sondern wir wollen demnach auch handeln". Er rief auf zu einer neuen Ehrlichkeit im Umgang miteinander, zu einer neuen Gerechtigkeit für alle, besonders aber für die Armen, Heimatlosen, Alten und Kranken. "Wir glauben an eine letzte Gerechtigkeit vor Gott", betonte der Erzbischof. Das nehme alle in Kirche und Gesellschaft in die Verantwortung, mit Ressourcen natürlicher oder humaner Art gut und nachhaltig umzugehen. "Vor allem dürfen wir die vielen leeren Gräber in den Herzen der Menschen heute nicht vergessen", forderte Lackner auf: "Das sind die Auferstehungsorte unserer Zeit."

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Erzbischof Lackner (c) kathpress/Paul Wuthe


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Eine Million Menschen zu Papstbesuch in Frankreich erwartet
  4. „Maria ist eine historische Gestalt, eine für Gott unendlich offene Person, eine Tochter Israels“
  5. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  6. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  7. Buenos Aires macht Papstbesuch zum Feiertag
  8. Vatikan prüft Seligsprechungsprozess für spanisches Ehepaar
  9. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  10. Britisches Parlament stoppt Gesetz zur assistierten Sterbehilfe
  11. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  12. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  13. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  14. Tantum ergo Sacramentum
  15. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz