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Bätzing: „Ich möchte in Rom um Verständnis werben, theologisch durchdacht“

23. April 2021 in Deutschland, 47 Lesermeinungen
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Bischof Bätzing wendet gegen den mehrfach erhobenen Vorwurf, die Kirche in Deutschland wolle sich von Rom trennen oder sei schismatisch, aber kündigt dennoch keine Änderungen bei den zugrundeliegenden Konfliktthemen an.


Bonn (kath.net) Ausdrücklich wandte sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, gegen den mehrfach erhobenen Vorwurf, die Kirche in Deutschland wolle sich von Rom trennen oder sei schismatisch. „Der Synodale Weg soll helfen, den Menschen das Evangelium als die überzeugende Lebensweise anzubieten. Dabei geht es auch um Fragen und Reformbemühungen, die es ehrlich anzusprechen gilt“, sagte Bischof Bätzing gemäß Presseaussendung bei einer Podiumsdiskussion im Haus am Dom in Frankfurt am Main.


Gleichzeitig mahnte Bätzing eine Verbesserung der Kommunikation mit Rom an, die nicht zuletzt auch durch die Corona-Pandemie eingeschränkt worden sei. „Wichtig ist es jetzt, strittige Fragen in einem ehrlichen und offenen, vor allem konstruktiven Dialog anzusprechen. Ich möchte in Rom um Verständnis werben, theologisch durchdacht. Das gilt auch für ökumenische Themen.“

Bischof Bätzing behauptete weiter, dass es Rom und zugleich eine starke Ortskirche brauche. „Papst Franziskus spricht selbst von der Notwendigkeit einer gewissen Dezentralität, ohne Rom als Zentrum aus dem Auge zu verlieren.“

Angesichts offener theologischer Debatten zwischen der Ortskirche in Deutschland und dem Vatikan forderte Bischof Bätzing einen angstfreien Umgang. Schnell formulierte Etiketten müssten überwunden werden.

Ein Einlenken seitens der offiziellen Kirchenverantwortlichen in der katholischen Kirche in Deutschland kündigte er allerdings nicht an.

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Archivfoto Bischof Bätzing (c) Bistum Limburg

 

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