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CDU-Politiker Roderich Kiesewetter: „Herr ist heute kein angemessener Begriff mehr für Gott“

4. Mai 2021 in Deutschland, 18 Lesermeinungen
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CDU-Bundestagsabgeordneter löst mit seiner Kritik an einer Aussage vom DBK-Vorsitzenden Bischof Bätzing auf dem Twitterauftritt der Deutschen Bischofskonferenz heftige Gegenreaktionen aus.


Berlin-Aalen (kath.net) „Herr ist heute kein angemessener Begriff mehr für Gott“. Das schrieb der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter unter einen Twitterbeitrag der Deutschen Bischofskonferenz. Die DBK hatte zuvor anlässlich des Georgsfestes getwittert: „#Bischof Bätzing: Der #Glaube an den auferstandenen Herrn bleibt nicht unangefochten, er wird sich bewähren müssen, man muss darum kämpfen, sonst droht er verloren zu gehen.“ Die Behauptung Kiesewetters zog vielfältige Reaktionen nach sich, denen Kiesewetter mit der häufig wiederholten Aussage „Satire. Der ;-) fehlt“ zu begegnen versuchte.

Auf Kiesewetters Behauptung, wonach „Herr“ heute kein angemessener Begriff mehr für Gott sei, reagierten Twitteruser beispielsweise mit solchen Aussagen:

„Jesa Christa aber auch nicht“.

„Die Definition, wer oder was Gott ist wird weder das ‚Hinterzimmer‘ der CDU noch Herr Schäuble festlegen. Für Katholiken gilt das Lehramt des Heiligen Stuhls. Das ist das maßgleiche Hinterzimmer dafür. Wie das bei den lutherischen ist, weiß ich nicht“.


Eine Person, die sich auf ihrem Twitterauftritt auf die Atheistenvereinigung Pastafari bezieht, schrieb: „Selbst ich als Atheist finde diesen Tweet mega peinlich und dämlich noch dazu. Für was steht das C in CDU nochmals?“

„...auch der Herr muss sich wohl dem Zeitgeist unterwerfen.“

„Das bestimmt aber sicher nicht die ‚C‘DU.

„Mal ehrlich, ist das mit dem ‚MdB‘ ernst gemeint?“

„Sollen wir Domina rufen?“

„Nun ja, jetzt glaubt @RKiesewetter auch noch in Glaubensfragen Kompetenz zu besitzen...“

In einem Doppel-Tweet schrieb jemand: „Unschöne gegenüber dem Judentum feindliche Aussage: In der jüdischen Bibel steht für das Tetragramm JHWH Adonaj geschrieben, das nun einmal ‚Herr‘ heißt. Finde ich atemberaubend, wie Leute meinen, in die religiösen Befindlichkeiten Anderer reinregieren zu können. PS: G*TT hat btw viele Namen. PPS: Herr Kiesewetter, und nun reformieren Sie bitte noch geschwind den Islam und zeigen den Muslimen, was alles nicht mehr statthaft ist ...“

„CDU ist heute keine angemessene Partei mehr für Konservative.“

„Oh doch. Der Name HERR ist sehr passend. Ein Christ stellt sich unter die Herrschaft von #Jesus #Christus, dem Herrscher über die sichtbare und unsichtbare Welt, der jeden Menschen gerecht richten wird.“

Und ein katholischer Priester kommentiert sehr deutlich: „‚Herr (adonaj)‘ ist DIE biblische, jüdisch-christliche Gottesbezeichnung schlechthin, übrigens auch der Terminus, den Jesus selbst verwendet. Mit Ihrer Haltung verlassen Sie das Christentum. Das muss ich Ihnen als Theologe ganz deutlich sagen.“

Und zum Einwand Kiesewetters, dass dies doch Satire gewesen sei, wandte ein User ein: „‚Satire‘ wird immer häufiger als Ausrede verwendet, wenn eine Aussage im öffentlichen Raum nach hinten losgeht. Glaubwürdigkeit geht anders.“

Foto zur Dokumentation (c) Twitter/Kiesewetter/DBK/Screenshot

 


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Lesermeinungen

 St. Hildegard 5. Mai 2021 
 

@lakota

Genau, Sie sagen es. Anders als "anmaßend" kann man das nicht bezeichnen.
Der "Gott auf Augenhöhe" wird dann aber lediglich zu einem Gott, der im Zweifelsfall nur noch "da" ist und "mitgeht", während der Mensch sein eigener Herrscher ist und irgendwie selbst zurecht kommen muss.

Sinngemäß fällt mir wieder ein Spruch des großartigen Peter Hahne ein: "Ich segle doch auch nicht nach einer Kompassnadel, die ich mir selbst an den Bug geheftet habe."


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 Maurizio 4. Mai 2021 
 

'Herr' nicht mehr zeitgemäß?

Komisch, aus der englischsprachigen Welt hat man noch nie gehört dass 'Lord' nicht mehr zeitgemäß sei - und dort leben immerhin 500 Mio. Menschen.
Schon interessant was unser Herr Kiesewetter so heraushaut!


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 je suis 4. Mai 2021 

SOLLTE ES SO SEIN, DASS...

"Christlich" heute kein angemessener Begriff mehr für die "C"DU ist?!
Was meinen Sie, Herr, Frau, Diverse oder sonst was Kiesewetter?


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 laudeturJC 4. Mai 2021 

...und „Christ“ ist kein angemessener Begriff

für Kiesewetter...


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 SalvatoreMio 4. Mai 2021 
 

"Mein Herr und mein Gott!" - so rief noch Thomas aus.

Bei uns in der Liturgie gibt es fast durchweg nur noch den "guten Gott" (wehe, wenn der gute Gott aber nicht nach unseren Vorstellungen handelt), und Christus wird einfach mit "Jesus" angesprochen. Dieser Vereinfachung engt auch das Denken der Gläubigen ein. - Wenn wir nicht mehr "Herr" sagen, wohin sind wir dann gekommen? Was bilden wir uns denn ein, wir Geschöpfe, die wir wie ein Grashalm im nächsten Augenblick abgeknickt werden könnten?


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 lakota 4. Mai 2021 
 

@St.Hildegard

"Nach seinem eigenen religiösen Empfinden möchte er Gott auf Augenhöhe begegnen und nicht als König oder Herrscher."

Dieser kleine Pfarrer will Gott dem Herrn, dem Erschaffer der Welt und Schöpfer allen Lebens - auf Augenhöhe begegnen?
Was für eine Anmassung!!


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 wedlerg 4. Mai 2021 
 

@Zeitzeuge: das klärt die Sache

Das ist allerdings mehr alsdeutlich. Protestant und für "Ehe für alle". Dann dürfte die Nachricht ernst gemeint sein.


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 Zeitzeuge 4. Mai 2021 
 

Der Herr Oberst d.R. Kiesewetter hat lt. angeordnetenwatch.de

am 21.04.21 für die Änderung des Infektions-
schutzgesetzes gestimmt und

am 30.06.17 für "Ehe" für "alle" gestimmt.

Ich bin davon überzeugt, daß seine prot.

Glaubensgeschwister sein Abstimmungsverhalten

nicht alle billigen - erst Recht gilt das

für seine Ablehnung des bibeltheologischen

Grundbegriffs "HERR" für den GOTT der drei-

faltigen Liebe.

Daß wohl weite Teile der sog. "C"DU

GOTT nicht mehr als den HERRN akzeptieren,

ist seit Jahren bereits offenkundig, denn

jeder, der die Schöpfungsordnung GOTTES nicht

vorbehaltlos anerkennt, lehnt damit auch

GOTT, den HERRN ab mit einem trotzigen

"Non serviam"!


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 wedlerg 4. Mai 2021 
 

könnte sein, dass Kiesewetter

das ernst gemeint hat, könnte auch sein, dass er es in der Tat als Satire gedacht hatte. Kiesewetter ist eigentlich Militär und kein linker in der CDU. Kann ihn hier aber icht einschätzen.


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 St. Hildegard 4. Mai 2021 
 

Nachtrag

Entschuldigung, ich meinte natürlich DBK ...


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 golden 4. Mai 2021 
 

Herr und nochmals Herr

Für den täglichen und feierlichen Gebrauch sage ich Herr.-Was mich innerlich freut:Innerhalb so vieler Theologen-Begenungen gibt es kaum ein anderes Wort,
was so verachtet und gefürchtet ist."Sag doch GUTER GOTT"(mit wenig Macht ist konnotiert) wurde ich schon öfter gebeten"(sinngemäss)Manchmal habe ich dann geantwortet:Mein Gott ist sogar der beste,nämlich der Allmächtige Vater ( =2 weitere mainstreamseits gehasste worte)!


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 St. Hildegard 4. Mai 2021 
 

Hervorragend, diese Kommentare!

Man muss Herrn Kiesewetter allerdings zu Gute halten, dass das wirklich als "Spitze" gegen die DKB (bzw. den Synodalen Weg) gemeint sein könnte. Dann muss man aber so schlau sein, und "Ironie aus" o.ä. dahinter schreiben.
Ich muss aber leider sagen, dass diese Haltung sogar bei Theologen tatsächlich realistisch ist. Neulich las ich von einem (evangelischen) Pfarrer aus meiner Region, dass ihm in der theologischen Sprache "die stark hierarchische Prägung" missfällt. Die Zeitung schreibt: "Nach seinem eigenen religiösen Empfinden möchte er Gott auf Augenhöhe begegnen und nicht als König oder Herrscher." (Wobei der Satz grammatikalisch falsch ist, das nur nebenbei).
Das ist wohl leider die Realität in vielen Gemeinden, wahrscheinlich auch in katholischen.


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 Chris2 4. Mai 2021 
 

Ein "Grüner" halt, der zufällig in der CDU

gelandet ist: Auch diese hochrangige Exsoldat ist regelmäßiger Teilnehmer der grünschwarzen "Pizza-Connection", wie man bei Wikipedia erfährt...


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 girsberg74 4. Mai 2021 
 

Immer der Reihenfolge nach:

Musste der Vorsitzende der DBK solches von sich geben, dass bei Kenntnis der Politik des Vorsitzenden sich dessen Aussage - rein zum Sport? - wie geschehen verlängern ließ?


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 si enim fallor, sum 4. Mai 2021 
 

Tja: Ab jetzt haben Vögel keine Flügel mehr, sie sollen nur zum Musik spielen sein

Bei diesen ganzen Genderismus gibt es mehrere schwerwiegende Fehler.
Zwei Fehler sprachliche Natur sind:
- Viele möchten oder können Polysemie (Wörtermehrdeutigkeit) mit allen ihrer Nuancen nicht verstehen (ein Wort kann halt verschiedene Bedeutungen haben und ebenfalls auf verschiedene Sache zeigen, je nach Kontext und Gebrauchsumgebung)
- Der Ursprung der Wörter mit ihren aktuellen Bedeutungen verwechseln (siehe Flügel).

Dazu kommt die Tendenz von vielen Politikern, Aktivisten und manchen "Intellektuellen" nach Macht in allen Facetten des Lebens zu streben. Nun möchten sie Macht ausüben, indem sie der breiten Masse der Menschen ihrer Hoheit über die Sprache nehmen.


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 Herbstlicht 4. Mai 2021 
 

meine Frage an Herrn Kiesewetter wäre:

Haben Sie evtl. gemeint, dass "HERR" die wunderbare Größe und Heiligkeit Gottes damit nur unzureichend beschreibt?
Oder ging es Ihnen tatsächlich um unbedingt genderkorrekte und genderangepasste Sprache, die allmählich wie ein verrückt spielendes Virus die Gesellschaft unterjocht?
Oder möglicherweise unterjochen soll?


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 Thomasus 4. Mai 2021 
 

ZDK

Auch das ZDK sollte sich mit möglichst vielen Politikern umgeben , dann wird die Verirrung noch größer.


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 SpatzInDerHand 4. Mai 2021 

Manchmal will man die DBK vor dämlichen Politikerangriffen in Schutz nehmen.

Mir passiert das wirklich nicht oft - aber dieser obergscheite "C"-DU-ler hats wirklich geschafft! Herr Kiesewetter, auch für Sie gilt: Hätten Sie geschwiegen, wären Sie Philosoph geblieben. Um es mal vornehm zu sagen...


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