Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  5. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  6. Voll in die Falle getappt
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  11. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  12. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

Warum die scheinbar besten Argumente für Abtreibung nicht überzeugen

11. November 2021 in Prolife, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ethiker verknüpfen das Recht auf Leben manchmal mit bestimmten Fähigkeiten. Doch unsere Würde beruht nicht auf dem, was wir tun können, sondern was wir sind.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/mk) Manche Argumente für Abtreibung scheinen wegen ihrer intellektuellen Höhe auf den ersten Blick glaubwürdig. Das sind nicht die Gründe, die von Fernsehkommentatoren oder Parteiobleuten ins Treffen geführt werden, sondern vielmehr von Moralphilosophen und Bioethikern. Solche Geisteswissenschaftler, die für die Zulässigkeit der Kindstötung argumentieren, führen üblicherweise an, dass Ungeborene zwar menschliche Wesen seien, aber ohne ein Recht auf Leben. Denn um ein solches zu haben, müsse man bestimmte geistige Fähigkeiten (Funktionen) besitzen, darunter Bewusstsein, Schmerzempfinden, Verstand, Kommunikation. Nur solche Menschen, die zumindest einige dieser Fähigkeiten besäßen, würden als Personen zählen. Andere Meinungsführer in diesem Bereich verknüpfen Rechte mit Wünschen: nur solche Menschen hätten Rechte, die ihr Leben wertschätzen, sich dafür interessieren würden.


Diese funktionellen Sichtweisen werfen zunächst das Problem auf, dass sie nicht nur Ungeborene vom Lebensrecht ausschließen: auch Patienten im Koma, Demenzkranke und selbst buddhistische Meister (die durch Askese frei von jedem Verlangen geworden sind) dürften nach dieser Ansicht getötet werden. So befürworten viele solcher Ethiker auch die Tötung neugeborener Kinder, denn auch diese erfüllen jene Kriterien für ein Recht auf Leben noch nicht.
Eine zweite Schwierigkeit besteht darin, dass die aufgestellten Kriterien in der Regel nicht entweder gänzlich oder gar nicht gegeben sind, sondern mehr oder weniger: man kann ein mehr oder weniger großes Schmerzempfinden haben (etwa durch starke Medikamente), und ebenso einen mehr oder weniger großen Wunsch zu leben (man denke an depressive Menschen). Doch wo finge dann das Recht auf Leben an?

In Wahrheit beruhen all diese funktionellen Überlegungen auf falschen Annahmen: die Behauptung, ein Schaden könne nur entstehen, wenn jemand in der Lage sei, diesen als solchen zu empfinden, verwechselt die Erfahrung mit der Realität. Man stelle sich vor, jemand werde heimlich um eine Erbschaft gebracht, von der er nie etwas wusste. Wurde ihm Unrecht getan? Selbstverständlich, denn der Verlust ist da. Dasselbe gilt, wenn jemand seines Lebens beraubt wird, sich dessen aber nicht bewusst ist.

Schließlich haben alle menschlichen Wesen von Natur aus von der Zeugung an das (in der DNA) grundgelegte Potenzial, als menschliche Person zu „funktionieren“, ganz gleich ob dieses Potenzial zur Reifung gelangt oder aktuell ausgeübt werden kann. Wir haben also eine Würde und ein Recht auf Leben nicht wegen dem, was wir tun können, sondern was wir sind. Deshalb werden auch die scheinbar besten Argumente für Abtreibung niemals überzeugen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  8. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  9. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  10. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  11. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  12. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  13. Die große Täuschung
  14. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben
  15. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz