Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  13. Der Realismus der Barmherzigkeit
  14. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  15. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan

Klimadiskussion - 1,5-Grad-Ziel ist unrealistisch, unehrlich und sogar gefährlich

12. November 2021 in Chronik, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Theologe Martin Rhonheimer übt Kritik an einer Klimadiskussion, die es gerade den armen Ländern es praktisch verunmöglichen würde, sich wirtschaftlich zu entwickeln


Wien (kath.net)

"Die meisten Menschen glauben, das 1,5-Grad-Ziel im Klimaschutz ergebe sich zwingend aus der Wissenschaft. Dabei ist es ein politisches Ziel, und zwar eines mit vielen Nachteilen." Auf das hat der Theologe Martin Rhonheimer, Gründungspräsident des Austrian Institute of Economics and Social Philosophy in Wien, in einem Kommentar in der "Welt" hingewiesen. Als Freund einer freien Gesellschaft und einer marktwirtschaftlichen Ordnung müsse man den Klimakonferenz in Glasgow mit Skepsis begegnen. Eine offene Diskussion sei nicht vorgesehen, weil sie laut Rhonheimer immer von Zwängen der politischen Korrektheit geprägt, in wohldefinierten und immer gleichen Bahnen verläufe.

Der Theologe erinnert in dem Zusammenhang an den Irrglauben, dass die auf der Pariser Konferenz von 2015 beschlossene 1,5-Grad-Ziel für die maximale Erwärmung bis zum Jahr 2100 ein vom „UN-Klimarat“ (IPCC) vorgegebenes Ziel sei und die 2018 empfohlenen radikalen Maßnahmen zu dessen Erreichung deshalb wissenschaftlich geboten sei. Laut Rhonheimer stimme das aber nicht. Der "UN-Klimarat" habe das nicht gefordert, das war die Politik. 2018 stellte der IPCC fest, welches die voraussichtlichen Folgen einer Klimaerwärmung von nur 1,5 gegenüber zwei Grad wären und was zu tun sei, um dieses Ziel zu erreichen. Der Rat erklärte damals, dass das Ziel erreichbar sei, aber drastische Maßnahmen auf globaler Ebene ergriffen werdenmüssten, darunter ein weitgehender Umbau der Wirtschaft unter Führung staatlicher Vorgaben mit allen damit verbundenen ökonomischen und sozialen Unsicherheiten sowie tief greifenden Veränderungen unserer Lebensgewohnheiten.


Rhonheimer erinnert dannd daran, dass so eine globale Klimapolitik gerade den armen Ländern es praktisch verunmöglichen würde, sich wirtschaftlich zu entwickeln und auf unser Niveau aufzuholen. Die reichen Länder würden ihren relativen Vorsprung gegenüber den ärmeren Ländern beibehalten , die globale Ungleichheit könnte längerfristig drastisch ansteigen. Das wissen Länder wie China oder Indien auch, daher sei dort der Energiehunger deshalb groß. Diese Länder werden daher laut dem Theologen trotz Lippenbekenntnisse auch nicht mitmachen. Es sei daher unverantwortlich, so zu tun, als ob man das 1,5-Grad-Ziel in der vorgegebenen Zeit erreichen könnte. Laut Rhonheimer werden uns auch die Folgen einer 1,5-Grad-Erwärmung keine Verschnaufpause vergönnen. "Würden wir aber die Wirtschaft zur Erreichung genau dieses nun politisch angestrebten Maximalziels von nur 1,5 Grad anpassen, könnte es geschehen, dass wir dann nicht einmal die Folgen dieses eher kleinen Wandels zu meistern imstande wären, am Ende also schlechter dastünden als bei einer höheren Erwärmung mit dann aber zusätzlicher Wirtschaftskraft.", schreibt der Theologe.


Der Sozialethiker wünscht sich daher einen Mittelweg, der es ermöglicht, dass auch die ärmeren Länder aufholen und sich mit moderner Technologie an den Wandel der Umwelt anpassen können. In den meisten IPCC-Prognosen werde der technologische Wandel gar nicht mitberücksichtigt. Liberalen und bürgerlichen Kräfte sollten daher vermehrt einer Politik der Anpassung an den Klimawandel durch technologische und marktwirtschaftlich-unternehmerische Innovation das Wort reden und nicht der Verhinderungspolitik der Grünen anhängen. "Genau so funktionieren Tragödien: Man führt das Unglück mit genau jenen Handlungen herbei, mit denen man es zu verhindern sucht. Das 1,5-Grad-Ziel ist deshalb politisch nicht ernst zu nehmen – weniger Verhinderungspanik und mehr Anpassungsoptimismus würden eher zum Ziel führen.", schreibt Rhonheimer abschließend.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  5. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  6. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  10. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  13. Polen: Bei Ford-Werbung fehlt ein markantes Gipfelkreuz – Absicht oder Versehen?
  14. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  15. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz