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Papst Benedikt und der Missbrauchs-Zeitgeist: Eine Verteidigung

26. Jänner 2022 in Kommentar, 28 Lesermeinungen
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„Als katholisch getaufter aber zeitlebens ungläubig gebliebener Evolutionsbiologe (Kirchenaustritt 1982) bin ich entsetzt, verärgert über die aktuelle Diffamierungskampagne gegenüber Papst em. Benedikt XVI.“ Gastkommentar von Prof. Ulrich Kutschera


Kassel-Vatikan (kath.net) Als katholisch getaufter und gefirmter, aber zeitlebens ungläubig gebliebener Evolutionsbiologe (Kirchenaustritt 1982) bin ich entsetzt und verärgert über die aktuelle Diffamierungskampagne gegenüber Papst Emeritus Benedikt XVI. (geb.1927). Obwohl ich, als „Darwinist“, weltanschaulich nicht mit dem prominenten Katholiken übereinstimme, möchte ich nachfolgend diesem aufrechten Mann, den ich als Religionsphilosophen und Buchautor schätze, in klaren Worten verteidigen.
 
Ich ignoriere die Darstellungen in den Mainstream-Medien (z.B. Stern.de, 20.1.2022: „...der emeritierte Papst hat gelogen… und sein Lebensbild zerstört“) und habe mir stattdessen die Originalquellen angesehen. Diese vermitteln ein anderes Bild.

Vertreter der Münchener Anwaltskanzlei WSW haben bei „Phoenix vor Ort-Live - 20.1.2022“ ihr „Gutachten zu Missbrauchsfällen im Erzbistum München und Freising“ vorgestellt. Demgemäß habe sich der ehemalige Papst am 14.12. 2021 zum Vorwurf einer Vertuschung ihm angeblich bekannt gewesener Kindesmisshandlungen durch entsprechend veranlagte Kleriker in seinem Verantwortungsbereich geäußert.

Er könne sich nicht mehr an eine vor über 40 Jahren (!) durchgeführte Besprechung erinnern. Damals, am 15.1.1980, habe er sich u.a. um die Causa Prof. Hans Küng (1928-2021) gekümmert; der ebenfalls als Diskussionspunkt abgehandelte Fall des pädokriminellen Priesters X sei ihm nicht mehr im Gedächtnis, und ein Gegenbeweis zu dieser eindeutigen Papst em.-Aussage steht aus.
 
Wie Rechtsanwalt Dr. U. Wastl darlegte, wurde dieser übergriffige Priester X im Jahr 1986 zu einer milden Strafe wegen sexuellem Jungenmissbrauch verurteilt, wobei ihm der Richter „seine Pädophilie schuldvermindernd anerkannt“ hätte. Im Missbrauchsgutachten lesen wir auf S. 62 demgemäß vom „Zeitgeist der Verfügungsgewalt über Kinder“, und hier setzt meine Verteidigung des aufrichtigen Katholiken Ratzinger an.
 
Papst Benedikt XVI. war von 1977 bis 1982 als Kardinal Prof. Dr. Josef Ratzinger Erzbischof von München. Gemäß dem damaligen Zeitgeist galten erotische Verhältnisse erwachsener Personen, insbesondere schwuler Männer mit minderjährigen Jungen, noch weitgehend als „Kavaliersdelikte“: Es war exakt jene Zeitspanne, als z.B. von Vertretern der „Grünen“ pädosexuelle Aktivisten geduldet und gefördert wurden (siehe Link: „Pädo-Skandal: Bilanz des Grünen Schreckens“).
 
Aus heutiger Sicht wird die damalige Verharmlosung sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern zu Recht verurteilt, aber während der 1970er-80er-Jahre galten noch andere „Sitten“. Man glaubte an die Existenz einer „Kindlichen Sexualität“, die dann logischerweise auch „befriedigt“ werden darf (siehe „Homosexualität: Fakten und Mythen im Widerstreit“ und „Drittes Geschlecht“). Der Papst Emeritus hat damals vermutlich einen Fehler begangen; er hätte die vier ihm möglicherweise bekannten Missbrauchsfälle, mehrheitlich verübt von männlichen homophilen Tätern („Boylover“), ernst nehmen und verfolgen sollen.
 
Ebenso wären aber entsprechende politische Entscheidungsträger in Schulbehörden verantwortlich gewesen, die Massen-Jungen-Vergewaltigungen des pädosexuellen Leiters der hessischen Odenwaldschule, Gerold Becker (1936-2010), frühzeitig anzuzeigen. Beckers homosexuelle Untaten werden noch heute von seinem ehemaligen Lebensgefährten, dem Reformpädagogen Hartmut v. Hentig (geb. 1925), verharmlost, aber in diesem Fall bleibt der mediale Aufschrei aus (siehe „Strafsache Sexualbiologie“, online unter www.evolutionsbiologen.de/media/files/flyer-final.pdf).
 
Es geht im derzeitigen „Ex-Papst-Fall“ um etwas anderes: Gemäß dem aktuellen Zeitgeist werden regelmäßig berühmte „weiße Männer“ von der medial-politischen (Corona)-Gender-Fraktion gedemütigt, mit dem Versuch, ihre hart erarbeiteten Verdienste zu vernichten.
 
Es möge ein Trost für Papst Emeritus Benedikt XVI. sein, dass auch prominente Atheisten, wie z.B. die Evolutionsforscher Charles Darwin (1809-1882 ) oder Ernst Haeckel (1834--1919), wie auch der Begründer der Molekularbiologie, Nobelpreisträger James D. Watson (geb.1928), auf ähnliche Weise von den modernen Gutmenschen „durch den Dreck gezogen“ werden – in diesen Fällen sollen die medial verurteilten drei Biologen plötzlich „Rassisten“ sein. Dies ist ebenso absurd wie die Behauptung, das außergewöhnlich positive „Lebensbild“ des emeritierten Papstes sei wegen eines möglichen, aber keineswegs bewiesenen Fehlverhaltens, dem damaligen Pro-Pädo-Zeitgeist gemäß wohl eher von untergeordneter Bedeutung, mit einem Schlag zerstört.
 
Prof. Ulrich Kutschera ist international tätiger Evolutionsbiologe und Physiologe. Er ist Professor in Visiting Scientist in Stanford/Kalifornien


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Lesermeinungen

 Chris2 26. Jänner 2022 
 

Echte Atheisten sind unsere Verbündeten geworden

im derzeitigen Kampf, wenn sie sich für Grundrechte, Fairness, Fakten, Vernunft und Wissenschaft einsetzen. Denn längst haben destruktive Ideologien und die Lügen zu deren Verbreitung Vernunft und Ratio verdrängt. Kein Wunder sind inzwischen nicht wenige Feministinnen oder ein radikaler Atheist wie Richard Dawkins vom Zeitgeist ausgespuckt worden...


2
 
 stephanus2 26. Jänner 2022 
 

@Dinah

Sie fragen, was an 'Joseph Ratzinger', unserem Papa emeritus, die Angriffe auslösen konnte. Ganz im Gegensatz zum jetzigen Papst, der ganz anders wahrgenommen würde. M.E. ganz einfach . Benedikt repräsentiert die glaubenstreue, tiefkatholische, apostolische heilige Kirche, gegen die Luzifer wütet.Über Franziskus schweige ich mich diesbezüglich lieber aus.


4
 
 KatzeLisa 26. Jänner 2022 
 

@Henning

Den Gesichtspunkt, daß Queer-Leute die Angriffe auf Benedikt unterstützen, halte ich für sehr einleuchtend.
Die Gender-Propaganda wird durch potente Finanzgeber aus den USA gesteuert und hat die europäische Gesellschaft voll im Griff.
Dazu passend scheint auch der Zeitpunkt für die Erklärung der 125 queeren Kirchenmitarbeiter gewählt worden zu sein. Es gab bereits Bischöfe, die ihr Verständnis für diese Aktion zeigten, so wie auch einige Bischöfe sich schon länger um eine gezielte Seelsorge für diese Gruppe bemühen.

Zur gleichen Zeit sterben alte Menschen in Krankenhäusern und Heimen ohne geistlichen Beistand und die Tröstungen der katholischen Kirche. Gottesdienste fallen aus oder werden mit massiven Einschränkungen abgehalten.
Man muß halt Prioritäten setzen!

Niemandem scheint aufzufallen, daß die Mehrzahl der mißbrauchten Kinder Jungen waren. Mit Homosexualität hat der Mißbrauch sicher nichts zu tun, oder?


4
 
 Christa.marga 26. Jänner 2022 
 

DANKE für diese klaren Worte, Prof. Kutschera

Es ist eine Schande, wie die linksgerichtete Mainstream-Gender-Presse über unseren wohlgeschätzten Papst emeritus Benedikt XVI. herfällt. Das gleicht schon einer medialen Hinrichtung und ist absolut verabscheuungswürdig!!!

Manche Leserbriefe in div. Foren, die sich "katholisch" nennen, die sind geradezu unterirdisch und infam.

Papst emeritus Benedikt XVI. hat so eine Schlammschlacht nicht verdient.


6
 
 Lucilius 26. Jänner 2022 
 

Dank an Prof. Kutschera

Für die Verteidigung von Papst Benedikt ist Prof. Kutschera selbstverständlich zu danken.


8
 
 JP2B16 26. Jänner 2022 
 

Sein "Selbstportrait" "Ungläubig gebliebener Evolutionsbiologe" verrät vielleicht mehr ...

...über diesen einsamen Aufrechten unter den vielen (Auftrags-)"Wissenschaftler", denen Eitelkeit, Einflussnahme und Geld nicht selten zur Maxime geworden sind statt objektives, sachdienliches Ringen um Erkenntnis und Wahrheit.
Ganz offensichtlich respektiert er die  katholische Weltkirche mit ihrer Struktur und ihrem Lehramt als DIE institutionelle Bastion in der Welt, in der eben religiöse Menschen (die er ohne jeden Vorbehalt respektiert) mit ihren seelischen Nöten Zuflucht und Trost finden. Sein "Selbstportrait" erweckt den Eindruck, dass er sie aber allein von der Wissenschaftsebene betrachtet, was seinen Unglauben nährt.
Ihm ist zu wünschen, dass er eines Tages doch noch die "Beziehungsebene" findet, von dort aus zu blicken lernt, die lebendige Beziehung zu Jesus Christus findet und dann den eigentlichen, mystischen Organismus erkennt, der jenseits von "weltlicher Wissenschaft" zu verorten ist und die Verabsolutierung von Wissenschaft im Rückblick als einfältig erscheinen lässt.


7
 
 Lucilius 26. Jänner 2022 
 

Charles Darwin

Prof. Kutschera bezeichnet Charles Darwin als einen prominenten Atheisten.

Darwin hat sich nie als Atheist verstanden. Er sagte einmal: „Ich war nie Atheist, Agnostiker ist treffendste Beschreibung für meine Geistesverfassung.”

Während ein Theist an die Existenz eines Gottes (Monotheist) oder mehrerer Götter (Polytheist) glaubt, schließt ein Atheist deren Existenz aus. Ein Agnostiker hält diese Fragen für (derzeit oder grundsätzlich) nicht entscheidbar.


2
 
 Henning 26. Jänner 2022 
 

Ein Priester schrieb mir gestern hierzu.

"...habe in den letzten Wochen einige Untersuchungen zu Gesicht bekommen, die den eigentlichen Kern der Sache zum Thema haben: es ist vor allem eine Sache der „Schwulenmafia“, die unsere Kirche von innen her verletzt. Die ganze Missbrauchsthematik liegt zu überwiegenden Teilen genau an diesen Leuten und diese erdreisten sich, jetzt das Kommando bei der Aufarbeitung zu übernehmen - einfach unglaublich!"


8
 
 agathera 26. Jänner 2022 
 

Prof. Kutchera

Vielen Dank für Ihr Staetment
Man kann nicht oft genug auf die Verblendung dieser Menschen erinnern.
Die Odenwaldschule lehrte die "neue deutsche" Pädagogik.
Viele begüterte, selbst Abgeordnete aus dem deutschen Bundestag schickten ihre Kinder dorthin.
In der Odenwaldschule lehrte man die "Gute,freie Sexualität" zwischen Lehrern und Schülern.
Der Leiter und verschiedene Lehrer bedienten sich an den ihnen anvertrauten Kindern.
Da wurde von den Medien keine Hasstiraden veranstaltet .
Darin sieht man auch die ganze Verlogenheit vieler Medien, die heute glauben den em. Papst Benedikt wegen seiner Zeit als Erzbischof in München, die Ehre abzuschneiden.
Dabei war es doch genau Benedidkt, den sie wegen seiner eindeutigen Haltung zu diesen ganzen Mißständen in Kirche und Gesellschaft bekämpften.
Der Name Ratzinger ist nicht umsonst ein so rotes Tuch für viele Medien.
Das traurige dabei und unentschuldbare aber ist
daß viele "Freunde" im Bischofsamt in den Chor der Medien einstimmen.


9
 
 bernhard_k 26. Jänner 2022 
 

Besten Dank, Herr Prof. Kutschera!

Es ist schön, dass Sie Papst Benedikt XVI. verteidigen; das "zählt" sozusagen doppelt! Gott schütze Sie!


11
 
 KatzeLisa 26. Jänner 2022 
 

Prof. Kutschera

Der Evolutionsbiologe Kutschera hat am eigenen Leib erfahren, wie der Mainstream mit seinen Kritikern umgeht. Wegen seiner Publikationen zu Gender,"Homo-Ehe" und Homosexualität wurde er in den Medien heftig angegriffen, wegen Beleidigung verklagt und von der Uni Kassel und der Studentenschaft attackiert.

Es ist heutzutage offenbar nicht mehr möglich, eine wissenschaftlich fundierte Meinung gegen die Einheitsmeinung der neuen Welterklärer zu äußern. Das betrifft nicht nur die Theologie und die Naturwissenschaften sondern alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Zur Zeit ist dieses letztlich die Gesellschaft zerstörende und diktatorische Phänomen in der Corona-Krise zu erkennen.


16
 
 Ulrich Motte 26. Jänner 2022 
 

Sünden anderer entschuldigen Sünder nicht

Und Versuchungen durch andere, etwa deren Billigung bis Propagierung von Sünden, sollen wir versuchen, nicht zu erliegen. Und wir sollen Sünden bekennen, nicht Schuld abzumildern versuchen durch Hinweise auf andere Sünder. Als elender Sünder weiß ich von eigenen diesbezüglichen Fehlern.


2
 
 Lino 26. Jänner 2022 
 

+

Ein Anwalt wechselt fast täglich seinen Herrn, und damit seine Rechtsauslegung.

Josef Ratzinger, Papst Benedikt XVI. diente in 94 Jahren nur einem Herrn und dessen unverrückbaren Geboten.

Auch das macht ihn (mir) so glaubwürdig.


18
 
 lesa 26. Jänner 2022 

Benedicat ...

@JP2B16: Danke für den Hinweis. Die Begleitung der Gospa seit Beginn der Corona-Krise ist sehr stärkend. Einerseits benennt sie die Gefahr, aber deswegen ist sie da: Um uns im Vertrauen zu stärken, dass sie mit ihrer Fürsprache Rettung vermitteln kann, den Sieg Christi. "Satan will eure Leben und die Erde, auf der ihr geht, zerstören. Seid mutig und entscheidet euch für die Heiligkeit! Ihr werdet die Bekehrung in euren Herzen und Familien sehen, das Gebet wird gehört, Gott wird euer Flehen erhören und euch den Frieden geben. Ich bin bei euch und ich segne euch alle mit meinem mütterlichen Segen. (Medjugorje, 25.3.2020)
Vor zwei Monaten sagte sie: "Wer betet, hat keine Angst vor der Zukunft.)


4
 
 Fink 26. Jänner 2022 
 

Die Grünen und die Pädosexualität

2003 wurde die Partei "Die Grünen" bedrängt von ihren Skandalen aus den 1980er und 1990er Jahren. Sie gab damals eine unabhängige Untersuchung in Auftrag.
Daraus ist ein empfehlenswertes Buch entstanden. Darin kommt der damalige Zeitgeist gut zum Ausdruck.
"Die Grünen und die Pädosexualität. Eine bundesdeutsche Geschichte" von Walter/ Klecha/ Hensel.

www.buecher.de/shop/allgemeines/die-gruenen-und-die-paedosexualitaet/gebundenes-buch/products_products/detail/prod_id/40895477/


5
 
 Dinah 26. Jänner 2022 

Rom ist auf dem Wolf gegründet II

Hat Joseph Ratzinger nicht viele Gläubige immer wieder aufgerichtet? Sie an ihre wahre Heimat erinnert und - sei es nur für Momente gewesen - von der Erdenschwere und dem Bewusstsein der Verbannung befreit?
Ja, das Verbrechen, so es an den Jungen begangen wurde, wiegt schwer, sehr schwer! Hier scheint der Wolfsmythos auf, Rom ist auf dem Wolf gegründet und im Reich des Tieres herrscht Fressen und gefressen werden. Im Tierreich gibt es keine Gnade, keine Barmherzigkeit!
Joseph Ratzinger wird geliebt, auch wenn er Schwächen hat, auch wenn er Fehler gemacht hat und nicht immer 100% richtig gehandelt hat. Er wird geliebt als Joseph Ratzinger, der Menschen aufgerichtet hat.
Das kann ein Wolf nicht verstehen, er sieht nur das Schwächliche, das er reißen kann. Ein Mensch darf sich vom Tier nicht nur runterziehen lassen, er darf sich von Jesus Christus aufheben und wieder aufrichten lassen, das ist ein Mensch!


6
 
 Dinah 26. Jänner 2022 

Rom ist auf dem Wolf gegründet I

Diese Angriffe auf den emeritierten Heiligen Vater sind doch sehr auffällig. Der amtierende Papst wird nicht auf diese Weise wahrgenommen, es scheint also wirklich um die Person Joseph Ratzinger zu gehen und nicht um das Amt. Was an Joseph Ratzinger könnte diese Angriffe auslösen?
Er ist doch zuerst ein Mensch mit Stärken und Schwächen, so wie jeder Mensch. Mag sein, dass an dem Vorwurf, er habe die jugendlichen mmännlichen Opfer des tätlichen Priesters nicht genügend im Blick gehabt, vielleicht sogar etwas dran ist. Vielleicht schienen ihm seine anderen Sorgen in dem Moment größer. Ja, wer könnte sich das nicht so vorstellen.Aber ist es richtig, den Menschen Joseph Ratzinger auf diesen einen Moment seines Lebens festzunageln?
Hat er nicht vielmehr Gutes getan? Hat er nicht wiederholt und wiederholt in seinen Katechesen, in seinen persönlichen Begegnungen, auch in seiner Lehrtätigkeit das Göttliche im Menschen guten Willens zu erwecken und zu stärken gewußt?


5
 
 ottokar 26. Jänner 2022 
 

Verkehrte oder wahre Welt?

Da bemühen sich der evangelische schweizer Zeitungherausgeber Roger Köppel oder der atheistische Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera mit bewundernswertem Einsatz und Überzeugungskraft Papst Benedikt wegen seines eingestandenen Irrtums, das nun tatsächlich ein Versehen war, zu verteidigen. Nichts dergleichen hört man von einflussreichen deutschen Persönlichkeiten. Hätte nicht auch ein deutscher Bundespräsident oder ein namhafter Politiker, ein deutscher Nobelpreisträger, ein bekannter deutscher Schauspieler oder Dichter das Wort ergreifen und bestätigen können, dass sich die allerwenigsten der über 90jährigen Menschen an den Inhalt oder die Tagesordnung einer beruflichen Routinesitzung erinnern können, welche mehr als 40 Jahre zurück liegt.Oder glauben solche Persönlichkeiten etwas von ihrem Nimbus in einem überwiegend gottfernen Volk einzubüssen, wenn sie einem alten Papst zu Seite stehen.Wahrscheinlich fürchten sie die einflussreiche, tendentiöse Macht von Zeitungen und Fernsehen.


13
 
 ThomasR 26. Jänner 2022 
 

die Öffentlichkeit von der gescheiterten gottlosen* Synode über eine organisierte Attacke

auf Joseph Ratzinger abzulenken
schon peinlich

*gottlos, da die Millionen der Kirche (die Kosten der Synode liegen vermutlich in einer zweistelligen Millionhöhe) weitere Diskussionsrunden und Ausbau der Bürokratie erreichen (für die Durchführung der Synode wurden sogar neue bürokratische Strukturen geschaffen, die über Manipulation der Inhalte der Synode um weitere Diskussion sorgen) und nicht Frauenhäuser und Obdachlosenheime

Die Attacke auf Jospeh Ratzinger wird beigleitet durch einen weiteren Ausbruch der Gottlosigkeit über gewisse Art des contra naturam Handelns (und Lebens) von manchen Kirchenmitarbeiter, die sich über diese Art des contra naturam Handelns dazu auf die Kosten der Kirchensteuerzahle selbstbehaupten versuchen

www.youtube.com/watch?v=2J8Me77mPHI


9
 
 Manfred Lang 26. Jänner 2022 
 

Fortsetzung: Wo fängt der Missbrauch an und was sind "Zeiterscheinungen"

4. Besagter Englisch-Kollege ließ ein Oberstufenschülerin auf einen Stuhl steigen, was diese auch brav tat. Ließ sie links und rechts drehen. Auf die Frage der Schülerin, was das solle, sagte er, er wollte nur sehen, welch schöne Beine sie habe.
Und dies war ein überall "geachteter" Kollege, der für Schulbuchverlage Lehrbücher redigierte.
5. In den 60ern musste ich mit ansehen, wie ein Bio-Lehrer beim Abhören eines Klassenkameraden (Mittelstufe) sich langsam, aber zielstrebig an den Innenseiten der Oberschenkel streichelnd bis hoch zum Schritt arbeitete. Dem Lehrer ist nichts passiert, auch weil die Versetzung des Schülers gefährdet war. Ich selbst hatte es nicht gewagt, etwas zu unternehmen. Es war eine kath. Privatschule.
Sind dies nur Zeiterscheinungen einer sexualisierten Gesellschaft und die Schulen nur die "freie Wildbahn" übergriffiger Pädagogen? Meine Beispiele erstrecken sich über immerhin mehr als 40 Jahre. Und warum sollten die Priester anders gestrickt sein alsPädagogen?


5
 
 lesa 26. Jänner 2022 

Anstand und Ehrgefühl

Danke, Professor Kutschera.
Ihre Stellungnahme kommt aus einem inneren Anstand heraus.
Lieber @Bernhard Joseph für die "Zusammenfassung".


9
 
 Manfred Lang 26. Jänner 2022 
 

Treffende Rückschau zu den pädophilen Orientierungen der damaligen Zeit

1. Eine Ergänzung zur Odenwaldschule: Ich habe meine Schulseminarausbildung an der OSO gemacht. G. Becker wurde uns von unserem Schulsem.leiter als pädagogisches Vorbild auch in Unterrichtssituationen vorgestellt. Die lockeren sexuellen Sitten drückten sich dort auch wohl darin aus, dass dieser Schulsem.leiter eine Schülerin direkt nach dem Abi heiratete. Was war vorher?
2. Ein früherer Schulleiter meines Dienstgymnasiums wurde regelrecht dafür gerühmt, dass er auch bei Schülerinnen "kein Kostverächter" war. Wie kommt jemand zu solch einem Ruf? Ohne dass ihm etwas passiert.
3. Ein Englisch-Kollege hatte gerade vor meiner Stunde eine Klasse 9. Die Schüler waren konsterniert, saßen wie vom Blitz getroffen vor mir. Auf meine Nachfrage sagten sie, der Kollege wäre minutenlang schweigend vor ihnen gesessen. Auf ihre Nachfrage, antwortete er: Es seien zu wenig Mädchen in der Klasse. Nur Spass oder Sexismus?
Das waren Szenen aus den 70ern bis 80ern. Wo fängt denn der Missbrauch an?


8
 
 Ulrich Motte 26. Jänner 2022 
 

Ist diesem Papst nicht zu danken,

daß er so sehr die Unabhängigkeit kirchlichen Handelns vom Zeitgeist forderte? Forderte er das nicht auch und gerade auf dem Gebiet der Sexualität? 1980 war der Zeitgeist gerade auch bei sexuellem Mißbrauch schlimm geprägt: Eine Straftat und vor allem auch schwerer Zölibatsbruch und Verstoß gegen katholische Sexuallehre war sexueller Mißbrauch aber auch 1980. Darf man eventuell fragen, ob nicht auch 1980 "Mißbrauchspriester" (selbst unabhängig von angeblich fachmännischen Wiederholungsgefahrprognosen) schlicht und einfach entlassen, laisiert gehörten?


7
 
 JP2B16 26. Jänner 2022 
 

Die gestrige Monatsbotschaft der Muttergottes an Marija Pavlovic-Lunetti ...

Wir werden wiederholt daran erinnert, dass Satan stark ist und viele Seelen zu sich ziehen möchte. Wir sollen wachsam im Gebet und entschlossen (standhaft) im Guten sein (und bleiben).
An Medjogorje kann an dieser Zeitenwende eigentlich kein ernsthafter, rechtgläubiger Christ vorbei gehen. Man betrachte einmal insbesondere die Botschaften der letzten beiden Jahre. Wir dürfen darauf vertrauen, dass uns die Muttergottes durch dieses Jammertal sicher führt.


7
 
 Chris2 26. Jänner 2022 
 

Hexenjagd zu durchsichtigen Zwecken

- Linke, v.a. "grüne", Forderungen nach einer Freigabe von "einvernehmlichem Sex mit Kindern" hat die Kirche stets aufs Schärfste zurückgewiesen und wurde dafür in meiner Jugend beschimpft und verspottet
- Gleichzeitig wurde sie seit der "Öffnung" nach dem jüngsten Konzil von Knabenschändernetzwerken unterwandert, die versuchen, die Morallehre der Kirche zu untergraben
- Jetzt versuchen (Kirchen-) Linke, die Kirche ausgerechnet unter Berufung auf die Folgen dieser Unterwanderung als moralische Instanz auszuschalten
- im Moment versucht man, vom massiven Fehlverhalten mehrerer fort-schrittlicher deutscher Bischöfe beim Umgang mit Tätern abzulenken, indem man eine Hexenjagd auf Papst em. Benedikt orchestriert (allein wegen eines Irrtums zu einer jahrzehnte zurückliegender Sitzung)
- Absurd: Fort-schrittliche Kreise in der Kirche wollen massenhaften Missbrauch, vor allem an Buben durch Männer, dadurch bekämpfen, indem sie die Kirche der Homo-Ideologie öffnen. Finde den Fehler...


16
 
 lakota 26. Jänner 2022 
 

Ein wohltuendes Statement -

herzlichen Dank, Professor Kutschera!

Man muss nicht gläubig sein, oder katholisch...aber wer noch ein Gespür für Gerechtigkeit und Anstand besitzt, kann diese Diffamierungskampagne gegen Papst Benedikt nur verurteilen.

Dass es hier nicht um die Sache geht, sondern nur um das Einschlagen auf einen Mann, der an Größe alle Angreifer haushoch überragt, kann jeder sehen, der unvoreingenommen und ehrlich ist.


15
 
 Wolfgang13121924 26. Jänner 2022 
 

Wo bleibt die Gerechtigkeit

Jeder Kindesmissbrauch ist zu verurteilen.
Ich betone jeder.

Wenn es den Anklägern wirklich um das Wohl der Missbrauchten ginge , würden Sie mit der selben Energie
die Verantwortlichen bei derm Missbrauchsskandal inder Odenwaldschule oder den pädophilen Straftätern bei den Grünen .

Aber seine Genossen wäscht man moralisch rein.

Und die Diozöse München zahlt die linke Mafia noch dafür, dass sie die Nadel im Heuhaufen findet.

Ob Papst Benedikt in besagter Sitzung dabei war oder nicht , ist vor dem Hintergrund dass grüne padophile Politiker aktuell noch über unser Volk zu entscheiden hat irrelevant.

#


15
 
 Bernhard Joseph 26. Jänner 2022 
 

In gottloser Zeit hat der Teufel leichtes Spiel

Es war doch gerade Papst Benedikt XVI. der immer wieder darauf hinwies, dass eine Gesellschaft, die ihren Gottesbezug verloren hat, ja ihn sogar ablehnt, letztlich im Nihilismus endet, der dann wiederum das ganze sittliche Fundament zersetzt.

Auch wenn Prof. Ulrich Kutschera betont, zeitlebens ungläubig geblieben zu sein, so ist er trotz allem in einer christlichen Kultur aufgewachsen und hat da auch seine Prägung erhalten.

Mich wundert dieser Furor gegen Papst Benedikt XVI. nicht, denn er war immer ein Leuchtturm des Glaubens in dekandenter Zeitströmung. Das er jetzt in so hohem Alter noch solch miese Angriffe erleben muss, ist wirklich traurig, aber was erwartet man einer Presse, die Verlogenheit zu ihrem "Qualitäts"merkmal macht.


19
 

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