Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  6. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  7. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  10. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  11. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  12. THESE: Warum die UNO weg muss!
  13. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  14. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  15. 'Glaube ist kein PR-Problem': US-Burger-Kette verweigert Entfernung von Bibelversen

Zwischen Herumlavieren und Entschuldigen: LGBT-Pastoral in der Sackgasse

5. Juni 2022 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der öst. "Familien"-bischof Glettler bleibt mit seiner Forderung nach einer „pluralitätsfiten“ Kirche wieder einmal unkonkret. Die Kirche hat in dieser Hinsicht ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Ein Kommentar von Michael Koder.


Innsbruck (kath.net/KAP/mk) Die Kirche solle beim Thema Sexualität und verwandten Themen wie Homosexualität, LGBTQ und dem Dritten Geschlecht „pluralitätsfit“ werden, äußerte sich der österreichische Familienbischof Hermann Glettler kürzlich bei der Tagung „Religion und Geschlechtlichkeit/Geschlecht“ an der Uni Innsbruck, ohne zu sagen, was er damit konkret meint. Die schon sattsam bekannten Floskeln von „kritisch auf gesellschaftliche Entwicklungen achten“ bis „von zu raschen Urteilen und Ideologisierungen Abstand nehmen“ helfen nämlich niemandem weiter, weder denen, die zur Lehre der Kirche stehen, noch denen, die diese ändern möchten. Halbwegs deutlich, wohin die Reise gehen soll, wurde Glettler höchstens, als er neben der Grundkonzeption von Vater, Mutter und Kindern sowie Alleinerziehenden und Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch noch ausdrücklich „andere Formen familiären Zusammenlebens, die zu respektieren sind“ erwähnte. Aus dem Kontext heraus können nur gleichgeschlechtliche Beziehungen gemeint sein.


Dass auch solche eine geistliche und menschliche Begleitung brauchen und in der Kirche ein Heimatrecht haben, wie der Familienbischof betont, daran ist nicht nur nichts auszusetzen, sondern das muss auch jeder vernünftige Katholik unterstützen, zumal homosexuell empfindende Personen sonst zwangsläufig bei Lobbyorganisationen Anklang suchen, deren Ideologie mit der Theologie des Leibes klar im Widerspruch steht. Wenn Glettler sich aber im nächsten Atemzug für die Segnung homosexueller Paare ausspricht, wird deutlich, dass es bei seiner Aussage – genauso wie bei Äußerungen zahlreicher deutscher Kirchenvertreter im Fahrwasser des Synodalen Wegs – gerade nicht um eine höchst dringende und wünschenswerte LGBT-Pastoral geht, die auf den Vertiefungen über Ehe und Familie der letzten Päpste aufbaut. Vielmehr traut sich keiner in den Mund zu nehmen, dass für sie eigentlich die Art. 2357-2359 im Katechismus das Haupt-Ärgernis darstellen, das beseitigt gehört. Und diese Unaufrichtigkeit nützt eben gar niemandem.

Vielleicht sind manche deutsche Bistümer hier schon einen Schritt weiter. In Mainz etwa darf ein Pfarrer medial verbreiten, dass die Lehre der Kirche über Sexualität geändert gehöre – siehe https://kath.net/news/78537. Bei den aber auch dort zumeist herumlavierenden bis entschuldigenden Aussagen der Bischöfe werden sich Vertreter der LGBT-Lobby oder auch die breite Masse, die mit Kirche nichts am Hut haben will, fragen: Was wollt ihr eigentlich? Wofür steht ihr nun als Kirche?

Die Kirche hat ein Glaubwürdigkeitsproblem in Sachen Sexualmoral, ja, das ist offensichtlich. Ausgelöst durch ihre Vertreter, die großteils weder zu ihrem eigenen Katechismus stehen, ja nicht einmal mehr versuchen, ihn verständlich zu machen, noch klar sagen wollen, wie sie mit Phänomenen des 21. Jahrhunderts wie „Regenbogenfamilien“ oder Transgender-Jugendlichen umgehen wollen. Ein „tut uns leid, wir sind gerade im Lehränderungsprozess“ wird niemanden ansprechen oder überzeugen. Janusköpfige Haltungen à lá „hinter vorgehaltener Hand habt ihr unseren Segen, aber offiziell dürfen wir’s nicht sagen“ auch nicht.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  9. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  10. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  11. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  12. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  13. „Öffnet eure Herzen“: Protestantin begeistert das Netz mit dem Rosenkranz
  14. 'Woke Left' ist die 'wütendste und exklusivste Spaltungsbewegung in der Geschichte'
  15. THESE: Warum die UNO weg muss!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz