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Zahl der Abtreibungen sinkt in Polen auf 107

3. August 2022 in Prolife, 10 Lesermeinungen
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Vor allem die Down-Syndrom-Kinder profitieren davon, dass sie nicht mehr vorgeburtlich aussortiert und getötet werden dürfen.


Warschau (kath.net/pl) Nach Einführung der Prolife-Gesetze in Polen wurden 2021 noch 107 Babys vorgeburtlich getötet. In den Vorjahren waren es noch jeweils um die 1.000 Kinder gewesen. Polen hat schon seit längerem eine beeindruckende Prolife-Gesetzgebung, so dass auf die rund 38 Millionen Einwohner deutlich weniger Abtreibungen zu verzeichnen sind als bsp. in Deutschland, wo auf die 83 Millionen Einwohner jährlich rund 100.00 Abtreibungen vollzogen werden – zuzüglich möglicherweise einer nicht kleinen Dunkelziffer. Das Polnische Verfassungsgericht hatte Ende Oktober 2020 entschieden, dass die eugenische Abtreibung grundsätzlich verfassungswidrig sei.

Die polnische katholische Wochenzeitschrift „Gość“ fragt die Lebensrechtlerin, Rechtsanwältin und Psychologin Magdalena Korzekwa-Kaliszuk nach ihrer Einschätzung. Sie erläutert: „Das bedeutet, dass das Gesetz funktioniert und es erlaubt, bestimmte Personen zu retten“. „Gutes Recht wirkt sich positiv auf die Einstellung der Menschen aus. Einerseits stärkt es die Überzeugung, dass das Recht auf Leben nicht von der Diagnose eines Gesundheitszustands abhängen sollte. Andererseits bedeutet die Unmöglichkeit, ein Kind aus eugenischen Gründen zu töten, dass Ärzte keinen Grund mehr haben, den Eltern eine Abtreibung vorzuschlagen oder sogar Druck auf sie auszuüben.“ Ihrer Erfahrung nach habe es zuvor in Polen durchaus Druck in Richtung eugenische Abtreibungen gegen.

Die Behauptung von Abtreibungsbefürwortern, dass „tausende“ von Eltern ihre Kinder nun eben im Ausland töten ließen, weist Korzekwa-Kaliszuk zurück und stellt fest, dass die Abtreibungsbefürworter dafür überhaupt keine Beweise vorlegen könnten. Aber „auch wenn einige Eltern entschieden haben, ihre Kinder illegal oder im Ausland zu töten, hat die überwiegende Mehrheit von ihnen das Kind am Leben gelassen, und dies ist ein unbestrittener Sieg, der durch das Urteil des Verfassungsgerichtshofs ermöglicht wurde“, erläutert sie.

Legale Abtreibungen dürfen in Polen inzwischen nur noch durchgeführt werden bei einer Schwangerschaft infolge von Vergewaltigung, einer Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit der Mutter, erinnert die katholische Zeitschrift „Gość“.


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Lesermeinungen

 elisabetta 4. August 2022 
 

Ein Wunder

Allein schon ein solches Gesetz auf den Weg zu bringen, das Abtreibungen verbietet, grenzt in der heutigen EU fast an ein Wunder. Polen lässt sich seine hohe Moral und seine „echten Werte“, die auf dem Glauben an Gott beruhen, nicht durch scheinheilige Menschenrechte nehmen. Der Lohn dafür im Himmel wird groß sein. In Österreich, das nicht einmal dazu fähig ist, die Zahl der Abtreibungen zu registrieren, werden an die 30000 jährlich angenommen – welch eine Schande! Aber wie sollten solche Gesetze von durchwegs glaubenslosen Repräsentanten und deren Wählern auf den Weg gebracht werden? Leider wird diese Problematik auch seitens der offiziellen Kirche Österreichs zu wenig in den Vordergrund gestellt – man will sich ja mit niemandem anlegen, da geht es auch um die Kirchenbeitragszahler. Dass die weltweiten Katastrophen aller Art zunehmen, ist bestimmt auch eine Folge der Gottvergessenheit, die geradezu nach gerechter Strafe schreit. Wachen wir endlich auf und kehren wir um!


3
 
 Chris2 4. August 2022 
 

@heiner1898

Auf den ersten Blick wenig. Auf den zweiten aber haben Dekadenz und unwissenschaftliche, ideologiegetriebene und (selbst)zerstörerische Agenden durchaus massive Auswirkungen auf alle Lebensbereiche, auch den Glauben, wie die ZdK-Chefin gerade bewiesen hat. Denn "Äwwrising hängs tugesser" (G. Oettinger)


0
 
 Fischlein 4. August 2022 
 

Für u.a. diese Haltung der Regierung und Bevölkerung

wird Polen immer wieder durch Brüssel maßregelt.
Die Hoffnung bleibt, dass sie durchhalten.


3
 
 KatzeLisa 3. August 2022 
 

Diese geringe Zahl von Abtreibungen ist kaum zu glauben. Sie steht in einem unglaublichen Kontrast zum gelobten Land Deutschland.
Glückliches Polen!


3
 
 Stephaninus 3. August 2022 
 

Polen

ist für mich zu einem gelobten Land geworden!


4
 
 Isolde Schmidt 3. August 2022 
 

Gut daß unser Nachbarland das schreckliche Abtreiben beendet hat. Aber es sollte auch den Zugang zu Kondomen und der Antibabypille weitestgehend einschränken.


2
 
 heiner1898 3. August 2022 
 

@Chris2

Was hat denn preiswerter Strom mit unserem Glauben zu tun?


1
 
 Chris2 3. August 2022 
 

Das pitterpöse Polen mal wieder.

Na ja, was will man auch von einem Land erwarten, das katholisch regiert wird und in dem die Kilowattstunde Strom 10 Cent kostet, also weniger als ein Drittel des Preises bei Moralismusweltmeister Deutschland (Q: ZDF-WiSo-Doku "Blackout")


2
 
 bibelfreund 3. August 2022 
 

Dennoch….

….. egal, ob einzelne Polinnen für ihr Verbrechen nach Deutschland reisen: auf solch einem Land ruht Segen, was man immer deutlicher sieht: Polen (auch Ungarn) wird ein attraktives Auswanderungsland für Leute, die diesen ganzen Gender- und Regenbogen-Irrsinn nicht mehr ertragen.


6
 
 723Mac 3. August 2022 
 

die Anzahl der Abtreibungen unter den Polinen ist dagegen höchstwahrscheinlich gestiegen

Die Abtreibungen unter den Polinen werden u.A. in Litauen, in der Slowakei in Tschechien , in Deutschland* und in Holland* (*finanziert aus dem Staatsbudget von Holland inkl.Anreise) durchgeführt


0
 

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